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50+1 Regel: Okes erster großer Sieg

50 Dollarnote. Foto: CC-by visualhunt.com

50 Dollarnote. Foto: CC-by visualhunt.com

Die Mitglieder der DFL haben in Frankfurt einem Antrag des FC St. Pauli zugestimmt, der im Wesentlichen das Ziel hat, die 50+1 Regel, nach der die Mitgliederversammlung eines Vereins immer die Mehrheit der Stimmen haben muss, zu erhalten. Das ist Okes erster großer Erfolg im geld- und machtgeilen Zirkus Bundesliga.

Sieg des FC St. Pauli über Bayern München und das Bundesliga Establishment

Ich denke dabei sofort an die Pressekonferenz zurück, in der der damalige Aufsichtsrat des FC St. Pauli verkündete, dass sie Oke Göttlich statt Stefan Orth als Präsidenten favorisieren. Begründet wurde das damals damit, dass man einen Mann an der Spitze brauche, der Visionen entwickelt und Strategien, sich dem kommerziellen Druck, der auf die Vereine der 1. und 2. Bundesliga vor allem auch via DFL und DFB ausgeübt werden wird, zu erwehren. Oke erschien vor alles deswegen geeignet, weil er als Vertreter eines Subkultur-Verbandes sich erfolgreich gegenüber den Großmuftis des Mainstream entgegen gestellt hat. Immer auch mit Mitteln, die dem Mainstream eigen sind.

Sein Gesellenstück, das Übertragen dieser Strategien auf den Profifußball ist Oke mithilfe seines versierten Adjutanten Andreas Rettig in Frankfurt gelungen. Die Mehrheit der Proficlubs (18) votierte auf der DFL Mitgliederversammlung im Frankfurter Sheraton Hotel für den Erhalt der Regel.

Oke und Andreas haben sich akribisch vorbereitet, wochenlang Argumente gesammelt, wie man hört. Dutzende Negativbeispiele von englischen Clubs analysiert, die beim Run auf das große Geld aus Russland oder den Emiraten auf der Strecke geblieben sind. Noch auf der Fahrt nach Frankfurt sollen sie ihre Argumente immer wieder durchgegangen sein. Mit Bayern Münchens Rummenigge, RB Leipzig, Leverkusen, Wolfsburg und Hannover 96 hatten sie aber auch mit energischer Gegenwehr zu rechnen.

Schützenhilfe von 3.000 Fußballfans und -organisationen

Das wichtigste Argument aber, überreichten zeitgleich Fanorganisationen dem DFB Präsidenten Rauball: 3.000 Unterschriften aus der ganzen Republik, die sich ebenfalls eindeutig für den Verbleib der Stimmenmehrheit in der Mitgliedschaft eines Klubs aussprachen.

:)

 

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