Hansa Rostock verkauft Geistertickets und Stefan Beinlich relativiert Hansa-Hool-Gejohle. Schlimm.

Mit Geistern hat man es an der Ostsee. Gerade in der dunklen Jahreszeit spuken sie am Strand herum und ziehen einen in die klamme graue Ostsee. Vor nicht allzu langer Zeit wollten Hansa-Amhänger aus dieser tristen Tradition heraus unter unserem Riesenrad spuken. Nun tun sie es in ihrem eigenen Wohnzimmer: Hansa Rostock verkauft Geistertickets für ein Geisterspiel, das sich der Verein mit der Kogge im Logo beim Spiel gegen den magischen FC eingebrockt hat, als seine Anhänger massenweise Bananen auf Spieler und Spielfeld warfen und mit Raketen in den St. Pauli-Block schossen.

Das waren nicht wenige, die dazu gejohlt haben. Das waren fast alle! Deswegen ist das Relativieren von Stefan Beinlich in der 11 FREUNDE so schlimm. Es beweist einmal mehr, welche Ignoranz und Angst in den Köpfen der Hansa Verantwortlichen herumgeistert. Leugnen bis zum Ende.

An der Resonanz sieht man, dass der F.C. Hansa sehr, sehr viele positive Anhänger hat und dass sich bei denjenigen, die uns dieses Geisterspiel eingebracht haben, um eine ganz kleine Minderheit handelt.

Ich war immer einer der wenigen St. Paulianer, die mit einer trotzigen Hoffnung an die Ostsee geschaut haben. Denn die Ostsee nenne ich mein 2. Zuhause. Nun habe ich keine mehr. Stefan Beinlich klatscht mit seinem Statement retardiert Applaus, seine Relativierung kommt einer Selbstdiffamierung gleich, die dummerweise die gute Idee dieses Protestes zu einem doofen Affront macht. Mit den Geistertickets und dieser Geisteshaltung macht sich der Verein zu Komplizen. Wieder einmal. Schlimm.

3 Antworten

  • Ich finde Beinlichs Argumentation bestechend. Jemand gibt 19,65 dafür aus, seinen Verein nicht zu sehen ? Das kann kein Nazi sein, das ist auf jeden Fall ein „positiver Fan“!

  • 100% Agree my brother in mind! Der Schlußsatz sollte ergänzt werden: „…Mit den Geistertickets und dieser Geisteshaltung macht sich der Verein zu Komplizen. Wieder einmal. Immer noch. Unbelehrbar. Schlimm. Und es ist nicht der einzige Club, der sich diesem Problem nicht entledigen kann, will, von Verbänden mehr als ein Jahrzehnt lang gedulded, ignorierend begleitet.

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