Sebastian Schachten: „So laut habe ich das Millerntor lange nicht mehr empfunden“

Man sah nach dem Spiel lauter gut gelaunte Verlierer rund um das Millerntor. Die Fans des Brauseklubs aus Leipzig hatten ihr erstes Auswärtsspiel am Millerntor zwar verloren, aber selten gewordene Eindrücke mitgenommen. Zu was das Millerntor in der Lage ist, wenn es um die Wurst geht, konnte man zur Mittagsstunde am Sonntag nicht unbedingt erwarten. Am Ende wurde es das lauteste Spiel des Jahres – mit einer fightenden Mannschaft und einem entfesselten Millerntor.

Die Kritik an dem Marketing-Produkt RB Leipzig fiel deutlich, aber fair aus: die Südtribüne zitierte Wu Tang mit „Cash rulez everything around you“ und auch das Banner „Das hier ist Fußball, das hier sind Dramen“, erinnerte an die gewachsene Kultur am Millerntor, die sich nicht kaufen lässt.

„Endlich mal ein Auswärtsspiel, bei dem unsere Schals nicht verbrannt werden“

Lauter Werbeblasen

Ein von St.Pauli Nu*de (Erik Hauth) (@stpaulinu) gepostetes Foto am

Trotzdem sich hartnäckig Gerüchte halten, dass aus Marketingerwägungen freundlich aufgetreten wurde seitens der Leipziger, will ich die Gäste aus Leipzig ausdrücklich loben: wer nach einer Niederlage die Boys in Brown feiert und „Gegen (St.) Pauli kann man mal verlieren“ anstimmt, der tut eine Menge für das Image des Ostfußballs und darf gerne, Brausekohle hin oder her, wiederkommen.

Am Schluss wurden zwischen Nord und Gästetribüne noch Schals hin und her geworfen. Ein toller Sonntag. Auch dank der netten Gäste.

Abpfiff #fcsprbl #fcsp

Ein von St.Pauli Nu*de (Erik Hauth) (@stpaulinu) gepostetes Video am

27 Gedanken zu „Sebastian Schachten: „So laut habe ich das Millerntor lange nicht mehr empfunden“

  1. What the fuck kind of ‚translation‘ is this? Is this the best a computer can do? Translate some words directly into English with no sense of context,slang, or even simple Grammatik!? Ganz schlecht!!

  2. Die RB Leipzig Fans waren total fair ! Wir haben zusammen gut abgefeiert , kann man nicht mit allen Clubs machen!
    Mein Respekt !

  3. Ich habe als Fotograf vor der Kurve gestanden. Mit klingelten noch einige Zeit nach dem Spiel die Ohren. :-)

    1. Das könnte aber auch an den geplatzten Luftballons gelegen haben :)

  4. ich wiederhole mich da gerne: eine fanszene die offen gegen rassismus, sexismus und homophobie auftritt werde ich am millerntor immer willkommen heißen. mir scheißegal wie blöde der club ist. (in dresden ist es ja umgekehrt :D)
    und bei rb wird das im block wohl auch konsequent durchgesetzt wenn man dem „szenegeflüster“ mal glauben darf.

  5. Der war drüben auf der Internet-Seite von Stpauli.nu, und da zeigt sich was im Kommentar, oje … hatte damals ja auch was zu gebloggt; diese Gerede von den „organischen Traditionsvereinen“ gegen die „künstlichen Gebilde“ finde ich viel reaktionärer als vermeintliche „Retortenvereine“. Bestimmte Prinzipien sind halt nicht deshalb richtig, weil sie „Tradition“ haben, sondern weil sie begründungsfähig sind. Also solche Prinzipien, die angeblich bei uns auch gelten würden, meine ich. Und dieses „nach außen“ kann halt auch wahlweise gelebt werden oder Marketing sein, und was es bei uns ist, ist so klar ja nun auch nicht. Etwas Demut schadet ja nie in solchen Fragen ;) …

  6. Hihi… Woher kommt das? Hatte ähnliche Gespräche in der Süd. Ich hab letzte Woche ja schon was dazu geschrieben, aber vor allem die „Red Aces “ find ich recht sympathisch. Ist schon ne andere Nummer politisch in so einem Club aufzutreten und dazu noch in der Gegend als hier wo alles irgendwie schon vorhanden ist. Zumindest nach aussen.

  7. :D – ich musste den Kommentar jetzt einfach hier rüber kopieren, der ist so, ach … „kein Teil der Fanszene sein“ kann ja hier und da auch schmeicheln ;) …

  8. „peinlicher bericht, peinliche st. paulifans.
    wer mit diesem gesindel schals tauscht und gemeinsame gesänge anstimmt, hat den anspruch ein teil der fanszene des fc st. pauli zu sein, verloren.
    dieses pack gehört mit missachtung gestraft.
    keine gespräche, keine gemeinsamen gesänge, kein tausch von fanartikeln.
    verachtung ist das, was diese “fans” alle 14 tage in allen städten und stadien deutschlands zu spüren bekommen sollten.

    fck rbl & fck peinliche paaaadie paulis!“

  9. […] Links: – Bericht rotebrauseblogger – Bilder Stefan Groenveld: 10 Minuten Millerntor – Bilder Stefan Groenveld: 90 Minuten Millerntor – Bilder turus.net – Bilder USP – Bericht Beebleblox: “Mit Wut im Bauch geht manches besser” – Bericht Blutgrätsche Deluxe: “Ich glaube daran” – Bericht turus.net: “Hamburger Freudentaumel…” – Bericht stpauli.nu: “So laut habe ich das Millerntor schon lange nicht mehr…” […]

  10. ich hab lieber die im Stadion als andere Kandidaten aus der Gegend.
    Aktionsbündnis – Rasenball gegen Rassismus

  11. peinlicher bericht, peinliche st. paulifans.
    wer mit diesem gesindel schals tauscht und gemeinsame gesänge anstimmt, hat den anspruch ein teil der fanszene des fc st. pauli zu sein, verloren.
    dieses pack gehört mit missachtung gestraft.
    keine gespräche, keine gemeinsamen gesänge, kein tausch von fanartikeln.
    verachtung ist das, was diese „fans“ alle 14 tage in allen städten und stadien deutschlands zu spüren bekommen sollten.

    fck rbl & fck peinliche paaaadie paulis!

    1. ja chef! werde meine mitgliedschaftskarte „aktive fanszene“ zurückgeben. finde es eh merkwürdig jedes jahr mit ultrakatholischen irischen nationalisten aus schottland zu feiern.
      in diesem sinne: peace!

    2. Irgendwie tust du mir leid: soviel positive Kraft erzeugte das Spiel gestern, dass ich diesen Hass nicht verstehen kann.

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