Trainerbeben beim FC St. Pauli: Luhukay schmeißt hin, Schulle und Kalla neue Chefs

Kalla,_Jan-Philip_FCSP_17

Foto: Northside, CC-by 3.0

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Foto: Northside, CC-by 3.0

Mitten in der Krise geht der Chef von der Brücke. Gestern Abend hat überraschend der Cheftrainer des FC St. Pauli, Jos Luhukay, das Handtuch geworfen und fristlos gekündigt. Der bisherige Cheftrainer des NLZ, Timo Schulz, übernimmt die Kiezkicker.

„Seit Wochen kein Fortschritt in der Mannschaft zu erkennen“

Jos Luhukay über die Gründe seines Rücktritts

Auf einer eilig anberaumten Pressekonferenz, stellte sich Jos Luhukay den Fragen der Journalisten. „Seit Wochen kann ich keine Fortschritte in der Mannschaft erkennen“, beklagte sich Luhukay. Schlimmer noch, als Teile der Mannschaft anfingen, statt im Real Life gegen den Ball zu treten, verbotene „FIFA 20“-Turniere mit Gleichgesinnten in anderen Clubs, bspw. Schalke 04 zu veranstalten, sei ihm die „Hutschnur geplatzt“.

„Die Spieler liegen auf dem Sofa und ich und mein Trainerstab stehen mit den Hütchen alleine da“, ergänzte ein sichtlich erregter Trainer.

Bornemann, Sportchef des FC St. Pauli, der in alte Chaos-Zeiten abzurutschen droht, präsentierte unterdessen eine interne Lösung.

Ein St. Pauli Tandem führt den FC St. Pauli: Timo Schulz und Schnecke Kalla bilden eine Doppelspitze

Mit Timo Schulz, bisher Cheftrainer des Jugendleistungszentrums und 129-facher Pflichtspieler übernimmt ein St. Pauli Urgestein den Cheftrainerposten. Ihm zur Seite gestellt, fungiert Jan-Phillip Kalla als „spielender Coach“. Der Verein hat schleunig den am Saisonende auslaufenden Vertrag mit dem als „Fußballgott“ verunglimpften Ur-St. Paulianer um drei weitere Jahre bis 2023 verlängert.

„Mit diesem Duo kehrt St. Pauli zu seinen Wurzeln zurück“, freute sich Präsident Oke Göttlich. Die Spielweise der beiden wird sicher bald schon das Spiel der Boys in Brown prägen. Die gepflegte Scherengrätsche wird dann festes Repertoire einer kampfeslustigen Truppe. Dann braucht auch niemand je wieder einen neuen Rasen: der wird ab jetzt jeden zweiten Spieltag umgepflügt und frisch mit Sauerstoff versorgt.

7 Kommentare

  1. Kaum einer in der Mannschaft mochte Luhukay wie man hört. Und auch bei seinen Ex-Vereinen ist seine Anhängerschar eher im einstelligen Bereich. Reisende soll man nicht aufhalten. Kann nur besser werden.

  2. Der März ist vergangen, der Trainer gegangen
    Der Club am Boden zerstört.
    Die Spieler in Qurantäne gefangen
    Was kann man denn da noch verlangen
    Schon mal vom Aprilscherz gehört?

  3. Leider absehbar. Trotz allem dürfen wir nicht vergessen, dass der FC St. Pauli diese Sais8n zwei mal gegen den HaEssPfau gewonnen hat.

  4. Mann hatts nicht leicht aber leicht hatt’s einen. Schade, Ich dachte naechste Jahr wuerde Jos denn Aufstieg feiern!

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