Die Nachricht birgt Sprengstoff: Der FC St. Pauli verlässt zum Ende der laufenden Bundesligasaison die DFL (Deutsche Fußball Liga) und startet die Hinrunde der neuen Saison 2019/20 in der dänischen ersten Liga (DBU).
Bei einer eilig einberaumten Pressekonferenz gestern, die wegen der Brisanz des Themas extra in den Ballsaal des Millerntors verlegt wurde, erklärte Präsident Göttlich, dass „wegen der Aufweichung der 50+1 Regel“, die trotz des Etappensiegs St. Paulis weiter in Gefahr ist, „die Wettbewerbssituation für den FC St. Pauli existenzbedrohend zu werden droht“.
Laut dem designierten Geschäftsführer Reiner Callmund bleibe dem Verein nur dieser Ausweg, zumal „dieser Schritt perfekt zur Internationalsierungsstrategie des FC St. Pauli passe“.
Die Kündigung der Mitgliedschaft bei der DFL und auch dem DFB sei rechtzeitig hinterlegt worden – der dänische Verband DBU (Dansk Boldspil-Union) hat den FC St. Pauli bereits als Neumitglieder bestätigt.

Erstes Highlight: Heimspiel gegen Kopenhagen

Laut Callmund führt das erste Auswärtsspiel nach Odense auf Fynen, was immerhin näher ist, als Sandhausen oder Heidenheim. Als erster Heimpielgegner empfängt der FC St. Pauli den FC Kopenhagen. Das erste Highlight einer völlig anderen Saison.

„Die Chancen für den FC St. Pauli, endlich international zu spielen, sind erheblich gestiegen“, Rollo Fuhrmann zu der Sensationsnachricht auf Sky

Europa-League in Schlagweite

Gerüchten zufolge sind auch der Altonaer FC von 1893 bereits in Verhandlungen mit der Dänischen Fußball Union. Der AFC startet dann in der 2. dänischen Liga.