Lack-Offensive gegen Wildpinkler auf St. Pauli

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„St. Pauli pinkelt zurück“ – unter diesem Motto kursiert ein Aufruf der IG St. Pauli im Netz, der zeigt, dass wildpinkeln auf St. Pauli demnächst zu nassen Hosenbeinen oder klammem Schritt führen kann.

Angeblich sollen Urin-verseuchte Ecken des Kiez mit Spezial-Lack bemalt sein, der so Wasser-abweisend ist, dass der Strahl in einem ungünstigen Winkel dem Pinkler wieder entgegen spritzt. Eine intelligente Form der defensiven Abschreckung, die vielleicht schon funktioniert, wenn nur die Angst vor einem vorzeitigen Kiezbummelende umgeht. :)

Mehr Infos dazu hat das Abendblatt-Blog „St. Pauli News“:

Die Idee zu der Aktion stammt von einer großen Hamburger Werbeagentur, die sich jedoch lieber im Hintergrund halten will. Bereits vor Monaten gingen die Kreativen mit ihrem Vorschlag auf die IG St. Pauli zu, der dort mit Begeisterung aufgenommen wurde. „Es ist eine Möglichkeit der Kommunikation, die nicht oberlehrerhaft rüberkommt und einen gewissen Witz hat“, sagt BID-Quartiersmanagerin Julia Staron, die das Projekt in den vergangenen Wochen mitbetreut hat. „St. Pauli spricht direkt zu seinen Gästen – ohne zu pöbeln oder zu meckern. Ich finde das ist eine ganz charmante Art, um auf das Problem aufmerksam zu machen.“

Bei dem Speziallack handelt es sich um das Produkt „Ultra-Ever Dry“, das 2012 von der amerikanischen Firma Resource Energy Group entwickelt wurde.

Kommentare 19

  • Hab es heute in fast allen österr. Zeitungen gelesen, muß wohl wichtig sein…..

  • Ein paar öffentliche Klos hätten auch geholfen. (Und nein, nicht nu Pissoirs)

  • Cool!

  • Ich find´s ne tolle Aktion! Mittlerweile ist der Kiez halt einfach nicht mehr nur das „Schmuddelviertel“, das es mal war. Mir fehlt dann allerdings der Hinweis, WO denn die Leute (Männer) STATT DESSEN hingehen sollten…! (so was wie „200m weiter links wäre ne öffentliche Toilette gewesen“, o.ä…) Gibt es genug Alternativen? Sollte man nicht evtl. ein paar mehr öffentliche Toiletten auf dem Kiez haben? (DIe Leute „müssen “ ja anscheinend nunmal…) Das scheint nämlich wohl eher das Problem zu sein. Also nicht einfach nur „dagegen“ sein, sondern dem Problem GLEICHZEITIG konstruktiv zu begegnen – Das wäre konsequent!

  • Das ganze ist eine Marketing Aktion der IG St. Pauli bzw des BID Reeperbahn+, genau jenes Instruments, was die Aufwertung und weitere Kommerzialisierung des Kiezes massiv vorantrieben soll.

    • immerhin besser, wenn sie das BID-geld für solchen lack ausgeben.

    • Na ja, ich weiss nicht. Das ganze wird sehr öffentlichkeitswirksam ausgeschlachtet. Und dient der Akzeptanz und Legitimierung des bid, genau jenes Instrumentes das noch mehr wildpinkler nach St.Pauli holen wird. Dieses an 5 Wände geschmierte Farbe wird nichts bringen. Der sos Spruch fuck bid, love st. Pauli, gilt weiterhin

    • Meine ich auch, Jörg!

  • St Pauli pinkelt zurück? Erzählt eure Sorgen mal den Paulianern der 70ger und 80ger.

    Der Dreck und Dunst, Punks und Freaks, Nutten und Gebrochene und auch Pisse.. das macht den Kiez aus..

  • Dass diese Aktion hier lauter Sexisten anlockt, war zu befürchten. Beware and behave!

  • Dann hab ich halt Pisse an der Hose!?

  • Das ist doch KRANK !!!!! Alles was sich beim Pissen niedersetzen muss gehört weg !!!!! Und zum Hauseck tut Mann halt gerne. ENDE !!!!!

  • Muss ich mich vielleicht niedersetzen auch noch dabei ?????

  • Also drehen sich die Pinkler jetzt etwas seitlich zur Wand und gucken, wer dann weiter kommt?!