Gefahrengebiet Hamburg

Die Hamburger Polizei hatte im Zuge des angeblichen Angriffes von Anhängern des FC St. Pauli auf die Davidwache auf der Reeperbahn ein umstrittenes und verfassungswidriges Gefahrengebiet erlassen, das einen großen des westlichen Stadtgebietes von St. Pauli, Altona Altstadt, Ottensen und dem Schanzenviertel umfasste.
St. Pauli, Altona – großes Gefahrengebiet der Polizei
Diese Maßnahme beschränkte die Bewegungsfreiheit tausender Bürger und wurde vielfach kritisiert. Die Hundertschaften der Polizei stellten bei ihren hunderten Überprüfungen und Platzverweisen lediglich einige Silvester-Knaller, vielfach getrocknete Petersilie und eine Klobürste sicher. Letztere wurde zum Symbol des zivilen Widerstandes gegen diese überzogene Maßnahme und machte den Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz und Innensenator Michael Neumann in der ganzen Welt (unter anderem berichtete die New York Times darüber und das US-Außenministerium erließ eine Reisewarnung für US-Bürger für Hamburg) und in der 20 Uhr tagesschau lächerlich.
Klobürste und ziviler Ungehorsam
Unter massivem öffentlichem Druck wurde das Gefahrengebiet ergebnislos aufgelöst. Hamburger Gerichte werteten das Erlassen der Polizei-Sonderzone, in der weitgehende Grundrechte außer Kraft gesetzt wurden, als verfassungswidrig. Bis heute sind deren politische Urheber, Michael Neumann und Bürgermeister Olaf Scholz im Amt.