Kommt nu Fred Perry und Ben Sherman? Politisches Sponsoring von Lonsdale bei Babelsberg 03 sollte Schule machen, im Sinne eines „Reclaim your Style“

Gestern haben der Fußballclub Babelsberg 03 und die Modemarke LONSDALE eine Kooperation bekannt gegeben, die Schule machen sollte: Lonsdale sponsert Klamotten, Babelsberg lädt die Mod- und Boxermarke mit einem eindeutigen politischen Statement auf. So macht LONSDALE einen weiteren Schritt auf dem beschwerlichen Weg, die Deutungshoheit über die eigene Marke zurück zu erlangen, die wegen der mittleren Buchstaben ‚NSDA‘, die bei geöffneter Bomberjacke zu sehen sind, arg ins Hooligan und Nazi-Lager abgedriftet war.

„Reclaim Your Style“

Die Marke LONSDALE hat ihren Ursprung als Ausrüster für den Boxsport und wurde 1960 in London gegründet. Rund um die Musikszenen Ska, Early Reggae und Northern Soul wurde LONSDALE in den 1970er Jahren auch ein Modelabel. Als in den 1990er Jahren rechtsextreme Skinheads LONSDALE zu ihrem Erkennungszeichen machen wollten, folgte eine klare Distanzierung der Marke vom Rechtsextremismus. Mit der Kampagne „LONSDALE Loves All Colours“ warb man bewusst mit Models unterschiedlicher ethnischer Herkunft. Seit vielen Jahren unterstützt LONSDALE antirassistische Initiativen wie z.B. „Laut gegen Nazis”. Seit 2011 sponsort LONSDALE die Boxabteilung des FC St. Pauli.

Aus meiner Jugend gibt es noch weitere britische Modemarken, deren Markenkern von Nazis und anderen Hools verschmutzt worden ist, Ben Sherman ist so eine Hemden und Jackenmarke, Fred Perry auch, die man früher in Modkreisen trug und mit seinen Doc Martens bei Chameuse am Grossneumarkt kaufte.

Es wäre nur konsequent und eine gute Idee, wenn es demnächst eine Kooperation von Ben Sherman mit dem Fanladen St. Pauli gäbe für die nächsten Tourshirts. Eine St. Pauli-Edition der Boxabteilung des FC St. Pauli mit LONSDALE muss doch wohl nur noch gedruckt werden, oder Josip?

… Dann bekämen alte Säcke ,wie ich, auf ihre alten Tage noch ein wenig Style in ihr Outfit. ;))

Foto: Noalita on Flickr

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