Der Kampf um „Fighting Schachten“

Der Klassenerhalt war keine 12 Stunden gefeiert, da war schon das nächste Thema geboren: Die Frage nach dem Vertrag von Sebastian „Fighting“ Schachten, unermüdlicher Linienläufer und Vorbild in Sachen Kampfgeist.

Die Mopo hatte einer breiten Fanöffentlichkeit mitgeteilt, was schon auf der Nichtabstiegsparty Thema war: Der FC St. Pauli will womöglich den am 30.6.2015 auslaufenden Vertrag mit dem 30-jährigen nicht verlängern.

„Man hat mir im Februar durch die Blume gesagt, dass ich mir einen neuen Verein suchen kann“, bestätigt Schachten ggü der HHer Morgenpost.

Sören Gonther soll Schachten abends bei der Feier gefragt haben, wie es denn jetzt mit ihm aussieht. Antwort: „Ich würde supergerne bleiben, aber das hat der Sportchef zu entscheiden.“ Da war die Mopo quasi schon gedruckt. „Ob Sebastian wusste, was drin stehen würde, kann ich nicht sagen, aber er wirkte nicht glücklich“, schrieb mir ein Freund auf Facebook, der diese Szene berichtete. Offiziell bestätigt der Verein nur: „Hallo Erik, Schachtens Vertrag läuft zum 30.6. aus, bislang gibt es noch keine Vertragsverlängerung.“ – viel Platz also für Spekulationen und Emotionen.

Wie bereits beim Ausscheiden von Fabian Boll und Deniz Naki formiert sich in der Fanschaft Widerstand. Auf Facebook und anderen sozialen Medien fordern Supporter den Verbleib von Schachten unter dem Hashtag #schachtenhalten.

#schachtenhalten - Meme auf Feacebook für Sebastian Schachten. Foto: ebenda
#schachtenhalten – Meme auf Facebook für Sebastian Schachten. Foto: ebenda

Auf Thomas Meggle, Ewald Lienen und das Präsidium um Oke Göttlich kommen bewegte Tage zu, wo ihnen eigentlich erst einmal Ruhe zusteht, nach dieser nervenaufreibenden Saison. Anders als beim Weggang von Bruns und Co. fühle ich mich bei Meggle und Lienen sportlich und stpauli-kulturell in guten Händen. Das wird sowieso eine Hammer-Aufgabe, den Kader für die nächsten Jahre zu planen. Lasse Sobiech halten, wenn ja, wie? Was ist mit Verstärkungen im Sturm? Die kann man sich ggf. nur leisten, wenn man Härtefälle, wie im Fall von Schachter, in Kauf nimmt.

Man kann schlecht Ewald Lienen feiern, ob seines Fachverstandes, sich freuen, dass wir Thomas Meggle als Sportchef haben halten können, und dann Entscheidungen, die ja auch noch garnicht final sind, in Frage stellen. Ich mag Schachter ja auch und würde ihn gerne nächste Saison am Millerntor sehen. Ich vertraue da aber auch den von uns gewählten Vorständen – vielleicht das erste Mal wirklich.

14 Gedanken zu „Der Kampf um „Fighting Schachten“

  1. Schachter hat beim Fc Luzern für 2 Jahre Unterschrieben,Ich werde ihn Dort Öffters sehen.Mann Wollte ihn nicht Halten.Er Wäre auch etwas dem Fc St,Pauli entgegen gekommen.Mann wollte nicht,Seid Jahren werden Fehler gemacht,Wie mann Saison Saison sieht,Wir Spielen immer gegen den Abstieg,Mann will halt nicht Aufsteigen.Das Wäre ja Fatal.So ist meine Meinung..

  2. Ich vertraue keinem Entscheidungsträger mehr bei St.Pauli, wenn man Schachter nicht hält! Das wäre in keiner Hinsicht nachvollziehbar! Ich habe keine Lust auf noch mehr potentielles „Fußballbusiness essen Seele auf“!

  3. Moin Erik,
    also bei Boller und Naki würde ich da nicht in einem Zusammenhang sehen. Boller hat ja seine Karriere beendet.

  4. wie schön. dass mir jemand sagt was man kann und was nicht. und nach der 3001 geschichte ist das vertrauen bei mir nicht mehr so intakt.

  5. Na ja … also es stehen ja noch finale gespräche aus aber glücklich wirkte schachter gestern nicht. Eher überrascht und schockiert so mein eindruck. Cooper und Meier sind ja auch noch nicht safe. Aber eher würde ich nen 1 Jahresoptionsvertrag bei Schachter sehen als bei Cooper …

    1. Ich möchte diesen Kader nicht managen müssen. Eins scheint mir aber sicher: irgendwo muss noch Spielraum für einen Stürmer her.

    2. Wir haben schon anderen vertraut. Und schachten ist kein schlechter.
      Lieber für ein paar euros die oben genannten loswerden ( wenn sie einer nimmt) und Schachten halten indem man die Option zieht!

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