Dresdner Tümpeldreck

Im Englischen gibt es ein Wort für das, was sich menschlich ganz unten befindet, ein Wort für Personen, die so hässlich sind, entstellt von ihrem Hass und ihrer Dummheit, dass man beinahe keine Worte finden kann: Pond Scum – meint den Dreck und den Modder, der sich in am Boden von Tümpeln findet.

Photo credit: Shemer on Visual Hunt / CC BY-NC-ND

Ich möchte die meisten Gästefans von nun an so nennen: Dresdner Tümpeldreck.

Dabei war mir die Teilnahme an der Protestaktion eigentlich sympathisch. Bei Tümpeldreck scheint das wohl eine Regel: besser die Fresse halten, alles was da raus purzelt, ist so dümmlich, dass nach der Aufregung eigentlich nur tiefes Mitleid übrig bleibt.

Ich wünsche diesen Männern, dass ihre Mütter ihnen ordentlich den Mund ausspülen, am besten mit Anti-fa Duschgel – unverdünnt, damit der Dreck auch abgeht.

Dabei waren die Banner noch nicht das Schlimmste, die kann man sogar ignorieren, so dummerhaftig waren sie. Aber das werfen von vollen Hartplastik-Bechern in den anderen (unseren) Block und das Inkaufnehmen von schwersten Verletzungen müssen wir bekämpfen. Ich weiss nicht, inwiefern einer dieser Becherwürfe mit dem Verletzten auf der Nord zusammen hing. Aufgefallen ist mir, dass unmittelbar vor dem Ausrufen nach Sanitätern genau dort ein voller Becher runter ging.

Wer sich in die Nord stellt, der weiss, dass er sich ggf. Beschimpfungen aussetzt und der eigene Support sich unmittelbar mit dem der Gäste messen muss; dass wir uns aber daran gewöhnen sollen, lebensgefährlich verletzt zu werden, das kann ich nicht akzeptieren. Schon gegen Kiel sind dutzende Euros an Becherpfand zu uns herüber geflogen, ohne dass dies Konsequenzen hat,

Diese fordere ich jetzt aber!

Keine Bange, ich fordere keinen Blocksturm der Polizei, nein, aber die Selbstkontrolle der Gästefans kann man schon fördern:

  1. Dresden und Kiel haben sich dafür qualifiziert, beim nächsten Besuch Bier nur alkoholfrei und in 0,2-Liter fassenden Papierbechern zu trinken, wie man sie aus Wasserspendern kennt. Die kann man nicht gut werfen.
  2. Toilettenpapier gibt es erst nach der Lösung einer Matheaufgabe. Bspw. wieviel sind 8+8? (richtige Antwort: 1.945)
  3. Stadionverbote an Dresdner Ultragruppen wegen des Verstoßes gegen unsere Stadionordnung halte ich nach dieser Aktion sogar für gerechtfertigt, egal, was der DFB veranstaltet.

Und wie mir eine Freundin nach dem Spiel vorschlug: nach Dresden alle in Küchenschürze – denn das fühle ich: ohne Humor kann ich diesen Teichabschaum gar nicht mehr betrachten.

Weiterlesen beim Magischen FC, der eine wichtige Frage stellt. Oder bei Stefan, wie immer mit Bildern.

Sankt Pauli NU
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2 Gedanken zu „Dresdner Tümpeldreck“

  1. Liebe gute Liza,
    niemand braucht sächsische Grüße sondern nur vernünftige Sachsen … aber die müssen wahrscheinlich immer alles demolieren – erinnere an 3. Liga – Gästebereich alles kaputt – sogar die Gästekabine der Mannschaft wurde demoliert ! Also erzieht eure Leute und nicht großen Mund haben – BWG aus Machteburch

  2. Guten Tag ,

    Ich gebe ihnen vollkommen Recht, das das Werfen von Hartplastebechern, egal in Welche Richtung, ist völlig sínnfrei, pietätlos und dumm. Jedoch von Lebensgefahr zu schreiben, ist polemisch, vollkommen überzogen und entzieht sich jeder Realität. Wenn sie dann einen Regelkatalog erstellen, dann geben sie doch bitte Pappbecher oder Weichplastebecher an. Und wenn sie über die Dummhaftigkeit des Banners informieren wollen, dann erinnern sich doch bitte, an das Banner aus der letzten Saison was im St. Pauli Block gezeigt wurde. Das erinnert mich dann an ihren 2. im Regelkatalog. Laut Pisa Studie sind die Sachsen weit vor den Hamburgern. Das Zeigt ihre Lösung von 8+8, damit ganz deutlich. Wenn man Kritik äußert finde ich das gut jedoch wenn man dies dann nutzt um Stimmung zu machen, erinnert mich das dann viel an die Momentane Entwicklung der Politik in unseren Land. Ich sende ihnen schöne Sächsische Grüße und hoffe, das sie den Ausgang aus dem Glashaus finden.!!!!

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