Tjark Woydt zu DFB-Strafen: „Schweinerei“

Eine Schweinerei nennt Tjark Woydt, Vize-Präsident des FC St. Pauli die 480.000 EUR Strafen, die der Verein an den DFB zahlen musste, oder durch diese an Einnahmen einbüßte. Er adressiert hier nicht den DFB, wie ich für eine kurze Sekunde hoffte, sondern die eigenen Mitglieder und Fans – und das ist die Attitüde, die mich auf die Palme bringt.

Es ist die unerhörte Formel, in der willkürliche Verbandsstrafen ohne rechtliche Prüfung oder Gegenwehr angenommen werden – egal ob es sich um Becherwürfe von Business-Seatlern handelt, Pyros der Gäste oder harmlose Kassenrollen, die zwei Minuten einen Anpfiff verzögern – und dann gedroht wird, diese Strafen, auf die Mitglieder umzulegen.

Das ist die Einstellung, die Fans und Mitglieder ungeprüft auf die Seite der Täter stellt, eine Art „Sippenhaft aus Feigheit“ und die Pfeifen in Verbänden und Verwaltung in ihrer unrechtmäßigen Machtsucht legitimiert. Immerhin, dazke Tjark, nun kenne ich Deine wahre Agenda. Deine Haltung ist in meinen Augen eine Schweinerei!Weiterlesen:

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5 Antworten

  • Langsam wirds ja mit dem Präsidium. Stenger raus weil wegen Sicherheitspapiert, Spies rein, weil wegen prima Artikel zur rechten Zeit (honi soit qui mal y pense), Orth rein, weil nichts sagen ist immer viel besser als Stellung nehmen und Woydt raus weil wegen Schweinerei.

    Der Komödienstadel ist eine laue Veranstaltung gegen das alles, weitermachen! :-)

  • Ich weiss ja, dass Du mit dem Komödienstadel nicht das Präsidium meinst, aber ich tue das. Das ist so schlimm gegen alles, was von St. Pauli übrig ist, so taktisch, so unverstanden, dass ich nicht weiss, ob ich lachen oder weinen soll.

    Dieses Präsidium zerlegt sich gerade sowas von selbst, da braucht es meine Polemik gar nicht.

  • ps „das Spies rein“ und „Orth rein“ nehme ich jetzt mal als das, was es ist: eine jekyllische Provokation ;)

  • Provokation? Mais non, Herr Spies hat ja zeittaktisch einen abgelegenen Ort wie die sz für eine Alleindarstellung benutzt, die ich persönlich ihm als dezidierten Freund von Fanbelangen so nicht abkaufe. Aber es wirkt. Und war so einfach. Das hat so was von Brot und Spiele, gebt dem Volk, was es verlangt. Nach Redlichkeit fragt da ja keiner.

    Auch das vorgelegte Beweismittel „Konsens des Präsidiums“ beweist nicht den persönlichen Vorwurf, der andere hält ja auch nicht so wirklich stand und Herr Orth hat jetzt auch was gesagt, was im mimimi-Style die Betroffenheit desjenigen kommentiert, der selbst nicht im Kreuzfeuer steht. Wo er auch stehen müsste. Und Tjark Woydts Schweinerei wäre zu einem Zeitpunkt, wo nicht alles damit beschäftigt sind, Stenger zu teeren und zu federn, Anlass genug zu kollektiver Empörung gewesen.

    Aber wenigstens stehts ja hier, der Rest ist so in seinem Eifer gefangen, dass so eine -in der Tat inakzeptable- Ansage einfach untergeht.

    Das ist für mich der Komödientenstadel und ich kann das alles nicht mehr ernst nehmen, meine Entscheidung zwischen Lachen und Weinen ist längst gefallen.

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