Stellungnahme Fanladen/Ultra Sankt Pauli (USP) zum Dauer-Saisonkarten-Wochenende

Nach dem FC St. Pauli, durch Sven Brux‘ Erklärung letzte Woche, meldet sich nun auch der Organisator der Vergabe der 2.000 Saison-Dauerkarten Südkurve zu Wort.
In der Einschätzung der Anzahl Vordrängler folgt USP der Wahrnehmung von Fansdemnach sind 1/4 der Karten erschwindelt und erdrängelt worden!

Leider wurden Teile der Vorbereitung von einem asozialen und egoistischen Verhalten vieler Fans am Anmeldetag unterlaufen, mit dem wir in dieser Intensität in der Tat nicht gerechnet haben und über das wir erschrocken sind. Unseren Schätzungen zufolge handelte es sich um rund 500 Personen, die sich in die Schlange der Wartenden gedrängelt haben und so die Fans, die sich ehrlich angestellt haben, um ihren Platz in der Reihe betrogen.

Als Mitansteher kann man dem Fanladen nur zustimmen in dem Resumée:

Gelitten hat an diesem Tag der Spirit von Sankt Pauli, mit dem sich so oft gerühmt wird.

Die Erklärung im Wortlaut bei ab-in-den-Sueden.

Fanshop 1


Im Fanshop 1 in der zugigen Allianz-Arena gab es gestern alles 50% billiger. Wegen der neuen Kollektion, die etwas weiter vorne schon verkauft und etwas weiter unten später auch getragen wurde. 150 Jahre gibt es diesen Verein jetzt schon – und der magische FC konnte hier noch nie gewinnen. Vielleicht liegt es ja wirklich an der fehlenden Magie dieses Ortes, der mehr Rummenigge ausstrahlt, als Werner Anzill. Ein Ort an dem die heimatlosen Löwen gewinnen ist mir unheimlich.

28.3. – Sonntags-Ausflug ans Millerntor – Hansa Rostock versenken


Sonntag, 28.03. 13:30 Uhr: FCSP – HRO am magischen Millerntor.
Das Montagsspiele doof sind, weiss inzwischen sogar der DFB, vor allem, wenn man davon ausgehen muss, dass Event-Fans aus Rostock nach Hamburg reisen und das Event-Fernshen daraus eine große Nummer macht. An dunklen Freitagen wirken dann auch Pyro-Provokationen erst so richtig.
Nun am Sonntag-Nachmittag, da ist es in der Regel hell und kuschelig am Millerntor – und so gegen 15:15 Uhr ist die Messe dann gelesen.

Macht-Arithmetik: 96 ./. 50+1

Wenn die Seele fehlt und damit das wichtige, das lebendige am Image (oder wenigstens dessen Spurenelemente), dann hilft eben nur noch, alles zu verrammschen. Das ist meine persönliche Meinung zum Phänomen 50+1-Regelung.
Kein Wunder also, dass nicht Vereine, wie St. Pauli (vgl. , VfL Bochum oder Freiburg sich hierzu regen, sondern …
„Hannover 96 hat offiziell Klage gegen die bestehende 50+1-Regelung beim Ständigen Schiedsgericht eingereicht. Innerhalb einer sechswöchigen Frist hat der Ligaverband nun die Möglichkeit, auf die Klage-Einreichung zu reagieren.“ (via DFL Presse)
(Die bestehende 50+1-Regelung sieht vor, dass Investoren bei den Clubs des Ligaverbandes DFL nicht die Stimmenmehrheit übernehmen können)

FC ST. Pauli – Fans und Verein diskutieren über Anstand und Fanverhalten

Die interne Diskussionskultur beim magischen FC ist ja legendär – und wichtig – sie funktioniert.
Ich wünsche mir, dass sie auch die erreicht, die das Millerntor und andere Stadien, wie in Bremen und Rostock, in „unserem“ Namen als Bühne für Krawall missbrauchten ).
„Über 350 Fans des FC St. Pauli trafen sich am Montagabend im Ballsaal der Südtribüne, um gemeinsam mit Vereinsvertretern über vermeintliches oder tatsächliches Fehlverhalten der eigenen Fan-Szene zu diskutieren. Die hohe Teilnehmerzahl sowie der Verlauf des vom Fanladen organisierten Abends zeigte deutlich, dass es ganz offensichtlich Probleme gibt, die angegangen
werden müssen. Die Vielschichtigkeit der Problemlage macht aber auch deutlich, dass es mit einfachen Lösungen nicht getan ist. So konnten
etliche Teilbereiche gestern nur angekratzt werden und in noch folgenden Runden muss versucht werden, sich der Teilaspekte lösungsorientiert und praxisnah zu nähern. Zumindest in einem Punkt schien die Menge einen Konsens zu erzielen: Es täte dem Verein und seiner Fanszene gut, wenn sich alle Beteiligten Mühe gäben, künftig in Konfliktsituationen etwas
gelassener zu reagieren, althergebrachte Feindbilder auf ihre Sinnhaftigkeit zu überprüfen und sein eigenes Tun auf eine mögliche
Außenwirkung zu reflektieren. ?Es war auf jeden Fall eine gute Veranstaltung. Jetzt besteht die Aufgabe darin, die vorgetragenen Ideen
und Vorschläge umzusetzen und in die entsprechenden Gremien, seitens des Vereins und der Fanorganisationen zu geben?, so Justus Peltzer vom Fanladen St. Pauli.“

Als VIP im Parkhaus #HSV

Dezember in Stellingen

Eine Stunde nach Spielende war die Fressmeile immer noch gefüllt, am Ausgang standen die Hostessen und verteilten Weihnachts-HSV-Pralinen vom Partner Halloren. Eine von vielen Marken und Labels die einem in den letzten vier Stunden um den Kopf geprügelt wurden.
Der VIP-Parkplatz um den riesigen Weihnachtsbaum war noch voll, auf den Straßen staute sich der Verkehr, während die Fußwege zur S-Bahn-Station völlig leer waren. Aus dem leichten Schneerieseln um halb drei ist ein kleinerer Schneesturm geworden. Es ging den Trampelpfad zur S-Bahn runter, vorbei an der Biogasanlage Stellingen, die einen Geruch von Kot und Dung hinausblies., via allesaußersport

Schweinepop und Bator

… und dann dieser Ort. Jetzt erst weiß ich, was die anderen meinen, wenn sie vom Parkhaus sprechen. Feucht glänzender Beton überall. Schwarz-grau meliert unverputzt, umhüllt vom Duft dutzender Fettabscheider. Punktuell grell, sonst düster. Kein Einstimmen im Stadion, Minuten vor dem Spiel ist selbst die Ultra-Kurve des HSV erst zur Hälfte gefüllt. Vielleicht liegt das an Herrn Bartor, der im NDR-HSV-Fanfernsehen seinen Hamburger Weg präsentiert, um Dietmar Jakobs mit schlimmen Fragen zu nerven (“Was war ihr größtes Spiel? – Jakobs gelangweilt, “1983 natürlich”). Und dann der Schweinepop.

Schneetreiben in Paderborn. Schnee macht…

Schneetreiben in Paderborn. Schnee macht gleich, die Boys in Brown verschwinden mit ihrem Super-Auswärtssturm hinter ihren weißen Trikots, Paderborn ist heute der Underdog, das Provinzei, der Aufsteiger.
Schade, das schöne Anschlusstor von Morike Sako fällt zu spät. Hätte mir gut gefallen, genauso einen Punkt mitzunehmen, wie es Fürth gefiel, letzten Advent. Heute ist der vierte, deswegen dürfen wir uns über einen Aufstiegsplatz freuen. Forhe Wiehnacht St. Pauli.

Handeln statt Bewegen – FC St. Pauli

„Ich fürchte mich jetzt schon vor der neuen Lebenszeit“, sang die (Ina) Deter, von der MacDonalds-Generation und Intimlotion sang sie, vor denen sie Angst habe, weil deren Zeit vor Müdigkeit stirbt. Wie das Spiel unserer Mannschaft gestern – der Weckruf des Herrn Wagner, so spektakulär, so irre, so unverständlich für uns alle im Stadion, dass manche angesichts der Reaktionen darauf jetzt im Gegenzug Benimmbücher schreiben wollen mit einer Empörung, als sei dirty nicht cool, wie spießig, als sei Herr Ahlhaus in sie gefahren, der Zwang zum Selbstzwang, ja, er reitet durch St. Paulianer-Hirne wie berittene Polizei, schlimm.

Eine Liebeserklärung zur Falschen Zeit …

Celtic FC is shipping

Ich freu mich; Weihnachten:
Your Order CEL-66xxxx was despatched on 11/12/2009 containing the following item(s) :-
1 x Celtic Cross Hoodie – Black XXX/Large
1 x Celtic YNWA Vintage Wash T-Shirt – White X/Large
1 x Celtic St Pauli Friendship Scarf – Green/Brown One Size Only

Freude schöner Fußballzauber am Millerntor (FCSP-Union Berlin)

YNWA Schalparade am Millerntor
Es war seltsam mild am Millerntor und der Blick auf das Littmann-Loch 2.0, da wo noch vor kurzem die Haupttribüne gestanden hatte, war auch gewöhnungsbedürftig. Genauso, wie das Spiel der Herren Kruse, Kalla und Daube. Das waren nämlich die drei, die den Berlinern aus Köpenick den Fuß verknoteten. Naki saß derweil hinter uns, und dachte sich vielleicht, dass das jetzt schwerer wird, da sich wieder reinzukämpfen. Aber zum Glück gab es ja noch die 2. Halbzeit.
Habe viel gesungen, das Union Lied immer wieder von Gegenüber vernommen und bedanke mich für einen rundwum schönen 1. Advent.

Auch wenn andere noch trauern.

Bundesliga: Warum sind Montags-Spiele scheisse?

Da gibt es 1000 Gründe für. Hier sollten diese reichen (via):
* Montags ist die Anreise für Auswärts-Fans sehr schwierig;
* Auf den Montag folgt der Dienstag;
* Der Spielplan wird immer weiter auseinandergerissen: die zweite Liga spielt inzwischen regelmässig von Freitag bis Montag. Bei „englischen Wochen“ kommt dann von Dienstag bis Donnerstag gleich der nächste Spieltag. Wer soll denn das auf die Dauer ertragen?

Hamburg.de ohne Mädchen – Altona 93 an der Spitze des Protestes für Gleichbehandlung von Frauen-Fußball in Hamburg

Seit ein paar Wochen bietet die „offizielle Internetpräsenz für die Freie und Hansestadt Hamburg“, www.hamburg.de, als Service eine Übersicht über alle Hamburger Amateur-Fußballligen mit Tabellen, Ansetzungen und Ergebnissen an. Alle Hamburger Ligen? Alle, bis auf sämtliche Frauen- und Mädchenligen ..!
Auf Anfrage bei Hamburg.de warum die „Zunkunft des Fußballs“, die ja laut DFB-Präsi Theo Zwanziger weiblich ist (sic!), nicht berücksichtigt wird, wurde geantwortet, daß die Frauenligen bei „entsprechender Nachfrage“ auch ins Angebot aufgenommen werden.

… bis dahin wird ausgerechnet beim Frauenfußball in Hamburg nach dem Leistungsprinzip verfahren. Wir unterstützen den Aufruf der AFCDeerns (Altona 93):
Fordert eure Bezirkspolitiker auf hier einzugreifen und schreibt an hamburg.de*, den Frauen gehört der Fußball – und vielleicht will Hamburgs Bürgermeister sich ja 2011 bei der Fußball-WM im eigenen Land auf den Empfängen nicht lächerlich machen …
*) dort dann entweder „Allgemeine Fragen und Anregungen“ oder „Kontakt zur Redation“ auswählen und freundlich darauf hinweisen, daß in Hamburg auch Frauen und Mädchen Fußball spielen. Für Twitterer: @hamburg_de.

Niemand siegt am Millerntor – auch nicht der MSV Duisburg

Weltkulturerbe
Es ist die Summe der Dinge, die so einen Ort beschicken, die etwas, wie Magie verheissen. Am Millerntor ist das immer häufiger unser schlacksiger Stürmer aus Mali, den ich seit seinem ersten Kopfballtor in der Regionalliga zu meinen persönlichen Favoriten in braun-weiss zähle. Wegen seiner Zweifel, die man ihm ansieht während er sich immer wieder in die gegnerische Abwehr schraubt. Wegen seiner Dribbelstärke am anderen Ende dieses langen Körpers, in der Nähe der Grasnarbe ist dieser Mann nämlich eigentlich Fußballer. Wegen seiner Probleme, immer mit Schiedrichtern aneinander zu geraten, lediglich wegen seiner Erscheinung. Seine Stoik und zeitgleichen heissen Liebe auf dem Platz.
Verbindet sich diese Geschichte noch mit einer sehr persönlichen Serie eines jungen Bloggers auf der Süd, dann kann man ahnen, was da alles wirkt in 90 Minuten neben dem DOM.
Macht euch nix draus liebe Duisburger. Hoffenheim hat vor fast einem Jahr sogar verloren und ist trotzdem aufgestiegen.