St. Pauli für Samir – Abschiebung verhindern

Samir ist ein Junge aus Hamburg, ein St. Paulianer, ein Buffer und in Hamburg zuhause. Geboren ist er in Aserbaidschan und das wird ihm in Hamburg zum Verhängnis, weil diese Stadt immer noch völkisch determiniert, wer sich hier zuhause fühlen darf und wer nicht. Samir ist ein weiteres Talent nach Kate Amayo, dem nun aufgrund seiner Herkunft eine Abschiebung droht.

Samir stammt aus Aserbaidschan, einem kleinen Land zwischen Russland und Iran. Und er kann so gut Fußball spielen, dass die Talentscouts vom FC St. Pauli ihn entdeckten. Jetzt hat er sogar die Chance, Profi zu werden. Doch das wird vielleicht nie passieren.
Der Grund dafür liegt auf dem Tisch in seinem Zimmer: ein Brief von der Ausländerbehörde Hamburg. Darin steht, dass Samir und seine Familie Deutschland verlassen müssen. Deutschland schmeißt Samir raus. Der Mann von der Behörde habe es so gesagt: „Das Training kannst du dir sparen, in Deutschland hast du so oder so keine Zukunft!“

Vor fünf Jahren, im Frühjahr 2006, hat sich dieser Stadtteil schon einmal gegen die schändliche Abschiebepolitik des Hamburger Senates erfolgreich gewehrt. Yesim ist St. Paulianerin geblieben – und das wird Samir auch, wenn wir uns querstellen. Immerhin ist auch Wahlmonat!

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Update: Habe eine Facebook-Page eingerichtet, um das Thema auf fb zu kanalisieren.

17 Gedanken zu „St. Pauli für Samir – Abschiebung verhindern

  1. […] Sankt Pauli Nu* – Sankt Pauli Nu* Update […]

  2. der Junge und somit auch die Mutter bleiben hier

  3. Hallo, inzwischen gibt es drei Eingaben an den Petitionsausschuss und damit ist eine Abschiebung erstmal gestoppt. Es gilt die Petitionsduldung! Von der Familie gibt es bisher keine Engabe, das ist auch nicht zwingend, aber oft hilfreich. Um erfolgreich im Ausschuss oder in der Härtefallkommissison einen Aufenthalt gegen die Ausländerbehörde zu erstreiten braucht es weitere Informationen. DIe können direkt oder durch RAIn, UnterstützerIn oder eben durch Abgeordnete eingebracht werden. Ich bin Obfrau für die GAL im Eingabenausschuss und möchte gerne den direkten Kontakt zu Familie oder UnterstützerInnen, kann da jemand helfen?

  4. Dieser Einzelfall zeigt deutlich, wieso die derzeitige Form der Abschiebung falsch ist und verhindert werden muß. Samir soll bleiben!

  5. Liebe Fanclubs,

    heute wenden wir uns in einer – wie wir finden – dringenden Angelegenheit an Euch.

    Samir – U13-Spieler beim FC Sankt Pauli ist von der Abschiebung innerhalb weniger Tage bedroht. Nicht nur wir finden, dass Abschiebungen grundsätzlich abzulehnen sind. Hier handelt es sich zusätzlich auch noch um einen Jugendlichen.

    Hier findet Ihr weitere Infos:

    http://www.spiegel.de/deinspiegel/a-740376.html

    https://www.stpaulinu.de/international-st-pauli/st-pauli-fur-samir-abschiebung-verhindern

    Wir finden, dass diese Abschiebung verhindert werden muss. Wie wir erfahren haben, ist der FC Sankt Pauli auch schon aktiv und im Kontakt mit der Familie, wir bitten Euch trotzdem Eure Meinung der Zentralen Ausländerbehörde mitzuteilen.

    Kontaktdaten:
    Zentrale Ausländerbehörde
    Herr Dr. Bushart
    Herr Bruhns

    Tel: 040 42839-2290 + 2291
    Fax: 040 42839-2966
    bfi.asyl-service@eza.hamburg.de

    Vielen Dank für Eure Unterstützung.

    Euer
    Fanclubsprecherrat und Fanladen

  6. Wir haben Samir nach seiner Einreise in die BRD unterstützt und würden nun auch an dieser Stelle gerne tatkräftige Unterstützung leisten.
    Ich bitte hiermit um eine Kontaktaufnahme um weitere mögliche Untertstützung anbieten zu können.

  7. Hallo?
    Besser in einem Einzelfall zu helfen als gar nichts zu erreichen!

  8. Toll, es geht wieder um einen einzelnen Fall. Vergessen wird, dass es viele andere Familien mit ähnlichem Schicksal gibt.
    Nun werden sich wieder viele dafür einsetzen, dass dieser Junge hier bleiben kann, die Probleme anderer Familien werden weiterhin beiseite geschoben und ignoriert.
    Es geht nicht um Samir und schon gar nicht um seine Chance Profifußballer zu werden.

    No border, no nation – stop deportation!

    1. Du hast vollkommen recht! Und dennoch sind es diese einzelnen Fälle, die man braucht, um der Öffentlichkeit den Wahnsinn der Praxis vor Augen zu führen.

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