Riesenrad Foto - Hamburger DOM

Transfers 2017 … und los geht die wilde Fahrt …

+++ Mats Mœller-Dæhli bleibt bis 2018 +++ Cenk Sahin: Vertrag bis 2021 +++ Sami Allagui wechselt ans Millerntor +++

„Wer will noch ne Runde?“, rufen die männlichen Mitreisenden auf dem SommerDOM immer wieder, wenn es noch einmal zur letzten Runde geht. Noch schneller, noch höher, noch krasser. Im Moment fühlt sich das beim FC St. Pauli auch so an. Alle anschnallen bitte, los geht die wilde Fahrt – Nöööööööööööt!

Drei wahnsinnig aufregende Verträge hat der FC St. Pauli bereits wenige Tage nach Ende der Saison 2016/17 bekannt gegeben. Da gibt einer Vollgas:

„Jetzt greifen wir an“, Oke Göttlich

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G20: Sitzblockaden gegen „The Beast“, Andy Grote und das Grundgesetz

Es ist eine interessante Diskussion, die Innensenator Andy Grote (angeblich Fan des FC St. Pauli) diese Woche angestoßen hat. Aus „Sorge“ um die Sicherheit von Demonstrierenden hat er davor gewarnt, „sich Kolonnen von Staatskarossen in den Weg zu stellen. Dies bedeutete Lebensgefahr“. Offensichtlich, weil die tonnenschweren, gepanzerten Fahrzeuge in der aufgeheizten Terrorstimmung einfach weiterfahren oder die Sicherheitsbeamten das Feuer eröffnen könnten. „G20: Sitzblockaden gegen „The Beast“, Andy Grote und das Grundgesetz“ weiterlesen

Hooray! – Philipp Heerwagen und BN7 bleiben bis 2018!

Das ging schnell, freut mich sehr und war auch so zu erwarten. Der FC St. Pauli verlängert die auslaufenden Verträge mit den Leistungsträgern- und Magieträgern Philipp Heerwagen und Bernd Nehrig – bei uns auf der Gegengeraden auch „BN7“ genannt, wegen seines portugiesisch rustikalen Stils ;)

FC St. Pauli verlängert mit Philipp Heerwagen und Bernd Nehrig

Der FC St. Pauli stellt die Weichen für die neue Saison. Sportchef Andreas Rettig einigte sich mit Torwart Philipp Heerwagen auf eine Verlängerung des Vertrages bis zum 30. Juni 2019. Bei Mittelfeldspieler Bernd Nehrig verlängerte sich der Kontrakt um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2018.

„Philipp hat in dieser Saison nicht nur auf dem Platz Außergewöhnliches geleistet. Er hat die DNA des Clubs verinnerlicht und identifiziert sich vollumfänglich mit den Werten des Vereins. Zudem hat er keinen Zweifel daran gelassen, dass er, losgelöst vom sportlichen Ausgang, unserem Verein die Treue halten würde“, erklärte Andreas Rettig.

„Ich freue mich sehr darüber, weitere zwei Jahre bei diesem Verein und in dieser Mannschaft sein zu dürfen und Teil einer großartigen Wertegemeinschaft zu sein“, sagte der 34-jährige Schlussmann zu seinem weiteren Engagement am Millerntor.

Ein weiteres Jahr wird auch Bernd Nehrig bei den Braun-Weißen dranhängen.

Durch eine Option verlängerte sich der Vertrag des Mittelfeldspielers automatisch bis 2018. Andreas Rettig streicht die Bedeutung des Sechsers heraus:

„Bernd hat gerade in den schwierigsten Phasen dieser Saison gezeigt, dass er ein Führungsspieler ist, der auf und neben dem Platz vorangeht und Verantwortung übernimmt.“

Bernd Nehrig blickt voller Vorfreude auf die nächste Spielzeit:

„Ich gehe jetzt in meine fünfte Saison beim Verein und kann mir kaum etwas Schöneres vorstellen, als weiterhin vor diesen Fans und bei dieser Atmosphäre hier am Millerntor Fußball zu spielen. Ich freue mich darauf, mich auch im nächsten Jahr in die Mannschaft einbringen und dem Team helfen zu können.“

 

St. Pauli „Hools“ – Eure Gewalt ist unser Problem

Seit letztem Sommer häufen sich die Auseinandersetzungen zwischen Gruppen, die den beiden großen Hamburger Vereinen nahe stehen. Schrecklicher Höhepunkt war der Angriff von HSV-Hools auf einen Bus unbeteiligter St. Paulianer_innen, bei denen eine Auswärtsfahrerin schwer verletzt wurde.

Das Problem ist inzwischen auf dem Boulevard angekommen. Dem Vernehmen nach, nehmen beide Vereine die Situation sehr ernst – es drohen Eskalationen, noch mehr Boulevard, Repression.

banksy london
Photo credit: Chris Devers via Visualhunt / CC BY-NC-ND

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DOM Polizeiwache FC St. Pauli

Ein paar Tipps zum Umgang mit der Polizei #G20 #Demo

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Wenn Du bei der Polizei aussagst, weißt Du nicht, was am Ende aus Deiner Aussage wird.

Am sichersten ist es, vor Beamten der Sicherheitsorgane gar keine Aussage zu machen – auch wenn Dir die Aufregung in der Schläfe brennt vor lauter Ohnmacht.

Tl;dr: Keine Aussage bei der Polizei

Die Braun-weiße Hilfe hat hierzu Verhaltenstipps für die Demos zum G20-Gipfel heraus gegeben, die aber auch grds. ein guter Rat sind:

  1. Macht keine Aussagen!
  2. Bei Festnahmen/ Ingewahrsamnahmen müsst ihr nur Namen (Personalien), Beruf und Familienstand angeben.
  3. Legt Widerspruch gegen alle Maßnahmen gegen euch ein und unterschreibt nichts.
  4. Ruft einen Anwalt oder eine Vertrauensperson an
  5. Sprecht am Telefon oder in Anwesenheit der Polizei nicht über Geschehnisse, die euch oder andere belasten könnten.
  6. Fertigt ein Gedächtnisprotokoll an.

Kontakt: Braun-weiße Hilfe,
0049 40 439 69 61

Eine beliebte Taktik von Polizisten ist, euch als „Zeugen“ zu vernehmen. Zeug_innen müssen grds. aussagen, wird dann gerne verkürzt behauptet – das stimmt zwar grundsätzlich, allerdings nur vor Gericht und wenn sie sich mit ihrer Aussage nicht selbst belasten könnten. Ihr müsst auch als Zeugen nicht bei der Polizei aussagen. Das regelt das „Auskunftsverweigerungsrecht“ in der StrafprozessOrdnung in §55.

Bleibt friedlich, lasst euch nicht provozieren und passt aufeinander auf.

Zoff im Zoo – Midlife Crisis Sankt Pauli

Menschenzoo St. Pauli Punkrock
Menschenzoo St. Pauli Punkrock

Gestern war eine Premiere; eigentlich eine doppelte. Die Punk-Rock-Kneipe „Menschenzoo“, die sich selbst „Spelunke“ nennt und für Konzerte bekannt geworden ist, hat eine neue Debattenreihe ersonnen: „Zoff im Zoo“.

Thematisch geht es um alles, was mit linker Kultur und dem Kiez zu tun hat; zum Auftakt luden die Zoowärter Sven Brux und mich zum Pow-wow über den FC St. Pauli und sein Verhältnis zum Viertel ein. „Zoff im Zoo – Midlife Crisis Sankt Pauli“ weiterlesen

„Hier im Frankenland“ … vom wunderschönen Auswärtssieg in Nürnberg

St. Pauli Fans feiern nach dem Sieg in Nürnberg. Wie man sieht, kommen sie aus der Gegend.

Am Freitag ging es in Richtung Süden, zum 1. FC Nürnberg. Dank Markus, den wir nach der Fahrt in „Mister Almanach“ umbenannten, wussten wir, dass der „Glubb“ seine beste Zeit in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts hatte (5x Deutscher Meister) und dass der FC St. Pauli seit dem legendären 2:1 beim Schonaufsteiger 2001 nicht mehr da unten gewonnen hatte. Nimmt man meine persönliche Punkteausbeute bei Auswärtsfahrten dazu, war es offensichtlich eine doofe Idee, sich die 6 1/2 Stunden anzutun.

Es dennoch getan zu haben, war ein großes Glück: die Boys in Brown besiegten den Frankenfluch und Cenk Sahin und Azziz Bouhaddouz zeigten einmal mehr, wie wichtig sie für den FCSP sind. „„Hier im Frankenland“ … vom wunderschönen Auswärtssieg in Nürnberg“ weiterlesen

#NoG20 – St. Paulis Fanszene vereint gegen G20

„G20 Kilometer weiter, make Pinneberg great again“

NO G20 Installation Rote Flora
„NO G20 Installation Rote Flora“; Facebook Screenshot

Der FC St.Pauli hat dem Aktionsbündnis gegen die Versammlung der 20 „größten“ Staaten und ihren Staatschefs mitten im Hamburger Schanzenviertel das Stadion zur Verfügung gestellt. 800 Aktivistinnen und Interessierte kamen am Wochenende, um zu beraten, wie man den Protest gegen die provokante Eierschaukelei organisieren kann.

Heraus gekommen ist ein (von mir hier leicht redigierter*):

Gemeinsamer Aufruf an die FC St. Pauli-Fanszene zur Beteiligung an den Protesten gegen den G20-Gipfel

„#NoG20 – St. Paulis Fanszene vereint gegen G20“ weiterlesen

Hannover 96 macht auf Cleveland Indians

Es ist eine Szene, die Filmgeschichte schrieb: In dem Baseballfilm „Cleveland Indians“ versucht eine Truppe von abgehalfterten Profis verzweifelt, die Meisterschaft zu gewinnen, nachdem sie erfahren haben, dass sie nur geholt wurden, um abzusteigen.

Zur Motivation stellen sich die Kerle eine Aufstellpuppe ihrer Managerin in die Kabine und entblättern sie mit jedem Sieg.

Hannover 96 motiviert sich mit Sylvie van der Vaart Meis

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SEO Ranking St. Pauli Blogs

Ich prokrastiniere gerade. Das ist Denglisch für „Rumdaddeln ohne Ziel“, meist um den Beginn einer Tätigkeit, die dringend erledigt werden müsste, aufzuschieben.

Besonders gut kann man mit SEO-Tools prokrastinieren, indem man völlig sinnlose Vergleiche anstellt. Beispielsweise zwischen den drei bekanntesten St. Pauli Blogs, dem des Übersteigers, dem magischen FC Blog und meiner kleinen Postille.

Top Blog nach Sichtbarkeit:

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#G20 Protest-Cross-Over

Der iim Frühsommer stattfindende feuchte Politikertraum unseres Ersten Bürgermeisters, der G20-Gipfel auf der Sternschanze, treibt mannigfaltige Protestblüten.

Die Rote Flora bedient sich bei ihrem Protestaufruf sehr geschickt der Bildsprache des Hamburg Marketings, indem blaue Neonröhren den Schriftzug „NO“ „G20“ illuminieren.

NO G20 Installation Rote Flora
„NO G20 Installation Rote Flora“; Facebook Screenshot

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Herbie machte es spannend

 

„Herbie heißt ein legendärer VW-Käfer, der sich in Rennen gegen modernere und stärkere Autos behauptet. Gegen bärenstarke Unioner hielt St. Paulis ebenfalls „Herbie“ genannter Torhüter Heerwagen die abstiegsbedrohten Boys in Brown mit seinen Glanzparaden lange Zeit im Spiel, sodass es mit dem späten Anschlusstreffer zum 2:1 nochmal laut und spannend wurde am Millerntor.

Am Ende entschieden aber die körperlich und spielerisch überlegenen Berliner das Spiel für sich: ein Happy End blieb den aufopferungsvoll kämpfenden St. Paulianern am Freitagabend versagt.“

 

foto: wikicommons

Südkurve St. Pauli: Keine Gästefarben erlaubt

 

football scarf st. pauli
Football Scarf
Photo credit: Graeme Bird via Visual hunt / CC BY-NC-ND

Beim Heimspiel gegen Union Berlin sind auf der Südkurve keine Gästefarben (Trikots, Schals, Banner, etc.) erlaubt. Das stellt der FC St. Pauli erneut explizit klar – das ist irgendwie doch auch nachvollziehbar und hat nichts mit fehlender Toleranz zu tun.

Beim Heimspiel des FC St. Pauli gegen den 1. FC Union Berlin am Freitag (10.3., 18:30 Uhr) ist das Tragen von Fankleidung und Fanutensilien der Gästemannschaft auf der gesamten Südtribüne nicht erlaubt.

Südkurve ist die Kurve der Ultràs

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Foto: Rauter 25

St. Pauli in die Inbox

Foto: Rauter 25

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Ideal für Leserinnen, die sich unabhängig von Twitter oder Facebook über St. Pauli (den Stadtteil) und seinen Verein (den FC St. Pauli) und seine Supporter informieren wollen.

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Foto: Rauter 25

Mutti, Mutti, mir gehts gut

Heute vor genau acht Jahren siegte der FC St. Pauli gegen das kleine Mordor von der Ostsee. Nicht irgendwie, sondern magisch.

FCSP-Hansa Rostock: Aufholjagd am Millerntor

Nach zwanzig fünf (!) Minuten lag St. Pauli gegen Hansa Rostock zuhause am Millerntor 0:2 zurück.

Zur Pause nebelten die Hansafans unser Wohnzimmer ein – genau die Provokation, die unsere Boys in Brown benötigten, um das Letzte aus sich und unserem wackeligen Stadion heraus zu holen.

6.3.2009

Es war ein 6. März, es war klamm und kalt, aber nach dem Ausgleich und dem Siegtreffer explodierte das Millerntor – und Rostock fuhr ohne Punkte und geschlagen an die Küste zurück. Der Verein hat sich von diesem Abend vor acht Jahren nie wirklich erholt. ;)

„Mutti, Mutti, mir gehts gut,
weißt nicht, was Dein Sohn so tut.
Hab die Kogge versenkt,
Drei Tore eingeschenkt.
Mutti, mir gehts gut!“

Olé! #1860fcsp

So langsam verschwindet diese Kruste, die immer Schlimmes erwartet, wenn gerade mal etwas gut lief. Beim 0:1 nickte meine innere Meckerecke, muss ich ehrlicherweise zugeben, um dann wieder einmal von energischen Boys in Brown, allen voran Waldemar Sobota und Cenk Sahin übertönt zu werden.

Vom Jubel und später vom beinahe wieder vertrauten Evergreen:

Olé, olé, olé, olé; Super Hamburg; Sankt Pauli

St. Pauli hat einen Lauf, gewinnt plötzlich die wichtigen Punkte. Selbst ein Rückstand gegen stark aufspielende Münchner, führte nicht zur Resignation, sondern zu einer energischen Gegenreaktion: wieder es gelang den Boys in Brown, ein Spiel in einer Viertelstunde zu entscheiden. Cenk Sahin bildete mit seiner Bilderbuchflanke zum 2:1 auf Torjäger Bouhaddouz den Drehpunkt des Spiels. Zuvor hatte Lasse Sobiech per Foulelfmeter das 1000. Zweitligator für den FC markiert.

Mit diesem Sieg zieht St. Pauli seinen Gegner und alle Teams bis zum 13. Platz (FCK) in den Abstiegskampf hinein. Wenn das kein Grund ist, lauthals zu wippen:

https://mobile.twitter.com/fcstpauli/status/838303973643808768

 

St. Pauli hat fünf eingecenkt

Nach Hause wollte gestern keiner. Ich stand auch noch lange auf der Gegengeraden und versuchte, mir alle fünf Tore in Erinnerung zu rufen, als es mir nicht gelang, musste ich lachen. 5:0 – das hat man lange nicht mehr erlebt am Millerntor. Ich erinnere mich da zuletzt an einen Sieg gegen Freiburg – da standen allerdings noch Ralle Gunesch, Alex Ludwig und Kuru für uns auf dem Feld (letzte Saisonspiele gelten hier übrigens nicht ;). „St. Pauli hat fünf eingecenkt“ weiterlesen

Im Ostwestfälischen immer Unentschieden

Wer die Historie ein wenig kennt, der weiß, dass die Arminia immer in den letzten Minuten gefährlich wird. Wie vor drei Jahren, als in der Nachspielzeit das 2:2 fiel, brachte den FC St. Pauli seine eigene Bangigkeit zu Fall.

Das kommt davon, wenn man Cenk Sahin nicht machen lässt, was ihm gefällt. Das kommt davon, wenn nun Gonther einwechselt. Das kommt davon, wenn Azziz noch Muksch ist, von dem letzten Tazsvh am Millerntor.

St. Pauli wird diese 2-Punkte-Niederlage noch sehr bedauern, ist mein schlimmer erster Gedanke. Und auch nach einigen Minuten herunterkurbeln, bleibt der schale Geschmack der Niederlage am Sonntag haften.

:( Ich verbiete Ewald hiermit, einzuwechseln, wenn wir führen!

Am Millerntor ist wieder Feuer unterm Dach

 

 

 

 

 

 

 

Update Dresden-Banner:

Der FCSP akzeptiert eine Strafe des DFB (5000€). Die wichtige Nachricht ist jedoch die hinter der Nachricht:

„Im Rahmen der internen Aufarbeitung des Vorfalles …, wurde die Idee entwickelt, eine gemeinsame Veranstaltung zum Thema Opfermythos und Geschichtsrevisionismus zu initiieren.“

+++

In Hamburg herrschen Minustemperaturen und dennoch hat man das Gefühl in der vergangenen Woche sei beim FC St. Pauli der Frühling ausgebrochen: nicht nur sportlich wittert die Mannschaft des FC St. Pauli Morgenluft, auch politisch schießen die Diskussionen ins Kraut.

Am Freitag hatte das Präsidium um Oke Göttlich eine Stellungnahme zu der akut und lautstark diskutierten Nähe des US-Ausrüsters Under Armour zu Donald Trump abgegeben, in der es den CEO, Kevin Plank, aufforderte, dass er im Sinne der Partnerschaft mit dem Verein „seine Aussage, gerade angesichts der Vielzahl an MitarbeiterInnen mit Migrationshintergrund, die viele Assets für seine Firma bringen, überdenkt“. Göttlich machte dann noch klar, dass „der (Leit-)Spruch ,Protect Our House’ … auch für den FC St. Pauli und dessen Werte“ gilt. „Am Millerntor ist wieder Feuer unterm Dach“ weiterlesen

Kurzkommentar FC St. Pauli - Dynamo Dresden

FC St. Pauli – Dynamo Dresden Kurzkommentar (zum Spiel ;)

Kurzkommentar FC St. Pauli - Dynamo Dresden

»Der FC St. Pauli erspielt sich auf tiefem Boden einen ungefährdeten 2:0-Heimsieg gegen den Tabellenfünften Dynamo Dresden. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen – damit verlässt der FC St. Pauli die direkten Abstiegsränge. „Eine Präsenz, die man am Millerntor lange nicht mehr“ … . Vor allem das Energie kostende Pressing ließ Dynamo nie ins Spiel kommen.«

„FC St. Pauli – Dynamo Dresden Kurzkommentar (zum Spiel ;)“ weiterlesen

Bombenopfer-Transparent: Ultrà Sankt Pauli polarisiert

Alter, Südkurve, was war das denn heute? Nicht nur, dass ihr die Gastmannschaft noch vor dem Anpfiff auspfeift – ihr verhunzt auch noch ein richtiges Anliegen mit doofer Boshaftigkeit.

Update: nachdem ich zu meinem Rant viele Hinweise bekam, möchte ich meine Meinung zum USP Banner konkretisieren. Ich halte die Wortwahl immer noch für missglückt. Statt Schrot, hätte ich mir das textliche Florett gewünscht. Nach den tlw heftigen Attacken gegen die Bannerschreiber_innen, dem ewig doofen Ultrabashing und Relativierungen, dem Applaus aus unerträglicher Richtung und vor allem nach den Berichten aus Dresden von heute Abend würde ich diesen Text nicht noch einmal so schreiben.

Ich halte die schnelle Entschuldigung des Vereins trotzdem für den richtigen Schritt, so merkwürdig das klingen mag.

Der Text bei Metalust hat mich sehr beeindruckt, also gerne lesen …

Und auch wenn ich die Oberzeile des Trasparentes immer noch als sehr mißlungen empfinde: Ich danke den Plakatmalern, dass sie mich wieder darauf hinwiesen, wo ich mittlerweile selbst den Weg des geringeren Widerstands oft wähle.

Sie haben schlicht aufgezeigt, wie nachhaltig der Opfermythos längst den Diskurs ganz und gar nachhaltig vergiftet hat.

Heftige Reaktionen auf Dresden-Banner

Scheint die Woche der hirnlosen Plakate zu sein. Selten so geschämt! #FCSP #FCSPSGD

Posted by Maik Nöcker on Sonntag, 12. Februar 2017

Man kann an Dresdens Fanszene sicherlich vieles kritisieren, gerne auch deutlich. Jede Medizin wirkt aber toxisch, wenn man sie überdosiert. Ihr habt dafür gesorgt, dass der Effekt die Aussage erschlägt. Schade!

Das Verhöhnen von Bombenopfern geht über das Maß erlaubter Polemik hinaus. Einen von Rechtsextremen überhöhten Opfermythos zu kritisieren, indem man die Bombentoten, die Großeltern der Dresdner Fans auf Transparenten beleidigt, diskreditiert das eigentliche Anliegen so sehr, dass die Scheisse euch zurecht um die Ohren fliegt.

„Schon eure Großeltern haben für Dresden gebrannt. Gegen den Doitschen Opfermythos“

Man kann als Fanszene in der Sache richtig liegen und dennoch unerträglich daneben hauen. Das ist heute am Millerntor mit dem Spruch „Eure Großeltern haben auch für Dresden gebrannt“ geschehen.

„Es gibt Besserwisser, die niemals begreifen, daß man recht haben und ein Idiot sein kann.“ Martin Kessel