Staffing: Lena, Tschauner, Schachten und ein Reinbeker

Das geht aber schnell, raunt mir Peter auf dem Weg zur morgendlichen Toillette ins Ohr und meint das Personalauffüllen beim FC St. Pauli. Huch, ja, fast hätte ich ja vergessen, dass es am 15. Juli schon wieder losgeht. Philipp Tschauner im Tor, das sagen alle, sei eine wirklich feine Personalie, wie man im Sportschau-Slang so sagt. Tut mir wirklich ein wenig leid für Thomas Kessler, da hat er sich wohl verzockt, wie so viele.

Ich tue mich ja schwer damit, die Verwirrungen der letzten Monate den Boys in Brown anzulasten (dafür freue ich mich auch zu sehr auf diese 2. Liga). Bestes Beispiel: Max Kruse. Von der BILD und anderen Sportjournalisten hochgeschrieben und nu doch drei Jahre bei uns am Millerntor verlängert. Weitere drei Jahre Alibi-Fußball mutmaßt schon meine Twitter-Timeline – und irrt sich hoffentlich. Wieso soll Max Kruse sich nicht noch weiter entwickeln können. Vielleicht schafft unser neuer Trainer Schubert es ja besser als Stani, aus dem Reinbeker die Vierländer Verletzungs-Traumata herauszuarbeiten, die ihn so selten in den direkten 2-Kampf haben gehen lassen in den letzten zwei Jahren.

Ich werte das erstmal als gutes Zeichen. Unterdessen attestiert man Sebastian Schachten den sportlichen Abstieg, wenn er gen St. Pauli wechselt. Hurrah, endlich wieder Underdog. Willkommen Sebastian, das ist sicher eine gute Entscheidung, wenn Du Fußball als Kulturhandlung verstehst – und sportlich verbessern soll man sich bei uns auch ab und an können ;)

Inzwischen ist auch Lena auf St. Pauli angekommen. Sie verstärkt den Kader des FC Wachs im Panoptikum und wird nicht, wie zunächst verbreitet, neue Sportdirektorin. Corny Littmann gibt wieder Interviews aus Kuba. Steht da ein Comeback ins Haus?

Hach, was ist so eine Sommerpause fein.
Man kann unken, schimpfen und deuten, ohne Konsequenzen. Punkte gibts hierfür keine.

Und das Sommerfest ist auch nicht ins Wasser gefallen. Wie schön, St. Pauli im Juni 2011.

3. Der FC St. Pauli ist ein Stadtteilverein. Hieraus zieht er seine Identifikation und hat eine soziale sowie politische Verantwortung gegenüber dem Stadtteil und den hier lebenden Menschen.