Fanal der Tragik

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Es war ja nicht so, dass Schalke schlechten Fußball gespielt hätte gestern, nicht so wie Stuttgart vor ein paar Wochen. Also geht der Sieg in Ordnung.

Erbost war ich trotzdem über das Schiedsrichtergespann, das wieder einmal immer dann regulierend Eingriff, als die Boys in Brown so richtig in Schwung kamen. Dabei meine ich gar nicht in erster Linie das abgepfiffene Tor, sondern die vielen kleinen Eingriffe vorher.

Hatte das Millerntor gegen Fürth noch dazugelernt, was wann Abseits ist und das postwendende Gegentor anschaulichen Wert, war das gestern die Spitze der Tragik. Der Becherwurf, der mir einigermaßen entgangen war, sieht in Slow Motion aber auch grotesk aus dieses Zusammensinken, dann Fanal einer tragischen Entwicklung.

Was machen wir bloss mit der Haupttribüne und den aggressiven Business Seatern? Kein Alkohol mehr? Keine Erinnerungsbecher, sondern Capri-Sonne? Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Medienaufschrei nicht auch immer noch für übertrieben halte. „Sicher, das tut weh“, sagt Björn neben mir, und Matti ergänzt, „wir müssen da was tun, gegen die VIP-Hools auf der Haupt“

Das Banner „Wir können auch pünktlich“, fanden wir alle drei aber toll.

3 Antworten

  • Der größte Unterschied zwischen Haupttribüne und dem Rest des Stadions war, dass auf der HT ein Kunstschütze saß, der mit seinem Bierbecher getroffen hat. Während die Geschosse von den anderen Tribünen ins Leere bzw. auf den Rasen gingen. Insofern ist der Begriff „VIP-Hool“ durchaus passend. ;-)
    Das Problem mit dem Werfen von Gegenständen ist aber keines der Haupttribüne allein, da sollte man sich nichts vormachen. Dass die Mannschaften seit diesem Spiel nicht mehr vor der Gegengerade einlaufen, soll ja schon eine Reaktion des Vereins auf Würfe von den Stehrängen gewesen sein…

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