Stefan Orth ist #forth

Der Presseraum des FC St. Pauli in der Haupttribüne des Millerntor ist gut gefüllt, als Stefan Orth neben Mediendirektor Christoph Pieper auf dem Podium Platz nimmt. Neben Pressevertretern sind auch Reporter von Fanmagazinen und der Fanbeauftragte vor Ort; die Kollegen von Stefan Orth, Bernd Spieß, Tjark Woydt, Jens Duve und Gernot Stenger sitzen abseits und tragen gute Laune zur Schau, als Stefan Orth gefasst und sichtlich auch angefasst zwei Neuigkeiten vermeldet:

  1. Die Nordtribüne wird nu zeitnah gebaut: die Stadt Hamburg hat ihr grünes Licht gegeben – Abriss ist vorauss. nach dem Heimspiel gegen Ingolstadt.
  2. Der Aufsichtsrat des FC St. Pauli reisst auch das bisherige Präsidium ein und schlägt zur JHV einen neuen Präsidenten vor. Stefan Orth und seinem Team habe man damit das Vertrauen entzogen, was Stefan Orth sichtlich „überrascht und enttäuscht hat“.

„Eine vereinshistorische Pressekonferenz“, sagt Renè Martens, Chronist des FC St. Pauli, später, die viele Fragen aufwirft:

  • Warum war kein Vertreter des Aufsichtsrates auf dem Podium? – gemäß Satzung steuert das Präsidium die Aussenkommunikation des Vereins – hätte den AR also einfach einladen können?
  • Wer wird denn nu vorgeschlagen?
  • Wieso haben seine Kollegen im Noch-Präsidium ihn da oben so alleine sitzen lassen?

ps ich habe das ggü der Medienabteilung dann auch den „professionellsten Auftritt“ von Stefan Orth genannt – Der Uebersteiger sieht das ähnlich:

Gefiel mir sehr. Ruhig, sachlich, verbindlich, ohne gekränkte Eitelkeit.

pos Heute gab es die abschliessenden Kommentare zu meinen Fragen: Der Aufsichtsrat hatte das Vorgehen, die Angelegenheit in zwei getrennten PKs zu kommunizieren mit Stefan Orth und dem Präsidium abgestimmt; auch um „Stefan ein Forum zu geben, seine Meinung zu sagen und eine Zwischenbilanz zu ziehen“, wie AR Marcus Schulz auf der heutigen Konferenz bei der Vorstellung des designierten Präsidenten betonte.

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2 Antworten

  • Warum war der AR nicht vor Ort?
    Naja, was wäre denn dabei rausgekommen? Man hätte sich Fragen gegenüber gesehen, die einzig und allein den neuen Namen gefordert hätten. Ein vernünftiger Abgang von Orth wäre so nicht möglich gewesen und aus meiner Sicht wäre das wesentlich respektloser, als man das jetzt gelöst hat. Wie geschrieben, gefiel mir, von beiden Seiten.

    • Ja, das ist eine Sicht, die ich teilen kann – auch wenn ich persönlich das besser empfunden hätte. wäre man gemeinsam an die Presse gegangen – auch weil nu die Infos aus den „Kamingesprächen“ doch veröffentlcht wurden – und zwar von denen, die immer Angst haben, zu spät zu kommen ;(

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