Und es lag doch nicht am Rasen

„Kommen sie hier her, hier gibt es keine Verlierer“, tönt eine Frauenstimme vom Band gegen Lady Gagas übersteuerte Stimme vom Scooter und dem Gemurmel der DOM-Besucher. Und liefert das nachgereichte Motto des Spiels gegen Energie Cottbus.

Foto: DOM Hamburg
Foto: DOM Hamburg

Und in der Tat waren wir schon während des Spiels ratlos. Wovor haben die Jungs denn bloß so eine Angst?

Der erste Torschuss in der 2. Hälfte in der 80. Minute, keine Konter und herumgeschobene Verantwortung, bei der dann der arme Thorandt das Spiel nach vorne machen muss. 

Moritz Volz wurde das dann irgendwann zu doof, und als er sich zweimal ein Herz nahm, wurde es auch gleich gefährlich.

„Der Zug zum Tor hat verschlafen“, kommentierte ich zum Quotenrocker gewandt, „Ja, der Schubert hat ein Konzept, das glaube ich schon, aber die Jungs verstehen ihn nicht“, war seine Antwort.

Und in der Tat führen alle Fragen über die Ursachen eines solchen Spiels zum Trainer. „Wir brauchen keine Jahrgangsbesten“, war für J. klar, „Mit Stani fing der Ärger auch an, als der Jahrgangsbester wurde“.

Früher hat man mehr geschimpft, aber enttäuscht war man nie, weil die Boys in Brown immer mal wieder frech und fröhlich über ihren Möglichkeiten spielten. Immer mit Magie und manchmal mit Wucht. Das fehlt vielleicht dem Schubertschen Konzeptfussball, die Inspiration, die aus Fußballern Personen macht. Ist vielleicht kein Wunder, dass die unkonformen, wie Naki und Takyi raus sind aus seinem Kader.

Wir wollen aber keine effizienten Torverhinderer, wir wollen euch, ganz und gar, aber immer auch mit Emitotion, mit magischem Möchten; egal in welcher Liga.

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