Jetzt ist Zeit für „bedingungslose Optimisten“

Lächelnd knufft mir A. in die Seite, als ich Mitte der zweiten Halbzeit mir noch ein 3:2 herbei wünsche. „Du bist echt ein hoffnungsloser Optimist“. Immerhin, mein Wünschen reicht zu einem wunderschönen Abseitstor von Verhoek; ein Fallrückzieher ohne Wert. Dem FC St. Pauli gelingt der Anschluss nicht mehr, in der Tabelle verliert er ihn zum Mittelfeld und trudelt gen Abstiegszone.

Nun sind gerade Optimisten gefragt; so wie ich, erinnern sich viele Gutwünscher gerade an eine ähnliche Saison, wo der FCSP in der Liga schwächelte, damals der ganzen Republik aber im Pokalwettbewerb das Fürchten lehrte. Das Millerntor war damals noch ein bruchreifer Erdhaufen und doch eine Trutzburg des „Es wird schon noch, das Happy End“.

Am Dienstag geht es gegen den überlebensgroßen BVB, fußballerische Heimat von Tiki Taka und Flo Kringe. Das Millerntor erwartet nix anderes, als ein Wunder. Und irgendwie haben die Boys in Brown das auf ihre Art gegen Karlsruhe vorbereitet: mit einer uninspirierten Klatsche gegen den vorher viermal sieglosen KSC.

Ich gehe optimistisch in diese Woche – und mit gar keinen Ambitionen. Nur ausgestattet mit diesem unbändigen Wunsch, dass alles glücklich Enden möge. Darauf haben wir vor der Domschänke drei Budweiser gelenzt, die Niederlage weggetrunken und ausgepisst – für Dich Quotenrocker, auch einer von uns -bedingungslos St. Pauli, hoffnungsvoller Optimist.

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