„Lass Dich überraschen“ – mein Saisonausblick 2016/17

„Sag mal, hat der Übersteiger schon gepostet, auf welchem Platz wir landen?“, fragt mich Willi, als wir uns auf dem Segelboot ein Abendbrot machen (beim Abendrot). „Ich weiss es nicht“, antworte ich wahrheitsgemäß, ich frage mal nach:

Dabei fällt mir auf, dass es für einen ordentlichen Saisonausblick beinahe schon zu spät ist, denn der muss, soll er noch zählen, selbstverständlich VOR dem Anpfiff des ersten Pflichtspiels des magischen FC einer Saison erfolgen. Ich sage Willi also, dass er das Bier für unser Abendbrot noch ein paar Minuten länger im vorderen Kühlfach lassen soll und schreibe ein paar Spiegelstriche für euch herunter, die mir zur neuen Saison so einfallen:

  • „Aufstiegshoffnungsangst“, so hieße das Gefühl, das ich mit dieser Saison verbinde. Gibt es das?, nach dem tollen Abschneiden letzte Saison, quasi als Rückschlag der Beinahe-Abstieg-Saison davor, kann es ja nur aufwärts gehen, fühle ich – und weiss doch aus Erfahrung: Dieses Gefühl kann trügerisch sein.
  • Azziz: Ob ihr es glaubt oder nicht, Willi und ich hatten über Azziz Bouhadouz schon in der Winterpause nachgedacht – ihn dann aber als „zu gut, der geht in die erste Liga“ wieder verworfen. Und nu ist er da. Ich freu mich ja so …
  • … und auf Miyiachi erst. „Der ist einer der wertvollen Spieler“, sagt Willi, „der auch auf der Außenbahn bleibt“. Da ist er nämlich anspielbar, wenn sich mal wieder alles in der Mitte drängelt. Ein gefühlter Neuzugang.
  • „Und nu die Prognose“, ruft mir Willi vom Heck aus zu, „ich hab Durst!“: Nach einem Lauf mit glücklichen Siegen und einer verzweifelten Serie von Unentschieden und Niederlagen (welches zuerst kommt, da lass ich mich überraschen), landet der FCSP in der Spielzeit 2016/17 auf … Rang sieben.

„Der erste Spieltag einer Saison ist ein ganz besonderer – so wie jeder andere auch“, Ewald Lienen, Philosoph und Fußballlehrer, derzeit und für immer FC St. Pauli

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