Kann man eigentlich aus dem DFB austreten?

Der Deutsche Fussball Bund (DFB) und seine Geldmaschine, die Deutsche Fussball Liga (DFL), entfernen sich nicht nur in meiner Wahrnehmung immer weiter von ihrem eigentlichen Zweck; dem organisieren von Fussball in Deutschland für ihre Mitglieder.

Die von mir so empfundene, einseitige Ausrichtung auf Vermarktung von Profifußball an Event- und TV-Zuschauer, das Absterben von Amateurfussballkultur und das Ignorieren von alternativen Entwürfen, wie dem FC St. Pauli und Union Berlin bspw. werfen die Frage auf: was machen wir, wenn es einfach nicht mehr geht in und mit diesem Verband?
Continue reading

Gegengerade für Julius Hirsch Preis vorgeschlagen

Der DFB verleiht 2014 wieder den mit 20.000 Euro dotierten Julius Hirsch Preis an Institutionen und Projekte, „die sich in öffentlich wahrnehmbarer Form für Demokratie und Menschenrechte und gegen Antisemitismus, Rassismus, Extremismus und Gewalt wenden. Die Aktivitäten sollten in, um oder durch den Fußball ihr Wirkungsfeld haben.“

Das erfüllt die Gegengerade unseres Millerntors ja seit Jahrzehnten, was sich äußerlich durch den eindeutigen Leitspruch „KEIN FUSSBALL DEN FASCHISTEN“ ausdrückt. Nach der Neutralisierungspanne des DFB wäre es nur angemessen, wenn in diesem Jahr die Brutstätte des Antifaschismus im Profifussball als erstes Bauwerk ausgezeichnet würde.

Kein Fussball den Faschisten

Ich habe auf der DFB-Website ein Formular gefunden, das Vorschläge entgegen nimmt – Klick hier, um Deinen Vorschlag abzugeben ;)

Julius „Juller“ Hirsch (* 7. April 1892 in Achern; † wahrscheinlich 1943, zum 8. Mai 1945 für tot erklärt) war ein deutscher Fußballspieler. Hirsch wurde 1910 mit seinem Heimatverein Karlsruher FV sowie 1914 mit der SpVgg Fürth deutscher Meister und spielte zwischen 1911 und 1913 siebenmal für die deutsche Nationalmannschaft. Als Jude wurde er im März 1943 von den Nationalsozialisten wahrscheinlich nach Auschwitz-Birkenau deportiert und ermordet. Sein Todesdatum ist unbekannt, er wurde 1950 zum 8. Mai 1945 für tot erklärt. (Wikipedia)

Reaktionen auf den „Kein Fussball“-DFB-Shitstorm

Der DFB will sich unpolitisch geben und wenig Angriffsfläche bieten, wenn es um politische Aussagen geht. Heute Nachmittag trainierte die Deutsche Nationalmannschaft am Millerntor des FC St. Pauli, dem politischsten Ort im deutschen Fußball – und verhüllte das Wort „Faschisten“ in dem Leitspruch „KEIN FUSSBALL DEN FASCHISTEN“, der seit Jahren auf der Gegengeraden des Millerntors prangt. Es folgte ein massiver Shitstorm; hier einige der Reaktionen: (werden laufend erweitert – bitte Hinweise mit Link in die Kommentare) Continue reading

„Kein Millerntor dem DFB“ – Beim Nationalmannschaftstraining am Millerntor wird der Spruch „Kein Fussball den Faschisten“ auf der Gegengerade abgehängt.

„Kein Fussball den Faschisten“ ist eine wesentliche Aussage am Millerntor, und hängt seit Jahren an der Gegengeraden; seit dem Neubau über die gesamte Tribüne. Heute nicht, grünes Plastik verbirgt den Part “ … den Faschisten“, denn heute trainiert die Deutsche Nationalmannschaft am Millerntor.

In meinen Augen ein Skandal, der auch nicht mit einer politisch neutralen Haltung des Verbandes zu erklären ist.

Die Frage, die sich nu stellt: Wer hat das veranlasst?, und wer hat das erlaubt?

Update: Eben kam die Bestätigung des Vereins, dass der DFB als Mieter des Stadions gemäß einer Richtlinie den „politischen Ausdruck“ ‚Faschisten‘ abgehängt hat. Angesprochen darauf waren sich wohl Technokraten und Realos beim DFB auch nicht einig, ob das so eine gute Idee sei, hier streng nach den Richtlinien zu handeln, wobei sich die Technokraten wohl durchsetzten. Ich freue mich schon auf Schlands Ausscheiden in der Vorrunde und die Titelbilder mit „Kein Fussball“ im Hintergrund. Grrr.

20140512-181448.jpg

Foto: Jan Weckwerth, mit freundlicher Genehmigung

Legalize it – Wunderkerzen

Wunderkerzen Millerntor FC St. Pauli - Foto/Ausschnitt: Stefan Groenveld
Wunderkerzen Millerntor FC St. Pauli – Foto/Ausschnitt: Stefan Groenveld

Wir möchten also dringend darum bitten, keine Pyrotechnik mit ins Stadion zu nehmen – also auch keine Wunderkerzen – um Gefährdungen vorzubeugen und dem Verein vor Schaden in Form von Strafen zu bewahren. Beteiligt Euch lieber alle an der geplanten Choreographie zum Thema „Homophobie beim Fußball“, zu der am Sonnabendmorgen (30.3.) weitere Infos folgen.

Die gute Nachricht: Noch nie war es einfacher, gegen die Regeln zu verstoßen, als heute. Echtes Rebellentum ist das natürlich nicht, wenn man mit Wunderkerzen „bewaffnet“ am Montag sich im Millerntor blicken lässt, aber man könnte fast auf den Gedanken verfallen, wenn man den Aufruf der Feuerwehr Hamburg, des DFB und des FC St. Pauli liest.

Ich weiss ehrlich gerade gar nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Lachen, ob der lächerlichen Ernsthaftigkeit dieses Beitrages, der einen Informationsgehalt hat, wie die Hinweise nach Medikamentenwerbung: „Für Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihren Verband oder Vereinsvertreter“. Oder weinen, ob der schlimmen Technokratenhaltung, die hinter solchen Aufrufen steckt. So nach dem Motto: Kümmert sowieso keinen, aber im Ernstfall sind wir als Verein fein raus, haben wir ja drauf hingewiesen, und auch noch zusammen mit der Feuerwehr, Hallo, das muss doch reichen? – oder – noch schlimmer – wenn denn der DFB Strafen dann verteilt, stellt sich Tjark Woydt wieder vor die Presse und fabuliert sich etwas vom Umlegen der Strafen zurecht. Wegen der Uneinsichtigen, die mutwillig Sportevents terrorisieren. Mit „Pyrotechnik“, die in Restaurants oder beim Bankett des Senats ohne einen weiteren Gedanken zu verschwenden oder eine Warnung durch Feuerwehren in geschlossenen Räumen abgefackelt werden. WUNDERKERZEN! Continue reading

Youtube und der komische Error 500 bei der Suche nach „DFB“ und „DFL“

Youtube Suche DFB

Komischer Zufall, dass derzeit die Suche von Googles Videoportal Youtube die „Grätsche“ macht, wenn man nach „DFB“ und/oder „DFL“ sucht. Bei „Peter Fox“ oder „Pyro Braunschweig“ gibts keine Probleme.

Fehler 500 DFL / DFB Youtube
Fehler 500 DFL / DFB Youtube

Ob das damit zusammen hängen könnte, dass die DFL verstärkt Videos aus dem Youtube- und Google Index entfernen lässt derzeit? Und Google vielleicht gar nicht mehr hinterher kommt, wie bspw. bei dem Löschen des Platzsturm Videos aus Düsseldorf?

RIP Fortuna Videos: „Heute, am 26. November 2012 – als zehneinhalb Jahre später – wurde unser YouTube Account von der DFL im wahrsten Sinne des Wortes “platt gemacht”.“

Tjark Woydt zu DFB-Strafen: „Schweinerei“

Eine Schweinerei nennt Tjark Woydt, Vize-Präsident des FC St. Pauli die 480.000 EUR Strafen, die der Verein an den DFB zahlen musste, oder durch diese an Einnahmen einbüßte. Er adressiert hier nicht den DFB, wie ich für eine kurze Sekunde hoffte, sondern die eigenen Mitglieder und Fans – und das ist die Attitüde, die mich auf die Palme bringt.

Es ist die unerhörte Formel, in der willkürliche Verbandsstrafen ohne rechtliche Prüfung oder Gegenwehr angenommen werden – egal ob es sich um Becherwürfe von Business-Seatlern handelt, Pyros der Gäste oder harmlose Kassenrollen, die zwei Minuten einen Anpfiff verzögern – und dann gedroht wird, diese Strafen, auf die Mitglieder umzulegen.

Das ist die Einstellung, die Fans und Mitglieder ungeprüft auf die Seite der Täter stellt, eine Art „Sippenhaft aus Feigheit“ und die Pfeifen in Verbänden und Verwaltung in ihrer unrechtmäßigen Machtsucht legitimiert. Immerhin, dazke Tjark, nun kenne ich Deine wahre Agenda. Deine Haltung ist in meinen Augen eine Schweinerei!

„Sicheres Stadionerlebnis“ – nu auch Du Gernot!

Die DFL brütet was aus.
Eine Kommission aus sechs Vereinsvertretern soll OHNE Beteiligung der Fans oder Fanvertretern die Repression und das disziplinarische Eigenleben dieses ominösen Verbandes weiterdenken, verschärfen und legitimieren. Mittendrin: Der Vize-Präsident des FC St. Pauli, Gernot Stenger.

Ich verweise an dieser Stelle auf die vorbereitenden Analysen vom „Magischer FC Blog“ und der „basch

Ich mag Gernot Stenger, vielleicht, weil er durch seine Erscheinung und die in Jahrzehnten abgeschliffene Art die Sprache eines Juristen zu sprechen eher unsympathisch wirkt. Ich habe bei ihm – und nur bei ihm – den Wunsch wahrgenommen zu vermitteln. Mich erreichen Berichte, nach denen er als einziger im Präsidium bereit war, mit der Stadt, der Polizei, all diesen Zirkeldemokraten in den Innenfight zu gehen. Vielleicht ist ihm das ja nicht gut bekommen.

Anders kann ich mir nicht erklären, wie man als Vize-Präsident des FC St. Pauli so vorgehen kann, wie es Gernot und Bernd-Georg tun (Orth ist ja, bis auf kurze Besuche in Lokalredaktionen, abgetaucht). Letztlich, so muss man feststellen, agiert dieses Präsidium GEGEN seine Fans. Am Ende der Analyse, ist den Herren der konsumierende Sympartysant näher, als die aktive und desorganiserte Fanschaft des FC St. Pauli.

Das war im Übrigen schon immer so, zumindest habe ich das so wahrgenommen, dass Fanschaft, Fanladen und Jolly Roger sich nicht immer vertragen haben mit der Organisation und Verfilzung eines Fußballvereins. Enttäuscht bin ich nicht, habe ich von diesen Herren nichts anderes erwartet. Fordern werde ich es aber immer wieder:

Schließt die Reihen, wendet euer Gesicht denjenigen zu, die uns kontrollieren, gängeln, und am Ende vertreiben gedenken – Seid souverän, autonom und Sankt Pauli.
Oder geht.

Es gibt kei­nen Mit­tel­weg, ihr müsst euch ent­schei­den, auf wel­che Seite ihr steht und ich habe Angst, dass alle un­se­re Träu­me und Hoff­nun­gen aber­mals bit­ter ent­täuscht wer­den, wenn ihr eure Wahl trefft. Ger­not, der du an die­ser Kriegs­er­klä­rung mit­wirkst. Du meinst es so gut, du hast so viel ge­lernt, wir haben so viel ge­spro­chen, und du bist ein her­zens­gu­ter Mensch. Lei­der zeigt das nur deut­lich, dass du genau weißt, was du tust. Bernd, ich er­in­ne­re mich wie ges­tern an die Hand­schlä­ge und un­se­re Gra­tu­la­tio­nen zur Prä­si­dent­schaft noch auf der Bühne des CCH. Du, der Schat­ten­prä­si­dent mit Am­bi­tio­nen, der tolle Typ. Dass du den “Kodex” un­ter­schrie­ben hast, ob­wohl du genau wuss­test, wel­chen Weg die­ser ebnen soll­te und dass es in un­se­rem Ver­ein, in des­sen Namen du das getan hast, tief­ge­hen­de Dis­kus­sio­nen zu den The­men gibt – ich konn­te es nicht fas­sen. Ist das wirk­lich der geile Ehr­geiz, der reine Op­por­tu­nis­mus dem Ver­band ge­gen­über? Ste­fan, gibt’s dich noch? Jens, Tjark, wo steht ihr?

… via basch
… der Autor ist Mitglied im „Club der 39“

Diffidati con noi, bedeutet „die Ausgesperrten mit uns“

… und bezeichnet im Fussballkontext die Solidarität mit den Fans die bspw. durch Stadionverbote oder andere Ordnungsmaßnahmen nicht dabei sein können.

Diffidati, die Verwarnten, die Verdächtigten

Ich musste auch googeln, und nun ausgerechnet bei wer-weiss-was bin ich auf die Antwort gestoßen. Nu kann ich kein italienisch, aber weiß genug über die Vorgänge bspw. beim Schweinske Cup, dass Stadionverbote oft willkürlich und wie in unserem speziellen Fall geradezu Unrecht sind.

In diesem Sinne ein solidarisches „Diffidati con noi“ nach Süden.

ps Pinkmacabre hat das passende Merch im Angebot: Diffidati con noi T-Shirts und Hoodies

Diifidati con noi T-Shirt
Diifidati con noi T-Shirt

Fairplay, Affekt und strukturelle Unsportlichkeit – Lieber Emotion (Zambrano), als Kalkül (Rösler)

Ich habe meine Wahl schon vor langer Zeit getroffen und ich treffe sie permanent wieder. Ich wähle das Gefühl, ich wähle den Underdog. Ich wähle Carlos Zambrano.

Die Alternative gefällt mir nämlich nicht, sie hieße Norbert Meier, der zu einem Spieler wie Rösler führt und einer eingefleischten, strukturellen Ekeligkeit, die es sich nicht anmaßen darf, von Fairplay zu faseln.

Als ich in der sechsten Klasse war, da hatte ich einen Mitschüler, den alle gefürchtet haben. Ich auch. Thorsten J. war nicht besonders stark, aber er war ausdauernd in seiner Pöbelei und skrupellos. Eines Vormittags im Sportunterricht, wir durchliefen gerade einen der gefürchteten Boden-Parcours unserer Sportlehrerin, war ich vor ihm dran. Immer piekste er mir in die Seite, wenn ich vor ihm wartete, immer wieder. Nicht besonders schlimm, aber fies und unangenehm. Vor allem hörte er nicht auf. Als ich zuviel hatte, drehte ich mich um und erwischte ihn – mehr aus Versehen, als gewollt – mit meiner halb geballten Faust am Kinn. Er verdrehte verdutzt die Augen und fiel in eine kurze Ohnmacht. Erschrocken lief die Lehrerin herbei und schaute mich entsetzt an, als Thorsten schon wieder zu sich kam. Alle Mitschüler berichteten, dass Thorsten mich die ganze Zeit fies belästigt hatte. Und die Sache war nach einer Ermahnung gegessen. Als sich herumsprach, dass ich den gefürchteten Thorsten KO geschlagen hatte, begann eine sehr angenehme Zeit an der Schule. … und heute musste ich wieder an diese Geschichte denken.

Vielleicht ist es dieses Erlebnis, das mir Menschen und emotionale Affekte, wie die von Carlos Zambrano und auch Zinedine Zidane damals, so sympathisch und die Röslers dieser Welt so unsympathisch machen. Ich habe meine Wahl getroffen – und denke nicht im Leben dran, eine „hohe Strafe“ für Carlos zu fordern, nicht nachdem sich das perfide System Meier-Rösler, als so effektiv erfolgreich zeigt, das die strukturell und offensichtlich unsportlich Agierenden bevorzugt und die im Affekt Handelnden bestraft werden.

Nach einem Foulspiel hatte Carlos Zambrano in der 73. Minute der Begegnung von Schiedsrichter Wolgang Stark die Gelb-Rote Karte gesehen. Im Anschluss an den Platzverweis war es zu dem Vorfall zwischen Zambrano und Rösler gekommen. Aufgrund der Sperre aus dem Feldverweis sowie durch das ergangene Urteil steht der Innenverteidiger seinem Club erst wieder beim vorletzten Saisonspiel in Dresden zur Verfügung. Der FC St. Pauli wird keine Berufung einlegen, sondern das Urteil akzeptieren. – fcstpauli.com

DFB: No ghost match on the terraces – 50.000 Euro fine for throw of recording paper roll

Gernot did it. Vice President Gernot Stenger presented the appeal of FC St. Pauli today at the sports judge at the headquarter of the german football association (DFB) in Frankfurt (Main) – and he succeeded. There will be no ghost match against Union Berlin but a fine for throwing a roll of recording paper.

ReaCTIONS AT FCSP.COM:

Der Vorsitzende Richter Goetz Eilers äußerte sich in seiner Urteilsverkündung wie folgt: „Der FC St. Pauli wird wegen mangelnden Schutzes des Gegners zu eine Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro verurteilt. Wir haben diesen Fall dezidiert und separat von anderen Vorfällen behandelt. Es liegt kein Hooliganismus oder Fanatismus vor, keine Schädigungsabsicht und kein Aggressionsverhalten.“

Dr. Gernot Stenger empfindet das Urteil angemessener als das vorherige: „Wir begrüßen, dass es keinen Teilausschluss geben wird und das Gericht unseren Argumenten gefolgt ist. 50.000 Euro ist viel Geld und die Strafe ist hoch. Dies ist jedoch das Resultat aus der Vorgeschichte, die wir haben. Wir wissen, dass es die allerletzte Verwarnung ist.“

… interesting words on blog Lichterkarrussel

Hinweis: Alle Stehränge am Millerntor geöffnet heute Abend!

Das Urteil des DFB gegen den FC St. Pauli in Sachen „Kassenrollenwurf“ hat nicht nur für eine Welle der Empörung in unserer Fanschaft geführt, sondern auch für viel Verunsicherung unter den Zuschauern: Sind denn heute Abend beim Spiel gegen den KSC nu die Stehränge in der Nord und der Süd gesperrt? NEIN, sind sie nicht – stellt auch nochmal der FCSP fest:

Die Stehplätze im Bereich der Süd- und Nordtribüne sind zum Heimspiel des FC St. Pauli gegen den Karlsruher SC definitiv nicht von einer Sperrung betroffen.
Continue reading

Spieltage 2. Bundesliga terminiert: FC St. Pauli Termine für den Rest der Saison

Los geht der Endspurt um die Radkappe 2011/2012 an einem Montag, beim Spitzensuperduperaifsteigeraspiranten Düsseldorf, dann noch schwer zu koordinierende Highlights gegen Union (Heim am Dienstag) und gegen das putzige Greuther Fürth am späten Freitag Nachmittag.

Ob wir da mal deren Aufstieg feiern diesmal ;)?

28. Spieltag
Montag, 02.04., 20.15 Uhr: Fortuna Düsseldorf – FC St. Pauli

29. Spieltag:
Sonnabend, 07.04., 13.00 Uhr: FSV Frankfurt – FC St. Pauli

30. Spieltag:
Dienstag, 10.04., 17.30 Uhr: FC St. Pauli – 1. FC Union Berlin

31. Spieltag
Freitag, 13.04., 18.00 Uhr: SpVgg Greuther Fürth – FC St. Pauli

32. Spieltag:
Sonntag, 22.04., 13.30 Uhr: FC St. Pauli – WTF is Hansa Rostock

33. Spieltag:
Sonntag, 29.04., 13.30 Uhr: SG Dynamo Dresden – FC St. Pauli

34. Spieltag:
Sonntag, 06.05., 13.30 Uhr: FC St. Pauli – SC Paderborn

DFB-Urteil: St. Pauli geht in Berufung

Der FC St. Pauli wird den Ausschluss von 5.800 Fans, wie vom DFB geurteilt, nicht vollziehen. „Wir werden in Berufung gehen und die Entscheidung der ersten Instanz nicht akzeptieren.“, sagte Gernot Stenger, Vizepräsident auch für Fanangelegenheiten heute: „Das Urteil ist aus unserer Sicht zu hart ausgefallen. Auch wenn das Gericht das Auftreten des Werfers gewürdigt und die Strafe im Verhältnis zum Strafantrag mehr als halbiert hat. Dennoch: Der Täter hat sich freiwillig gestellt und glaubhaft versichert, dass er nicht gezielt auf das Spielfeld oder gar auf den Spieler geworfen hat. Danach halten wir einen Ausschluss von 5800 Zuschauern nicht für angemessen.“

Via fcstpauli.com

5.800 weniger, sind 5.800 zuviel – FCSP kämpfe!

Der DFB soll, fcstpauli.com zufolge, die Strafe für den Kassenrollenwurf beim Spiel gegen Eintracht Frankfurt im Einzelrichterverfahren nach St. Paulis Widerspruch von ursprünglich 13.000 gestrichenen Stehplätzen auf 5.800 reduziert haben.

Noch ist mir nicht bekannt, ob der FC St. Pauli diese Strafe angenommen oder weitere „echte“ juristische Mittel einzulegen gedenkt. Ich möchte es meinem Verein raten, das zu tun. Denn einer DFB-„Rechtsprechung“, die so willkürlich straft, dass bspw. Becherwürfe in Stellingen anders behandelt werden, als ein offensichtliches Versehen (oder Schallkanonenangriffe auf Dortmunder Fans in Hoffenheim, oder oder), ist kein Referenzsystem, dem wir uns unterwerfen sollten.

Würde MagischerFC Blog noch bloggen, würde er seine Forderung wiederholen: SEID ENDLICH MAL UNESTABLISHED! – FC St. Pauli erstreite unser Recht vor einem ordentlichen Gericht!

Update:
„Jetzt hat das Sportgericht das Urteil gesprochen: mäßiger Teilausschluss für ein Heimspiel. Betroffen sind die Stehplätze der Nord- (Blöcke G und H) und Südkurve (Blöcke A, B, C). Der Verein kann innerhalb einer Woche Berufung einlegen.“ via fcsp.com

Nachtrag: Ich schliesse mich der basch und ihrer Forderung hiermit an –

„Wir er­war­ten von un­se­ren Ver­tre­tern, dass sie die­ses per­fi­de Spiel eines völ­lig außer Kon­trol­le ge­ra­te­nen Ver­bands end­lich nicht wei­ter mit­spie­len und keine Stra­fe ak­zep­tie­ren, die über eine Geld­stra­fe von we­ni­gen Tau­send Euro hin­aus­geht. Eine Sper­rung von Sta­di­on­be­rei­chen als Stra­fe für eine Cho­reo-?Pa­pier­rol­le aus der Fan­kur­ve ist in kei­ner Weise ak­zep­ta­bel! Noch vor we­ni­gen Jah­ren wur­den die Pro­gno­sen, wie der DFB den “sau­be­ren Fuß­ball” for­cie­ren möch­te, wie er die Leute, die den Fuß­ball für De­ka­den aus­ge­macht haben, aus dem Sta­di­on drän­gen will, wie er die klas­si­sche Fan­kul­tur töten, seine Funk­ti­on als Sport­ver­band auf­ge­ben und den Weg für die to­ta­le Ver­mark­tung und Geld­ma­che­rei frei­ma­chen will – diese Pro­gno­sen wur­den von Fans da­mals mit den ab­sur­des­ten Bei­spie­len ver­se­hen. Heute müs­sen wir fest­stel­len, dass die Rea­li­tät noch deut­lich ab­sur­der ist.“

Teilausschluss

Der DFB Kontrollausschuss plädiert für einen Teilausschluss der Fans und Zuschauer des FC St. Pauli. Als Strafe für den mißglückten Abrollwurf einer Kassenrolle.

Möglicher Termin für dieses halbtote Spiel (halbes Geisterspiel geht ja schlecht. Halb-Geist ist dann ja wohl sowas, wie ein büschen schwanger) ist das erste Heimspiel nach Verurteilung. gegen Eintracht Frankfurt, die sich über die vermeintlich geistreiche Aufstiegsuntertützung freuen dürften. Sic!

Nach inquisitorischen Maßstäben, ist die Lage eindeutig. Vorbestrafter Fußballverein wird Wiederholungstäter, und Zack. Und ebenso wird es kommen. Zeit, sich gegen diese Willkür zu wehren (formal und nach Außen). Gegen einen Strafbescheid dieser Provinzfürsten muss man sich nu gerichtlich wehren. Eine Chance, diese pseudo-Rechtsprechung aufzubrechen.

Aber was machen, wenn das „Urteil“ bestand hat? Was wird gesperrt? Die Süd? Bleiben wir alle vor dem Stadion mit unseren bezahlten Tickets und Dauerkarten? Wäre da Solidarität möglich, zwischen altem Stamm und USP, zwischen Hauptsitzern und Nordsehern?

Eine Art „Kessel Hamburger“, alle, die im Stadion zugeschaut und supportet hätten, singen und tanzen rund ums Millerntor gegen diese Willkür und zum Ruhme unserer Magie, so dass man unseren Gesang noch in Frankfurt hört.

Fast freute ich mich schon auf dieses Szenario. Gegen den modernen Fussball, der uns mit solchen Aktionen nichts wegnehmen kann. Im Gegenteil, aux Armes!

4000 Euro für eine Pyro-Fackel – Hannover 96, der DFB und die Frage der Gerechtigkeit eines Sportgerichtes

Ein Fan von Hannover 96 muss für das Abbrennen von Pyrotechnik 4000 Euro zahlen. Die Niedersachsen gaben die durch den DFB verhängte Geldstrafe an den Anhänger weiter.

… lese ich bei RevierSport, dass der Verein Hannover 96 die DFB Strafe für das Abbrennen eines Pyros, einer bengalischen Fackel im Stadion, voll an einen eigenen Fan weiterzugeben gedenkt.

„Dieses Vorgehen ist nach meiner Auffassung alternativlos“, wird ebenda 96-Präsident Martin Kind ziztiert. Und weiter: „Wir werden auch künftig die ermittelten Täter zur Rechenschaft ziehen und vom DFB oder von der UEFA ausgesprochene Geldstrafen an die Verursacher weitergeben.“

Ich frage mich: mit welchem Recht? Ist ja schon schlimm genug, so aus Bürger- und Fansicht, dass sich die Vereine der mindestens hinterfragenswürdigen DFB-Gerichtsbarkeit unterwerfen. Aber das tun wir Besucher ja nicht. Und hier wäre es mal interessant zu erfahren, wie das deutsche Gerichte sehen, wenn sich dieser Fan wehrt. Die müssen nämlich, anders als der DFB, diese Handlung in ein Verhältnis setzen. Ist jemand verletzt worden? Ist die „Strafe“ angemessen? Hätte Hannover 96, wenn es vorhat, den „Schaden“ geltend zu machen, nicht vorher Rechtsmittel ausschöpfen müssen, um ihn, den Schaden, zu begrenzen?

Juristische Fragen, die ich gerne an die Juristen und juristisch Vorgebildeten unter meinen Lesern weitergebe. Die gesellschaftliche Frage allerdings, die möchte ich mit euch diskutieren, auch mit meinem Verein, der ja im Falle des Becherwerfers vor ähnlichen Überlegungen steht. Darf ein Verein eine Strafe, einen Schaden, dem er sich freiwillig unterwirft weitergeben an jemanden, der das nicht tut?

Ich meine NEIN. Und ich würde mich freuen, wenn dieser Hannoveraner das vor Gericht ausficht. Allein, um die Frage in die öffentliche Diskussion zu bekommen, ob die DFB-Gerichte überhaupt noch maßvoll „bestrafen“? Vergleicht das mal mit Strafen und Bußgeldern im Straßenverkehr … Um 4.000 EUR Strafe zu bezahlen, muss man schon einiges mehr anstellen, als Fackeln abzubrennen.

p.s. – habe die Frage auch mal bei wer-weiss-was gestellt …

DFB-Urteil im „Nazi-Naki“-Ohrenskandal – DFB revidiert Strafe für den FC St. Pauli

 CC by Bestimmte Rechte vorbehalten von Arty Smokes (deaf mute)

Der DFB hat in einem so genannten Einzelrichterverfahren – das stelle ich mir immer so vor, dass Sportrichter A. mit sich im Café sitzt, bei einem Galao mit oder ohne Schuss, und in Selbstgesprächen verhandelt – nun also entschieden, dass Hansa Rostock ein Geisterspiel absolvieren und der FC St. Pauli 8.000 EUR Strafe zahlen soll. Beide Strafen sind wegen des Pyroeinsatzes (FCSP-Begalos hocgehalten; HRO Raketen geschossen) erfolgt.

Wegen besagter Vorkommnisse wurden auch die Hamburger bestraft. Das Sportgericht verurteilte St. Pauli heute im Einzelrichter-Verfahren zu einer Geldstrafe in Höhe von 8000 Euro. Das Strafmaß wurde gegenüber dem ursprünglichen Antrag des Kontrollausschusses, in dem 20.000 Euro gefordert worden waren, um 12.000 Euro reduziert, da sich anhand von neuem Beweismaterial nachweisen ließ, dass beim Skandieren der Mannschaftsaufstellung keine diskriminierenden Rufe der Gästefans vorlagen. (Quelle: DFB.de)

… wie zu erwarten war, hatte der FC St. Pauli die Strafandrohung des Kontrollausschusses nicht akzeptiert. Die diskrimierenden Rufe der Hansa-Fans hat der DFB immer noch nicht zur Kenntnis genommen. Auf dem rechten Ohr scheint er immer noch taub. Immerhin das linke hat er sich durchpusten lassen, Youtube sei Dazke.

Naki-Nazi: FC St. Pauli legt im Ohrenskandal des DFB Widerspruch ein

Der DFB hat sich verhört und nun soll der FC St. Pauli für angeblich „diskriminierende Rufe“ bei der Aufsage der Mannschaftsaufstellung von Hansa Rostock die Rekordsumme von 20.000 EUR zahlen. Der DFB-Spielbeobachter (sic!) hat statt „Naki“, „Nazi“ verstanden.

Nun hat der FC St Pauli reagiert – und wie zu erwarten war, der Strafandrohung widersprochen:

Der DFB-Kontrollausschuss forderte in seiner Anklageschrift eine Geldstrafe von 20.000 Euro. Diese setzte sich zusammen, weil zum einen während der Partie Pyrotechnik im St. Pauli-Block gezündet wurde. Zum anderen sollen die Fans des FC St. Pauli bei der Verlesung der Mannschaftsaufstellung von Hansa Rostock diskriminierende Äußerungen skandiert haben. Dieser Darstellung hat der Club in seiner Stellungnahme an den DFB nicht zugestimmt. Nun wird das Sportgericht über den Sachverhalt entscheiden. (fcstpauli.com)

Der DFB reagiert auf massive Kritik an seiner Strafandrohung gegen den FC St. Pauli #Naki

Was war passiert?

Der DFB hatte gestern seinen Kontrollausschuss Strafen für Hansa Rostock und den FC St. Pauli formulieren lassen, die den Vereinen bis Dienstag zur Sellungnahme vorliegen. Darin fordert das Gremium für Hansa Rostock ein „Spiel ohne Öffentlichkeit“ durchzuführen, und dem FC St. Pauli 20.000 EUR Strafe aufzubrummen.

Begründet wurde diese saftige Strafforderung damit, dass St. Paulifans beim Aufsagen der Aufstellung von Hansa Rostock „diskriminierendes“ gesungen haben sollen.

#Naki

Tatsächlich hatte der braunweisse Blog, Video-belegbar, jedem Hansa-Spieler den Nachnamen Naki verpasst, ganz im ironischen Sinne der Heldenwerdung unseres Deniz Naki. Dass dieser nun als „diskriminierender Ruf“ zu Werten sei, ist dann aber doch so abstrus, dass zum einen man annehmen muss, der DFB und seine Protokollanten haben wohl „Nazi“ verstanden und zum anderen deswegen merkwürdig, weil die immerwährenden und naiven Versuche des Rostocker Anhangs, unsere Fans und Spieler als „schwul“ zu diffamieren, nicht einmal Erwähnung finden.

Ironie als Selbstschutz

Gestern nun entspann sich über Twitter und Blogs ein so genanntes Meme, das diesen peinlichen Fauxpas des DFB aufnahm. So wurde unter anderem eine gründliche „Entnakifizierung“ des Zecken-Anhangs gefordert.

Auch müssen sich etliche St. Paulianerinnen beim DFB beschwert haben, denn uns erreichte via Facebook folgendes Schreiben, das anscheinend vom DFB stammt: Continue reading

Der DFB und seine Ohren-Sessel

Ein Heimspiel ohne Zuschauer Strafe für Hansa Rostock. 20.000 EUR Strafe für den FCSP und ein DFB Kontrollausschuss, der nicht richtig hört.

… das ist die Kurzform des Urteils-Antrages, den der Kontrollausschuss des DFB heute den beiden Vereinen zugestellt hat. Ein Spiel ohne „Öffentlichkeit“ ist imho eine sehr milde Strafe, wenn man sich vergegenwärtigt, dass Raketenangriffe und Massenbejubelungen derselben dieses Ausmaßes beispiellos sind im deutschen Fußball. Rostock steigt wohl gerade wieder im Status als wichtige Region.

Hansa Rostock war in dieser Saison wegen Fehlverhalten seiner Zuschauer vom DFB-Sportgericht unter anderem zu einem Ausschluss der Rostocker Anhänger bei den Auswärtsspielen am 30. September in Aue und am 21. Oktober in Düsseldorf verurteilt worden. Dr. Anton Nachreiner, der Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses: „Deshalb halten wir jetzt eine härtere Sanktion für angebracht.“

Geldstrafe für den FC St. Pauli, nun gut. Damit hatte man gerechnet. Aber dass „Naki, Naki“-Rufe „diskriminierend sein sollen, erschließt sich mir nicht. Ich kann mir nur vorstellen, dass die DFB-Funktionäre da „Nazi, Nazi“ verstanden haben. Und das wäre ja nun in der Tat überall diskriminierend, außer in Rostock.

Im Strafantrag für St. Pauli ist außerdem vermerkt, dass die Gästefans bei der Bekanntgabe der Rostocker Mannschaftsaufstellung diskriminierende Äußerungen skandierten.

Dazke DFB.

Delinquenzerzeuger DFB #Pyrotechnik

Der DFB erklärt den Ultra-Szenen in Deutschland den Krieg. So lese ich das, wenn der Verband auf stur stellt und das Abbrennen von Feuerwerkskörpern zur Strafsache stilisiert:

DFB und Ligaverband beenden Diskussion um Pyrotechnik

„Sicherheit hat Priorität“: Generalsekretär Niersbach
Mit einer klaren Absage an Pyrotechnik, der konsequenten Zusammenarbeit mit Polizei und Justiz sowie der Gründung einer „Task Force Sicherheit“ will der deutsche Fußball die Anstrengungen gegen Ausschreitungen fortsetzen.

Das ist eines der Ergebnisse des heutigen Spitzengesprächs zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der Deutschen Fußball-Liga (DFL) in Frankfurt, an dem DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, Ligapräsident Dr. Reinhard Rauball sowie DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach und der Vorsitzende der DFL-Geschäftsführung, Christian Seifert, teilnahmen.

Pressemitteilung

Pyro-Fan-Gewalt-Debatte: Dynamo Dresden gibt Gästekarten-Kontingent zurück – „Gästeblock, Gästeblock“ …

Die SG Dynamo Dresden (wird) auf das komplette Gästekartenkontingent für das Auswärtsspiel des 16. Spieltages beim FC St. Pauli, am 27. November 2011, verzichten und den gesamten Gästeblock für die Fans der gastgebenden Mannschaft zur Verfügung stellen. Außerdem werden die Verantwortungsträger der SGD den FC St. Pauli bei der sicherheitstechnischen bzw. organisatorischen Umsetzung dieser Maßnahme vor Ort am Millerntor in Hamburg unterstützen und für mögliche, daraus resultierende finanzielle Verluste entschädigen. Über diesen freiwilligen Verzicht wurden sowohl der Deutsche Fußball-Bund, im Zuge der Stellungnahme zu den Vorkommnissen in Dortmund, als auch der FC St. Pauli am vergangenen Freitag vorab informiert.

… lese ich auf der Website von Dynamo Dresden und mir wächst ein Kloß im Hals und einer im Bauch. Das ist also die Folge einer Debatte, die selten undifferenziert Pyros und Gewalt-bereite Fans (vor dem Spiel in Auseinandersetzung mit ggf. ebenfalls Gewalt-bereiten Polizeibeamten) durchlauferhitzt zu einer Stimmung, in der sich Fußballfans in mediale Geiselhaft genommen fühlen dürfen (Schöner Text bei schwarz-gelb dazu). Andererseits, das habe auch ich immer wieder gefordert, dass sich die Vereine die Probleme mit ihren Fans zu eigen machen, als ersten Schritt hin zu irgendeiner Entwicklung – und das macht Dynamo Dresden nun. Treibt die Konsequenzen auf die Spitze. Ist das der Beghinn vom Ende der Auswärtsfahrt?

***
Nun, die Pyrodebatte können wir gerne führen. Ich bin da sowohl bei den Ultras, die dieses Stilmittel einsetzen wollen, als auch bei den Befürwortern einer gesonderten Abbbrennzone, und erwarte vom DFB, dass er in Fragen der Versicherung solcher Choreos nicht den einfachsten Weg geht, sie zu verbieten, mithilfe von doofen Medien zu skandalisieren, ihre Benutzer zu kriminalisieren und eine ganze Gruppe von Menschen zu gängeln. …

-> weiterführende Infos dazu bei Stadionwelt, Kampagne Pro Pyros, Pyro-kritische Argumente finden sich bei Santa-Pauli
***

Nun wird der Gästeblock also noch leerer sein, was Gäste-Fans angeht, als der von Rostock seinerzeit oder der des FSV beim letzten Heimsieg. Und wir sollten uns etwas ausdenken, was wir als Beitrag zu Debatte beitragen können. Wechselgesänge mit dem „Gästeblock“ vielleicht. Nicht für oder gegen ein Team, sondern solidarisch mit den Nicht-eingeladenen Dresdnern.

DFB-Becherwurf-Urteil: kein Geisterspiel – Platzsperre für Saison 2011/2012

„vor ca. 10 Minuten ist das Urteil im Becherwurf-Revisionsprozess gefällt worden.“ – lese ich in der Mailingliste der Netpirates und bin erleichtert, denn es schaut so aus, als wenn ein Geisterspiel gegen Werder Bremen abgewendet werden konnte:

»Soweit ich verstanden habe, ist der FC St.Pauli dazu verurteilt worden, in der kommenden Saison ein Heimspiel mindestens 20 km (?) entfernt vom Millerntor und vor der Hälfte der möglichen Zuschauer – also 12.500 – auszutragen.«

Das hieße, dass wir in dieser Saison regulär gegen Werder Bremen und Bayern spielten ….

Macht-Arithmetik: 96 ./. 50+1

Wenn die Seele fehlt und damit das wichtige, das lebendige am Image (oder wenigstens dessen Spurenelemente), dann hilft eben nur noch, alles zu verrammschen. Das ist meine persönliche Meinung zum Phänomen 50+1-Regelung.

Kein Wunder also, dass nicht Vereine, wie St. Pauli (vgl. http://s.ringfahndung.de/1n9), VfL Bochum oder Freiburg sich hierzu regen, sondern …

„Hannover 96 hat offiziell Klage gegen die bestehende 50+1-Regelung beim Ständigen Schiedsgericht eingereicht. Innerhalb einer sechswöchigen Frist hat der Ligaverband nun die Möglichkeit, auf die Klage-Einreichung zu reagieren.“ (via DFL Presse)

(Die bestehende 50+1-Regelung sieht vor, dass Investoren bei den Clubs des Ligaverbandes DFL nicht die Stimmenmehrheit übernehmen können)

FC ST. Pauli – Fans und Verein diskutieren über Anstand und Fanverhalten

Die interne Diskussionskultur beim magischen FC ist ja legendär – und wichtig – sie funktioniert.
Ich wünsche mir, dass sie auch die erreicht, die das Millerntor und andere Stadien, wie in Bremen und Rostock, in „unserem“ Namen als Bühne für Krawall missbrauchten (http://s.ringfahndung.de/3e ).

„Über 350 Fans des FC St. Pauli trafen sich am Montagabend im Ballsaal der Südtribüne, um gemeinsam mit Vereinsvertretern über vermeintliches oder tatsächliches Fehlverhalten der eigenen Fan-Szene zu diskutieren. Die hohe Teilnehmerzahl sowie der Verlauf des vom Fanladen organisierten Abends zeigte deutlich, dass es ganz offensichtlich Probleme gibt, die angegangen
werden müssen. Die Vielschichtigkeit der Problemlage macht aber auch deutlich, dass es mit einfachen Lösungen nicht getan ist. So konnten
etliche Teilbereiche gestern nur angekratzt werden und in noch folgenden Runden muss versucht werden, sich der Teilaspekte lösungsorientiert und praxisnah zu nähern. Zumindest in einem Punkt schien die Menge einen Konsens zu erzielen: Es täte dem Verein und seiner Fanszene gut, wenn sich alle Beteiligten Mühe gäben, künftig in Konfliktsituationen etwas
gelassener zu reagieren, althergebrachte Feindbilder auf ihre Sinnhaftigkeit zu überprüfen und sein eigenes Tun auf eine mögliche
Außenwirkung zu reflektieren. ?Es war auf jeden Fall eine gute Veranstaltung. Jetzt besteht die Aufgabe darin, die vorgetragenen Ideen
und Vorschläge umzusetzen und in die entsprechenden Gremien, seitens des Vereins und der Fanorganisationen zu geben?, so Justus Peltzer vom Fanladen St. Pauli.“