FC St. Pauli besiegt Auswärtsfluch …

Auswärtssieg-Heimniederlage-Fluch besiegt, fulminant gegen Paderborn verloren.

Paderborn war unwiderstehlich kraftvoll an diesem Dienstag Abend. In der englischen Woche der Bundesliga, zur Unzeit von 17:30 Uhr sollte dem FCSP die Grenze seines Vermögens aufgezeigt werden. Auch weil Paderborn mit 12 Mann spielte.

Damit meine ich nicht Schiedsrichter Stark, der seine schlimmen Fehleinschätzungen auch noch mit dieser zackigen Autorität verschlimmerte, die diesem Schlag Mensch Eigenschaft ist. Ich meine die kalt geschüttelte Wut von Magic Saglik, die sich unsichtbar auf dem Feld verteilte und den Ex-Paderborner-St.-Paulianer mit einer heißen Aura umgab, die ihn eben genau da stehen ließ (1:0), Meha beflügelte (2:0) und unseren Boys immer wieder in die Beine fuhr. Ratsche bekam nicht einen Pass hin, Gonther traf natürlich nur den Pfosten und selbst Geburtstagskind Verhoek traf aus einem Meter nicht. Dieser 12. Mann rächte sich kraftvoll und magisch an dem würdelosen Abschieben von Magic vom Millerntor, sodass Nöthe verpassen musste, genauso wie Thy in der letzten Minute.

’So schlecht waren wir doch gar nicht’, müssen unsere Boys in Brown gedacht haben. Und sie haben recht. Trotzdem steht da nun eine gläserne Decke über dem vierten Platz. Herüber gereicht von Fürth vielleicht, dieser ewige Vierte. Mit unserer Magie am Millerntor sollte uns das aber nun gelingen, die Jungs wieder aufzubauen. Immerhin ist der Auswärtsfluch, mit lauter Siegen in Folge nun gebrochen. Das YNWA und das vollziehen der Niederlagenfeier in unserer Kurve in Ostwestfaken machen mich zuversichtlich.

Abends bin ich dann durch ein Berlin gefahren, das einen langweiligen Deutschen Meister feierte. Und ich wünsche dieser Bundesliga geradezu Paderborn und Fürth zurück. Ob das Mahirs Wut gewollt hat?

Bis Freitag dann: Vergesst das Ziel, es geht immer nur um das Wie, den Stil. Das hat schon Philippe Djian gewusst, und Hunter S. Thompson auch.