Frauen ins Management – zum #Aktionstag „Was ist St. Pauli“?

Antwort: – Weiblich –

„Doris Fitschen fordert mehr Frauen im Fußball-Management und kritisiert, dass die Frauen-WM teilweise von Männern veranstaltet wird.“

… lese ich zum Weltfrauentag in DIE ZEIT und frage mich, wieviele Frauen denn im Management meines Vereins, des FC St. Pauli sitzen. Schauen wir mal nach …

Stefan Orth, Jens Duve, Bernd-Georg Spies, Gernot Stenger und Tjark H. Woydt – im Präsidium des FC St. Pauli sitzen alles Männer.
Geschäftsleitung: Michael Meeske und Helmut Schulte – auch beides Kerle.
Selbst im Aufsichtsrat findet sich nicht eine einzige Frau!

Na das wäre doch mal ein Auftrag an unseren Vorstand, der erste Bundesligist mit einer Frauenquote:

ZEIT ONLINE: Ein großer Verband wie der DFB könnte die Frauenquote auch freiwillig zu seinem Thema machen.

Fitschen: Ich halte es für absolut positiv, wenn man mit gemischten Führungsteams arbeitet. Im Betreuerteam der Frauen-Nationalmannschaft haben wir keine Männerquote, aber dennoch sind relativ viele Männer dabei. Weil ich davon überzeugt bin, dass gemischte Teams besser harmonieren und arbeiten. Ich würde es begrüßen, wenn es auch in den Führungspositionen des DFB mehr Frauen gäbe.

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Kommentare 7

  • „Fitschen: Setzen Sie jede beliebige Mannschaftssportart ein. Außer Formationstanz kenne ich keine, in der Männer und Frauen in einem Team gemeinsam antreten.“

    Reitsport. Mannschaftswettbewerbe Springen, Dressur, Westernreiten.

  • Es gab doch schon mal eine Frau bei St. Pauli im Vorstand, unter Reenald Koch. Quereinsteigerin, ohne jede Erfahrung im Sportmanagement. Dafür anfangs hochgelobt, weil in der FC-Frauenfußballabteilung aktiv und in der Fan-Szene vernetzt. Das desaströse Ergebnis ist bekannt: vier Jahre Regionalliga und der Beinahe-Konkurs (auch, wenn das natürlich nicht allein ihre Schuld war).
    Fachkompetenz wäre mir daher deutlich lieber als irgendeine Quote oder Vereinsaffinität. Aber wenn mich nicht alles täuscht, ist die Vorstandsfrau vom h*v doch demnächst wieder auf dem Bewerbermarkt… ;-)

    • Ich empfände das sogar als ziemliche Frechheit, das Versagen aller damals nun an ihrer Person festzumachen. Und über eine Quote nachdenken ist genau das, was ich anstoßen wollte ;)

  • tatsächlich – man mag im nachhinein von ihrer ära halten was man will – war es unter der geschäftsführung von tatjana groeteke, dass von kilometerlangen kloschlangen genervte frauen endlich erhört wurden und schnell und unproblematisch eine ganze reihe dixie-klos in der gegengeraden aufgestellt wurden. (und ja, dixie-klos sind nicht soooo das gelbste vom ei, aber besser als das halbe spiel verpassen und sich in die hosen machen).
    mit einer frau in der geschäftsleitung gäbe es heutzutage wahrscheinlich auch mehr als 2 toiletten im neuen clubheim. und was die vermietung von logen an zwielichtige bars und vermarktung von „offiziellen“ aber eindeutig zweideutigen kaltgetränken angeht, wäre der FC st.pauli auch sicher etwas sensibler…

    ja. wir brauchen unbedingt eine frau da oben in den führungsetagen. mindestens!

  • Wir hatten auch mal einen, zwei, drei usw. Präsidenten, unter einem gab es gar mal Lizenzentzug, und kein Schwein käme auf die Idee, von da ausgehend irgendwas zu verallgemeinern. Es ist eher beschämend, dass Tatjana Groeteke die einzige Frau ist, die einem da auf Anhieb einfällt, und zudem ein ziemlich blöder Reflex, diese Kompentenzleier da anzustimmen, wo es um Interessen (siehe ariane) und reale, gesellschaftliche Machtverteilungen geht.

    Stimme ariane und ring2 vollumfänglich zu!

  • Mal ’ne andere Frage: Warum ist eigentlich bis heute Frau Groeteke die einzige Frau, die überhaupt mal von sich aus für ein „höheres“ Amt im FC (seinerzeit im Aufsichtsrat) kandidiert hat (und auch gewählt wurde. Und übrigens dann aufgrund ihrer Leistungen im Aufsichtsrat in den Vorstand aufstieg)?
    Für den Aufsichtsrat kann jedes Vereinsmitglied kandidieren. Warum tut’s nicht einfach mal wieder eine? St. Pauli hat doch mehr weibliche Fans und Vereinsmitglieder als andere Bundesligaclubs. Viele von denen engagieren sich aktiv in der Fanszene – hat keine von denen Interesse an einem „offiziellen“ Vereinsamt?
    Immerhin könnte ein weiblich geprägter Aufsichtsrat die Forderung nach einer präsidialen Quotenregelung überflüssig machen. Denn das Präsidium des FC wird zwar von der Mitgliederversammlung gewählt – aber vom Aufsichtsrat vorgeschlagen…