Nachtrag zum Nachtrag zur „Polizisten Debatte“: Können Polizisten ultrà sein?

Abgesehen von der Macht- und Definitionsfrage, wer wen von der Süd ausschließen darf, ist es ja wichtig zu diskutieren, wieso gerade der Beruf des Polizisten sich mit den Leben in der Süd nicht verträgt. Ein wichtiger Debattenbeitrag findet sich dabei bei Metalust von „Biber“, den ich mal hierher hole …

Polizisten sind im Allgemeinen Beamte und sie stehen “in einem besonderen Treueverhältnis zu ihrem Dienstherren”; ihr Verhalten muss sich an die “hergebrachten Grundsätze des Berufsbeamtentums” (vgl. auch Art. 33 GG) orientieren und das 24 Stunden am Tag.

Und man muss jetzt nicht mal Böses (Der gemeine Polizeispitzel) unterstellen, sondern kann sogar von einem legitimen Freizeitinteresse ausgehen. Was aber nichts daran ändert, dass ein Beamter, erst Recht, wenn er im Vollzugsdienst tätig ist, entsprechend seines Diensteides auch in seiner Freizeit (die er in diesem Sinne gar nicht hat) Straftaten, die ihm zu Ohren/vor die Augen kommen verfolgen oder zur Anzeige bringen muss. Das macht ihn zwangsläufig zum Spitzel. Tut er dies nicht (und ich gehe jetzt mal davon aus, dass es in der Süd genau wie in der Gegengerade den einen oder anderen strafrechtlichen Gesetzesverstoss während des Spiel gibt), dann besteht die Gefahr, dass dies, so es denn seinem Dienstherren zu Ohren/Augen kommt (und die Möglichkeit ist ja angesichts der Medienpräsenz durchaus gegeben) für die betreffende Person berufliche Konsequenzen bis hin zur Entlassung haben kann.

Ich sage nun nicht, dass es zwingend so ist, aber die Option muss ich mitdenken und von daher würde ich einen Polizisten, der bei uns stehen will, auch sehr höflich und nachdrücklich auffordern, sich ein anderes Plätzchen zu suchen (idealerweise vor seinem Fernseher).

Sankt Pauli NU
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