300 Flüchtlinge auf St. Pauli, und ein Fußballverein. The FC St. Pauli and a club’s social responsability

Verantwortung kann man übernehmen, manchmal wird sie einem übertragen. Die Frage, die seit Ende letzter Woche den Stadtteil und die Bürger St. Paulis bewegt: sollten wir für die 300 Flüchtlinge, die im Schatten und Umfeld des Stadions am Millerntor leben, seitdem sie aus Libyen über Italien hier gelandet und gestrandet sind nicht auch Verantwortung übernehmen. Auch und gerade weil ihr rechtlicher Status so prekär ist?

Der FC St. Pauli, ein Sportverein im Herzen Hamburgs, der einzige Stadtteilverein im Profifussball, sollte sich der FC St. Pauli als Verein also für das Wohl der Flüchtlinge engagieren?

Ich meine er muss, wenn er seine eigenen Leitlinien ernst nimmt. Besonders Artikel 3:

„Der FC St. Pauli ist ein Stadtteilverein. Hieraus zieht er seine Identifikation und hat eine soziale sowie politische Verantwortung gegenüber dem Stadtteil und den hier lebenden Menschen.“

Seit Samstag liegt der Vereinsführung eine Anfrage hierzu vor. Bisher habe ich nichts Konkretes dazu gehört. Inzwischen koordinieren Kirche auf St. Pauli mit Flüchtlingshilfen und Fans des FCSP Maßnahmen … und Herr Orth? Michael Meeske?

Ich hoffe inständig, dass zeitnah eine Meldung aus dem Elfenbeinturm „Präsidium“ uns erreicht: „Wir kümmern uns“. Ansonsten hielte ich es mit meiner Oma: „Keine Antwort ist auch eine Antwort“ :(

Update: so wie ich höre, sind sowohl Geschäftsleitung, als auch Präsidium unserem Aufruf gefolgt und eruieren gerade, was machbar ist, um zu helfen. Freut mich.

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