Gespielt, getroffen, geglaubt. Gewonnen.

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Die Lovelights beschienen die Ränge des Millerntors und die Boys in Brown machten sich warm wie immer, als ein unscheinbar wirkender Mann mit viel zu großer schwarzer Mütze zum Sky-Interview trottete. Roland Vrabec erster Spieltag. Ausgerechnet gegen ein Kellerkind. Ausgerechnet mit einem neuen Trainer. Schlimme Vorzeichen, die vielleicht dafür sorgten, dass eine merkwürdige Stimmung herrschte vor dem Spiel.

Während des Spiels dann, so beim zweiten Bier -Danke Dirk, Christoph, Mirko- zeigten sich dann die Jungs, die heute den Unterschied machen sollten: Kalla, Buchtmann, Nöthe und der fightende Fin Bartels. Kaum war Kalla draußen, stockte das Spiel auch prompt. Nach dem wuchtigen Pfostenkopfball und der Rettungstat von Ratsche hätten nicht wenige darauf gewettet, dass das Spiel hier noch kippt. Wie so oft vorher, wenn es gegen vermeintlich Schwächere geht (Remember Dynamo). Und dann erwachte das, was Kommentatoren immer Griffigkeit nennen, und das seinen Ursprung in einem Glauben hat, das auch zu können, Cottbus niederzuspielen, statt verkrampft zu kämpfen. Auf Halten spielen konnten wir noch nie. Und das zeigte auch Vrabec an der Linie. Keine Auswechslung zum Halten, sondern offensiv mit Thy, der sich wunderbar einfügte in das Trio des Abends: Buchtmann, Nöthe, Bartels. Mittlerer mit einer freundlichen Stoik gegen sein Pech gerichtet, die mich zu einem echten Fan von Chrissy Nöthe macht. Wenn das weiter so gespielt werden darf, weiter an Nöte-Bartels geglaubt wird, dann haben wir an dem Duo im Sturm noch viel Spass! Rin braucht doch dringend einen kongenialen Partner!

Nach dem Spiel noch schnell in die Domschänke und mit dem Kommando aus der Nord noch ins Viertel, wo ich mich zum Schluss einer kleinen Demogruppe Pro LampedusaHH anschloss. Ich gehe gerne an der St. Pauli Kirche vorbei abends, wenn alles schläft. Stelle mich krz vor das rosa leuchtende Fenster und wünsche den Schlafenden dort eine gute Nacht, bevor ich mich selig dun nach Altona aufmache.

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