Fans gegen Gernot Stenger – JHV Antrag zur Abwahl gestellt

Ehrlich gesagt war ich überrascht, als ich gestern in den Anträgen zur JHV auch einen zur Abwahl Gernot Stengers als Vize-Präsident gefunden habe.

Gernot hat sich – neben den Meriten, die er sich imho bei der Verteidigung des Becherwerfers verdient hat – auch in meinen Augen Klopper geleistet, die seinen Titel, nämlich Vize für Fanbelange zu sein, zu einer Provokation werden lassen.

Mich wundert nur, dass er so alleine im Kreuzfeuer steht. Oder denkt hier einer von euch, dass Gernot da ohne Rücksprache oder wenigstens schweigender Zustimmung zum “Präsidenten” Orth oder zum “Präsidenten” Spies handelt?

Wie auch immer, die JHV wird selbstverständlich auch für diese beiden Herren zur Gretchenfrage. Selbst wenn der Antrag knapp scheitert, ist dieses Präsidium unkittbar beschädigt und alles andere als der abendliche Rücktritt wäre bitter peinlich.

Aber wer ist denn die Alternative, lieber Aufsichtsrat?

Der Jolly Rouge bleibt!

Der Jolly Rouge ist ein Protestsymbol, seiner Zeit entworfen in einer Forumsdiskussion als Banner unter dem sich die Kritik am (heute immer noch) amtierenden Präsidium des FC St. Pauli sammeln sollte. Aber schon nach seinem eindrucksvollen und massenhaften Erscheinen im Frühjahr 2010 war er mehr. Der Jolly Rouge war auch zu einem Symbol der Verständigung geworden zwischen den Kurven, Gegengeraden, Nordkurve und Süd; zwischen den Generationen von St. Paulianer_innen, Ultras, Gegengeraden-Gerds und Nordstehern, ja, und um das Rund vollzumachen, der Haupttribüne. Und es wurde schnell klar, dass sich die Kritik an der Politik unserer Funktionäre nicht auf einen Zeitraum beschränken ließ. LED-Banden, Business-Seats und Susis Showbar waren nur Symptome einer Einstellung, hinter der nicht wenige über die Zeit eine Strategie entdecken konnten, nämlich nicht nur das Angesicht des Millerntor zu verändern, sondern seinen Charakter gleich mit.

Deswegen schrieb ich im Januar 2011 in meinem Artikel “Warum der Jolly Roger bleiben soll”:

Motten wir, motte ich meinen Jolly Rouge wieder ein?
Nein, und das hat einen guten Grund: der Jolly Rouge ist ein Symbol für die wehrhafte Fanschaft geworden, wie es der Jolly Roger einmal war. Mit dem konnte man auch nicht “formal” konferieren. Außerdem kann man den nicht an französische Konzerne verkaufen. Der bleibt!

… und fühle mich durch das Handeln und Nicht-kommunizieren unseres Präsidiums um Stefan Orth, Gernot Stenger und Bernd Spies bestätigt.

“Das sind die neuen Farben von St. Pauli”

Im Heimspiel gegen Schalke 04 schwenkte ich meinen Jolly Rouge im Ballsaal auf der Süd und traf eine Menge alter und gesetzter Anhänger unseres magischen FC – und ich war überrascht von der Zustimmung zum Jolly Rouge und dem, was hinter der sozialromantischen Idee steckt. Ein älterer Herr fragte mich dann, wo er den Schal mit dem neuen Symbol St. Paulis denn kaufen könne. Und da wurde mir klar, dass sich strukturell etwas verändert hatte. Die alten Konfliktlinien zwischen Vereins-Establishment und Fanschaft waren wieder aufgebrochen … und Orth und Co. vertiefen sie mit ihrer Unverbindlichkeit täglich.

Die Aussagen von USP zum Jolly Rouge haben mich heute morgen in meinen Gedanken bestärkt – und ich frage mich, ob einer der Präsidentendarsteller in der Geschäftsstelle ahnt, was er da angerichtet hat:

Selten gab es ein Präsidium und eine Geschäftsführung, die so vehement die kritischen Stimmen der Mitglieder ignoriert hat, und einen Schlangenlinienkurs zwischen Faninteressen und DFB-Wahnsinn fährt und damit nicht nur für völlige Konfusion sorgt, sondern es unmöglich macht eine Ebene des Vertrauens aufzubauen.
Der Jolly Rouge ist zurück und diesmal wird er sich nicht von vagen Versprechungen und Ankündigungen von regelmäßigen Treffen zwischen den Vereinsebenen blenden lassen. Diesmal bleibt er, bis der Jolly Rouge und bis wir unser Ziel erreicht haben und das Herz von Sankt Pauli als hinreichend wertgeschätzt ansehen!

Jolly Rouge Video

Bundesliga Match against Aalen
The Supporters of the St. Pauli Football Club show their protest with the red Jolly Roger
– Keine Gefangenen!

Download Jolly Rouge Video

Meggi rein – Bullen raus

Eben, so melden es Fan-Organisationen einhellig, soll Stefan Orth auf der FC St. Pauli Pressekonferenz gesagt haben, dass die Domwache extern realisert werden soll – und dass Thomas Meggle mit Schulle und Matze Hain kommissarisch (sic!) die Leitung des Teams übernehmen.

Gestern schrieb ich aus dem Stadion in unsere Facebook-Seite: “Meggi rein – Bullen raus” – aber so richtig vorstellen konnte ich mir das nicht. Ich freue mich, dass Stefan Orth und Co. vernünftig genug sind, diese Richtungsentscheidungen zugleich zu treffen – und auch noch im sozialromantischen Sinne.

Details folgen – aber heute ist erstmal ein Tag zum Feiern!
Alleez braunweiss – Alleez FCSP Museum 1910

Heute in Rot ans Millerntor

… ich bin schonmal losgegangen …

Heimspiel gegen Aalen: ALLE IN ROT #JollyRouge

Jolly Rouge rising over St. Pauli Millerntor

Jolly Rouge rising over St. Pauli Millerntor
Foto: via magischergc

Es ist wieder Hamburger Wetter am Millerntor. Morgen steigt das Heimspiel gegen Aalen, und es wird mein erstes am Millerntor diese Saison. Und es wird sozialromantisch:

Die organsierte und desorganisierte Fanschaft des FC St. Pauli wiederbelebt den Jolly Rouge, den roten Jolly Roger, als Protest GEGEN EINE STADIONWACHE #Goliathwache – und FÜR EIN FCSP MUSEUM in der Gegengeraden.

Also: rote Schals, rote Pullover, rote Flaggen … MORGEN ALLE IN ROT!

ps wir haben Hamburger Wetter – und die Schönwetterfans bleiben zuhause (also ich meine nicht die aus Aalen!): Es gibt noch Karten für die NORD, unsere Wetterseite ;)

Für das Spiel am kommenden Dienstag (25.9.) um 17.30 Uhr gegen den VfR Aalen gibt es noch ca. 700 Stehplätze im Norden.

Ihr Miesepeter, könnt ihr denn nichts anderes, als Dagegen-Sein? #fcsp

Geht euch das auch auf den Geist? Das andauernde Dagegensein unserer Fanschaft, genauer dieses Blogs, und die vielen und ausdauernden Angriffe und das Herumkritteln an unserem Präsidium, an dem stummen Stefan Orth, dem selbstverliebten Bernd Spies und dem korrekten Gernot Stenger? An unserer Geschäftsleitung, Michael Meeske und seinen Kollegen von der Stadionbau-Gesellschaft?

Meint ihr, ich übertreibe es? Ok. Dann tut mir einen Gefallen: folgt mir nicht mehr (bei Twitter), ent-Liked mich und die Fanpage, die ich betreibe (bei Facebook), schmeißt mich raus (aus euren Feedreadern) – denn ich höre nicht auf. Continue reading