ZEIT: „St. Pauli ist doch ein längst erloschener Mythos“

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Rocko Schamoni gibt der ZEIT online ein Interview – und die stellt die richtige Frage …

ZEIT: Das künstlerisch-widerständige St. Pauli ist doch ein längst erloschener Mythos. Mittlerweile patrouillieren Touristenbusse durch die Straßen. Passt ein Projekt wie der Pudel überhaupt noch hierher?

Schamoni: Natürlich, der Umbau des Viertels ist im Gang. In dreißig Jahren wird St. Pauli ein zweites Eppendorf sein. Das ist grotesk, wenn man bedenkt, wie verpönt es noch in den Achtzigern war. Damals sagte Helmut Schmidt, das sei das Viertel, in das wir nicht gehen. Dieser Prozess ist nur punktuell aufzuhalten. Beim Pudel muss uns das gelingen. Auch wenn es verdammt schwierig wird.

Das ganze Interview auf ZEIT online. Inklusive dem Ausblick, dass der Pudel zur „Neuen Flora“ wird. Ich finde, das darf man auch bezweifeln, dass dieses Viertel und „wir“ in der Lage sind, so etwas noch einmal hinzubekommen.

(Hinweis: Der Blogger hier schreibt auch für @zeitonline)

Kommentare 8

  • Ach ja

  • bin neulich nach ewigkeiten wieder auf dem kiez spazieren gewesen, nachmittags auf der seite richtung hans-albers-platz. und ich fand es war noch so dermaßen st.pauli, wie vor 15 jahren, als ich da gewohnt habe hätte ich nicht erwartet. voll nostalgie-flash.

    • Wenn man nur 2-3 Ecken kennt, dann ist das vielleicht so :-) Leider ist St. Pauli nicht mehr DAS St. Pauli. Die kleinen „Kult“-läden machen nacheinander dicht. Die echten Paulianer verschwinden nach und nach, dafür kommen dann Schnösel die im „kultigen“ Viertel wohnen wollen, selber aber dem Viertel keine Farbe geben können. Irgendwann werden hier nur noch Akademiker wohnen.

  • St. Georg war auch mal ein Viertel in das keiner freiwillig gehen wollte…

  • Nee, St. Pauli bleibt St. Pauli. ,!!!!