Schönwetterniederlage

Wenn bei dem schönen Wetter bloss auch Stimmung aufkommt, wurde vor dem Spiel gegen Sandhausen in unserer Bezugsgruppe noch gewitzelt. Und tatsächlich sollte es ganze sieben Minuten gut gehen; St. Paulis Pressing begann schon an der gegnerischen Eckfahne und kurz sah es so aus, als würde das ein rabenschwarzer „Feiertag“ für die Gäste aus dem Wald.

Nach einer Viertelstunde war dann Druck im Spiel. Sandhausens Wooten hatte zwei richtige Entscheidungen getroffen, zum ersten, sich Rzatkowski als Anspielpartner zur Verfügung zu stellen und zum Zweiten, nach einem Lauf an die Grundlinie präzise auf seinen Kollegen zu chippen, gegen den unser Dribbelkönig Dudziak echt kraftlos aussah. 2:0 – danach fiel Sandhausen nur noch hin, verschleppte das Spiel auch mithilfe des erschreckend unfähigen Referees. St. Paulis erster Torschuss in Halbzeit eins war aber auch gleich abseits und sollte der einzige bleiben. Ein Torschuss in 45 Minuten. Krass harmlos.

Nach der gebrauchten ersten Halbzeit wurde es erst in der 75. Minute besser; Freistoß Maier, Glanzparade, nächster Angriff Weitschuss Choi. (Abgefälscht, egal) Tor. Mit der Hereinnahme von John Verhoek lief es besser – ich weiss, das klingt komisch, war aber so –  auch weil Lasse Sobiech die letzten zehn Minuten in den Sturm vorrückte. Wieso spielt der da nicht immer? Lennart Thy war derweil wohl in Gedanken schon in Glasgow, auf jeden Fall noch schwächer als sonst. Eine glatte sechs. Wieso probiert Lienen das nicht mit Picault von Anfang an? Schlimmer kann es nicht mehr kommen im Sturm.

Wer dann das Pech hat, heisst St. Pauli –  einen geschundenen Elfer, nonchalant geschossen, nicht halten zu können – schade Robin – und einen glasklaren Verhoek vorne zu versemmeln, der verliert so ein Spiel eben.

Ich bin ja so froh, dass wir da oben stehen. Das war St. Pauli, wie es letzen Herbst schon einmal zu sehen war.

Das YNWA hatte sich die Boys in Brown aber sicherlich verdient.

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