Freibeuterbrief für Thomas Meggle

tl;dr
*Nu rufe ich allen Kritikern zu, die schon jetzt wieder seine Entlassung fordern: „Schnauze!“

Ich wurde von einem Sportjournalisten schon als Thomas Meggle „Fanboy“ bezeichnet, was wahrscheinlich an meinem Artikel bei Zeit Online liegt, in dem ich von einer „Meggle-Euphorie“ sprach, die eine Form der Angst sei.

Nun ist die Euphorie verpufft, die Mannschaft aber immer noch im Keller gefangen. So sehr sie auch strampelt, die Angst hat sich manifestiert und vergiftet den ganzen Verein. Langsam fangen alle Teile im Gefüge an zu schwingen: Die Spieler, verletzt (Ratsche), verheizt (Schachten) oder verstört (Budimir und alle anderen). Der Sportchef angezählt und die Supporter so ratlos, dass sie übereinander herfallen – und immer mehr, die Thomas Meggle in Frage stellen. BITTE?, der Mann ist St. Paulianer, so sehr man das als Profi-Fußballarbeiter und -manager werden kann, er trainiert die Mannschaft erst seit einigen Wochen und ihr krittelt an ihm herum? Habt ihr sie noch alle?!

Meggle verdient nicht nur, dass wir ihm Zeit freischaufeln, allen Unkenrufen trotzen – er ist überhaupt unsere einzige Option. Nicht nur Mannschaft gegenüber, die nun an dem Punkt steht, wo die Scheinwerfer der Verantwortung ihnen direkt ins Gesicht scheinen. „Ausreden gibt es keine mehr“, heisst das in der Sportreportersprache.

„Thomas ist hoch akribisch, hoch wertgeschätzt in der Bundesliga. Er ist systematisch stark, kommunikativ stark. Thomas Meggle ist absolut der richtige Trainer für diesen Verein. Ich glaube, durch eine solche Situation wie jetzt wird er nur noch stärker, noch besser.“, Oke Göttlich über Thomas Meggle in der „B!ld“

Meggle ist das einzige Rädchen im System St. Pauli, das nicht beschädigt ist, das nicht wackelt und chaotisch schwingt. Er hat auch in der U23 eine Hinrunde gebraucht, um aus den Jungs ein Team zu formen. Das kann er auch bei der Ersten Herren schaffen. Dafür braucht er einen Freibrief; von uns!

Meine Unterschrift hat er!

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