Der Zweck der AFM (Abteilung Fördernde Mitglieder) ist auch die Kunst

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Update: Wer fragt, dem wird geantwortet. Daniela Wurbs und Sönke antworteten mir per Mail.

Am vergangenen Sonnabend fand die JHV der AFM statt. Da ich sie dieses Jahr verpasste, lese ich die Versammlungsnotizen auf FCSP.com und staune …

„Im Rahmen des Hauptabteilungszwecks, der Jugendförderung im FC St. Pauli, laufen alle bisherigen Projekte und Fördermaßnahmen der AFM weiter wie bisher,“ … Hauptabteilungszweck?, ist das so? In der Satzung steht das nicht, siehe unten, da ist von einem weiteren Zweck die Rede.

Ich weiß noch nicht genau, ob die Formulierung unsauber ist, oder ob das den Geist der AFM widerspiegelt. Vielleicht auch ein Hinweis darauf, weswegen bspw. das AFM Radio Projekt noch nicht mit Volldampf losläuft. Wenn es denn einem Nebenzweck dient?

Vielleicht sehe ich ja Gespenster, aber einen Nebenzweck sehe ich in der Förderung der Fussball- und Stadtteilkultur nicht (vgl. § 2,3) nicht. Eher einen bisher vernachlässigten Schwerpunkt!

Danielas Antwort:

„Die Förderung der Kunst und Stadtteil-/Fankultur ist schon seit drei Jahren (!) Teil der Aktivitäten und die AFM hat in der Hinsicht in den vergangenen Jahren super-viele Projekte unterstützt, zB auch die Jahr100 Ausstellung – wegen der wurde übrigens auch der Abteilungszweck vor drei Jahren geändert und die Kulturförderung aufgenommen, sonst hätte die AFM die 100Jahr-Aktivitäten nicht fördern können.

Das Antira wird auch bereits seit 2 Jahren unter diesem Zweck unterstützt… diese und letzte Saison Projekte wie die Millerntor-Gallery und die Regenbogen-Choreo zum Alerta! Action Day, die Aktion des St. Pauli Aktionsbündnisses gegen Homophobie und Sexismus dieses Wochenende, diverse U16 Fahrten zu Auswärtsspielen, die komplette Innen-Ausstattung der Fanräume (mit Ausnahme des Fanladens) etc.. Hast also wohl was verpasst :)“

Sönke ergänzte:

„Hmmm… wo ist jetzt Dein Problem – außer, nicht auf der Versammlung gewesen zu sein oder vorher in die ausgelegten Zahlen zu gucken? ;)

Der Hauptzweck steht in (1) und (2), die weiteren Zwecke in (3). Ein Minimum von 75% geht in die Jugendförderung (real aktuell um die 82%), der Rest in andere Zwecke und natürlich den Betrieb.

„Fußball und Liebe“ wurde zwar nicht direkt gefördert, aber natürlich hat es extrem geholfen, überwiegend von der AFM eingerichteten Räumlichkeiten zu nutzen (Kosten allein
im Bilanzzeitraum: 37.000 Euro). Zudem wurde auf der JHV beschlossen, das Museum
mit 60.000 Euro (3x 20.000 Euro) zu fördern und in Zukunft auf verschiedenen Ebenen – auch Veranstaltungen – zusammenzuarbeiten.

AFM-Radio war auch Thema: hat sich im Budget vervielfacht, der Betrieb ist gesichert und soll inhaltlich ausgebaut werden. Der Gesamtverein übernimmt die Technik, AFM Personal, Inhalte usw.

Also meinem Eindruck nach leistet die AFM(-Führung) einen guten Job.

Updated Fazit: Die AFM hat eine Kunst-kulturelle Seite, die wir stärker entwickeln sollten.

§ 2 ZWECK
(1) Die AFM dient der Fo?rderung aller im FC St. Pauli vertretenen Sportarten, insbesondere des Fußballsports mit dem Schwerpunkt der sportlichen Fo?rderung der Jugendlichen.
(2) Dieses Ziel soll erreicht werden durch:
a) die finanzielle Unterstu?tzung der Jugendabteilungen aus den Beitrags- und Spenden- mitteln der AFM. Die Ho?he der Unterstu?tzung wird in Abstimmung mit dem Pra?sidium des FC St. Pauli sowie mit den Jugendleiter/innen der betreffenden Abteilungen festgelegt. Sie soll sich an den Etatu?berschu?ssen der AFM abzu?glich einer angemesse- nen Ru?cklage bemessen.
b) die Mitgliederwerbung und -betreuung
c) die Akquisition von Spenden
(3) Die Abteilung verfolgt als weiteren Zweck die o?ffentliche Darstellung des FC St. Pauli und seiner Geschichte einschließlich der Wechselbeziehungen des Vereins zu Stadt, Stadtteil und sozialem Umfeld, sowie der Entwicklung des Vereins und seiner Fankultur im Kontext des deutschen und internationalen Fußballs sowie die Fo?rderung von Kunst und Kultur im Bereich des Sports, speziell des Fußballsports.
(4) § 2 der Satzung des FC St. Pauli gilt entsprechend. – ebenda