Werber auf Sankt Pauli

»Die eine Hälfte meines Herzens schlägt für die Werbung, die andere für meinen Verein. Ich bin der Meinung, dass Werbung im Stadion weder die Überhand gewinnen darf, noch vom Spiel und dem Support unserer Jungs ablenken darf. Auch muss darauf geachtet werden, dass langjährige Fans von der Haupttribüne an den Rand verbannt werden.«
Patrik S. (mit St.-Pauli-Tätowierung) ist Senior-Produktioner in einer Werbeagentur

»All diese Werte können auch bei einer Love Brand wie die des FC. St. Pauli ganz schnell kippen, sobald selbige markenstrategisch geführt und damit kommerzialisiert werden. … Fans sind ja der wichtigste Teil des Markenguthabens. Ich glaube, die St. Pauli Fans wären auch gute Markenstrategen.«
Carl-Frank W. (Brandingexperte)

Alle Zitate aus w&v („werben und verkaufen“, sic!) – und da sehe ich den Kern des Mißverständnisses: der FCSP ist keine Marke – sondern ein Kulturereignis und wir haben keinen Markenkern der irgendwem „gehört“.

Kein Fußball in Susis Showbar

Susis Showbar - Reeperbahn Hamburg
Susis Showbar - Reeperbahn Hamburg
In der Loge von Susis Showbar zog man bei Toren blank und barbusige Damen feierten den Treffer an der Show-Stange, was für einigen Aufruhr beim anti-sexistischen Publikum des Millerntors sorgte (vgl. St. Paulis Susis Showbar Loge am Millerntor – und der Unterschied zwischen Sexismus und Sexyness) Das Millerntor wollte keine Folklore für billige Reize mehr sein und forderte bspw in der Sozialromantiker-Initiative, dass der Vertrag mit Susis Showbar aufgelöst werden solle. Am Sonnabend beim Heimspiel gegen Freiburg waren dann auch eindeutige Banner und Sprüche aus den Fankurven zu lesen. „Susi pack bitte die Brüste ein“ oder „Wie spielen bei Dir ja auch keinen Fußball“.

Spät am Samstag abend zog es den Quotenrocker Schmiddel und mich noch über den Kiez, „Bring Back St. Pauli“ hatte ein paar Stunden zuvor das Millerntor rot eingefärbt, die Demo war vorbei und wir waren satt gegessen. Also trotteten wir glücklich und ein wenig dun mit der Flagge über der Schulter die Reeperbahn herunter, als wir an Susis Showbar vorbeikamen. „Da war ich noch nie“ sagte ich zu Schmiddel, „lass mal sehen, ob man da tatsächlich nicht Fußball spielt“. „Jo“, erwiderte der und da der Türsteher, der da viel zu hochtrabend Portier heißt, uns für Freiburger hielt, standen wir im nu mitten vor der Bühne, auf der eine junge Frau in blauem Licht ein wenig lustlos versuchte lustvoll zu wirken. Wir hatten da noch so viel Lust in uns, dass wir fröhlich den Jolly Rouge schwenten und laut den Shantie des Abends anstimmten: „Bring Back, Bring Back St. Pauli to me“. Eine strenge Dame nach den besten Jahren (auf dem Kiez ist das kurz vor 30) schmiss uns raus, wenn wir nicht das Tischgeld zu zahlen bereit wären. „Wir wollen doch nur Fußball spielen“, meinte Schmiddel wahrheitsgemäß, wurde aber nicht erhört.

Später diskutierten wir noch mit dem Portier über sein Malheur uns nicht als Paulianer erkannt zu haben. Freundlich, wie das unter Nachbarn sich gehört, haben wir ihn und Susi, die sich noch dazu gesellte, darauf hingewiesen, dass wir ihre Mädels nicht mehr am Millerntor nackig-machend sehen möchten. „Fußball spielen ist hier nicht erlaubt“ – ergänzte Susi dann noch. „Gut, Trockenficken bei uns auch nicht“, stellte ich noch klar, bevor sie hinter ihrer Tür verschwand.

Schmiddel und ich haben uns dann von einem besonderen Tag getrennt – so lustvoll.

St. Paulis Susis Showbar Loge am Millerntor – und der Unterschied zwischen Sexismus und Sexyness

Tita von Teese vs Susis Showbar

Ritsch zeigt sich kompromissbereit: „Wir haben zur Kenntnis genommen, dass einige Fans Frauen gegenüber nicht so freundlich eingestellt sind. Deshalb haben wir beschlossen, gegen Kaiserslautern genauso fußballbegeisterte Boys wie Mädchen einzuladen. Sie sollen unsere Freude über ein erzieltes Tor durch ihre Tanzdarbietungen an der Stange zum Ausdruck bringen.“

… schreibt die Mopo – und lässt das Zitat unwidersprochen, dass sich „nur“ wenige Fans des FC St. Pauli an der „Trockenfickerei“ an den Stangen in der Loge stören. Der Konflikt liegt hier ganz woanders: Das was für mich und sicher auch andere St. Paulianerinnen unerträglich ist, sind die Macht und Machismen, die in Logen hinter getönten Scheiben nicht nur die Mädels zu Lustobjekten machen, sondern das ganze Millerntor zur Sexfolklore gleich mit. Gerade gestern habe ich ein kurzes aber wichtiges Gespräch darüber geführt, was denn der Unterschied zwischen Tita von Teese (Foto) und einem Tabledance mit „Schantalle“ auf der Reeperbahn ist. Es ist schlicht die Kunst, Frauen als Subjekte zu erhalten, die in ihrer Rolle ihre Würde wahren können. Ob das gelingt, hängt imho natürlich elementar mit dem Umfeld (Loge) und den Betrachtenden (Männer, die Logen besuchen/sich leisten) zusammen. „St. Paulis Susis Showbar Loge am Millerntor – und der Unterschied zwischen Sexismus und Sexyness“ weiterlesen

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we love sankt pauli, fabulous Sankt Pauli … :)

(und nun geben wir ab nach Hannover. – Wo hin?)

Budenzauber

Reinhardt: Allerdings, das war klasse. Sehr lustig, wir waren ein gutes Duo – auch neben dem Platz. Bis wir dann beide unsere eigene Bude hatten. Apropos, Bude: Darfst Du denn am Sonntag die Bälle aus dem Netz holen oder kommt ein anderer Torwart in den Genuss?

Hain: Jaja. Da ich wahrscheinlich nicht spielen kann und auch nicht im Kader stehe, werde ich mich hinter dem Tor von Frank Rost platzieren – und ihm dann nach jedem unserer Treffer den Ball höchstpersönlich aus dem Netz fischen. Aber Du kannst das Spiel ja auch ganz in Ruhe gucken. Sag mal: Bist Du eigentlich in Deinen neuen Job reingestolpert oder haste Dich hochgeschlafen?

weiterlesen bei der MoPo

Arsenal Defender Sol Campbell to Sankt Paulis Millerntor?

Sol Campbell

Bundesliga side St Pauli are set to offer Arsenal defender Sol Campbell a lucrative one year contract, according to a report in the Daily Mail.
Campbell has impressed during his second spell with the Gunners, after joining the club in January.

If the former England international is not needed by Arsenal, Hamburg-based St Pauli, who have just been promoted to the top flight of German football, are seemingly willing to offer big money to tempt Campbell to the club.

Sol Campbell (* 18. September 1974 in Newham, London; eigentlich Sulzeer Jeremiah Campbell) ist ein englischer Fußballspieler. Er spielt als Innenverteidiger und steht momentan bei Arsenal London unter Vertrag, bei dem er bereits von 2001 bis 2006 gespielt hat.

(Foto und dt. Text wikipedia, Quelle goal.com)

Gegen Fortuna: mit Unwettertaktik in den Ostermontag

„Am Anfang war die Eiszeit. Eine Sturmflut für die letzten Spiele. Wie ein Hurricane werden wir über den Platz fegen.

Mit Blitz und Donner wird es heute beim Gegner einschlagen. Über die Außenbahnen werden wir mit einer Flutwelle über den Gegner kommen.“

Holger Stanislawski zur Taktik gegen Fortuna Düsseldorf im HA.

Stadtteilpreis für die AFCDeerns von Altona 93

AFC Deerns

Der Frauenfußball wird bei Altona 93, wie beim FC St. Pauli, immer wichtiger. Schön deshalb, dass Mopo und Partner den Altonaer FC von 1893 in seinen Bemühungen unterstützen. Herzlichen Glückwunsch zum Stadtteilpreis, liebe AFC Deerns, Forza AFC, Forza liebe Deerns.

9500 Euro für eine Umkleide für Fußball-Mädchen (Mopo)

Sie dribbeln, köpfen und tricksen – und das mindestens so gut wie die Jungs! 160 Fußballerinnen gibt es beim AFC Deerns, die unter anderem mit Fritz Schönrot (70, Foto) auf dem Platz am Trenknerweg (Othmarschen) trainieren. Die Kickerinnen sind mit Feuereifer dabei – wenn da nicht die Sache mit der Umkleidekabine wäre. Wenn Mädchen- und Jungenmannschaften nacheinander spielen, begegnen sie sich in der Umkleide zwangsläufig. Und das finden viele Fußball-Mädchen unangenehm. Jetzt endlich bekommen sie eine eigene Umkleide! Bezahlt wird sie mit den 9500 Euro Preisgeld des Stadtteilpreises.

Die feierliche Siegerehrung wird am Montag, d. 29. März 2010 im Hamburger Schauspielhaus stattfinden und wir freuen uns, dass wir dabei sind!, schreiben die Deerns auf ihrem Blog.

Oddset-Pokal-Finale am Millerntor

Das Endspiel im Oddset Pokal findet am 26.5.2009 am Millerntor statt. Ab 19:00 Uhr stehen sich Altona 93 und Concordia Hamburg gegenüber und spielen nebenbei auch um den Einzug in die erste DFB-Pokalrunde.

via Hafenfussball.