Der DFB und seine Ohren-Sessel

Ein Heimspiel ohne Zuschauer Strafe für Hansa Rostock. 20.000 EUR Strafe für den FCSP und ein DFB Kontrollausschuss, der nicht richtig hört.

… das ist die Kurzform des Urteils-Antrages, den der Kontrollausschuss des DFB heute den beiden Vereinen zugestellt hat. Ein Spiel ohne „Öffentlichkeit“ ist imho eine sehr milde Strafe, wenn man sich vergegenwärtigt, dass Raketenangriffe und Massenbejubelungen derselben dieses Ausmaßes beispiellos sind im deutschen Fußball. Rostock steigt wohl gerade wieder im Status als wichtige Region.

Hansa Rostock war in dieser Saison wegen Fehlverhalten seiner Zuschauer vom DFB-Sportgericht unter anderem zu einem Ausschluss der Rostocker Anhänger bei den Auswärtsspielen am 30. September in Aue und am 21. Oktober in Düsseldorf verurteilt worden. Dr. Anton Nachreiner, der Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses: „Deshalb halten wir jetzt eine härtere Sanktion für angebracht.“

Geldstrafe für den FC St. Pauli, nun gut. Damit hatte man gerechnet. Aber dass „Naki, Naki“-Rufe „diskriminierend sein sollen, erschließt sich mir nicht. Ich kann mir nur vorstellen, dass die DFB-Funktionäre da „Nazi, Nazi“ verstanden haben. Und das wäre ja nun in der Tat überall diskriminierend, außer in Rostock.

Im Strafantrag für St. Pauli ist außerdem vermerkt, dass die Gästefans bei der Bekanntgabe der Rostocker Mannschaftsaufstellung diskriminierende Äußerungen skandierten.

Dazke DFB.