"Sportler für Sportler"

DFL Deutsche Fußball Liga GmbH: Einladung zur Pressekonferenz: Vorstellung Bundesliga-Aktionstag „Sportler für Sportler“
Frankfurt (ots) – Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,
der 19. Spieltag der Bundesliga-Saison 2008/09 steht unter dem Motto „Sportler für Sportler“. Mit dem Aktionstag unterstützen die 36 Vereine und Kapitalgesellschaften der Bundesliga, unter Einbindung der Deutschen Telekom, die Stiftung Deutsche Sporthilfe. Über den Aktionstag möchten wir Sie informieren und laden Sie herzlich ein zur:
Pressekonferenz am 4. Februar 2009, um 11 Uhr, in den Räumlichkeiten der DFL Guiollettstraße 44-46 60325 Frankfurt „"Sportler für Sportler"“ weiterlesen

Viva Con Agua auf der Brust, Sankt Pauli im Herzen

Die Geschichte des Hilfsprojektes Viva Con Agua ist eng mit der Gegengerade des Millerntor und dem FC St. Pauli verbunden. Nicht allein durch Benny Adrion. Höhepunkt dieser Symbiose ist das Auflaufen des FC St. Pauli am kommenden Sonnabend mit dem Viva Con Agua Logo auf der Brust. Congstar verzichtete Weise und macht PR durch nicht vorhanden sein.

Zum ersten Mal laufen die Profis des FC St. Pauli mit dem Viva con Agua Logo auf dem Herzen am Millerntor auf; Haupt- und Trikotsponsor congstar macht für diese einmalige Aktion extra die Brust frei.

DFL, Premiere & TV-Fans: Das Diktat der Sesselpuper

Der Konflikt um die Spielzeiten der 1. und 2. Bundesliga verläuft mitten durch die Anhängerschaft des runden Leders.

Da sind zum einen die Fernsehgucker, Sesselsportler mit Premiere-Abo und Eheproblemen, denen nichts besseres passieren kann, als dass Bundesliga-Fußball aller Klassen und seine Übertragung ruhig die halbe Woche andauert. (…) und dann gibt es die Fußball-Liebhaber, die irgendwie ihren müden Körper bewegen müssen, um ihren Kick zu kriegen. Supporter, die in Stadien abhängen, die einmal erlebt haben womöglich, wie das gemeinsame Wünschen Spiele beeinflussen kann, und Menschen, die selbst Fußball spielen nicht zu vergessen. Das von den Fernsehmachern und DFL-Funktionären wenig ernst genommene Rückrat des deutschen Fußballs, die Amateure.

Und die DFL kann sich bei der Durchsetzung ihrer Fußball-feindlichen Pläne zu den Anstosszeiten 2009/2010 auf einen mächtigen Verbündeten zählen: Fernsehende Fußballfans mit kurzem Denken.

Das ewige Gejammere, die lieben Auswärtsfans könnten Montagsabends nicht vor Ort sein, kann ich unmöglich gelten lassen. Nach Rostock fährt auch am Sonntag kein Mensch. Vom Freitagabend einmal ganz abgesehen. Außerdem fährt man in einer Bundesliga-losen Stadt, die zudem weit, weit weg von der Spielstätte des eigenen Clubs liegt, sowieso gar nirgends hin. Man macht es sich lieber Zuhause bequem und lässt die Kugel rollen.

FC St. Pauli: Abstiegskampf ein ganzes Jahr statt Aufstiegseuphorie

pauli fürth
Wo nun noch Optimismus hernehmen, fragt Jeky nach dem spät desolaten 5:2 in Fürth.
Ich meine, die trostlose Niederlage weist auf einen realen Weg, schiebt Träume weg. Und das ist gut für den FCSP. Bodenständige Magie ist auf St. Pauli schon immer besser gelaufen, als Wolkenschloss-Fußball.
Mich hat momo ja letzte Saison schon immer verlacht und später freundlich beschimpft wegen meines Optimismus (und dem ewigen „Wachrüttler-Argument“ ;). Klar war doch, dass trotz vieler Optimisten diese Spielzeit die härtere wird. Die Euphorie des Aufstiegs verpufft, spielen wir entweder um den Aufstieg (neue Euphorie) oder gegen den Abstieg (real life ;).
Gut, dass gleich zu Beginn klar wurde, welche der beiden Szenarien nun vorliegen. Kämpfen Pauli, und zwar ein ganzes Jahr.
Hier allerdings mache ich mir wenig Sorgen, wenn der Ernst der Lage nu schon zu Beginn Einzug hält!
foto: flickr, thor.sten

12:50 am Bieberer Berg

Live berichten, bloggen oder twittern aus Stadien ist nicht nur Trend, sondern eine äußerst natürliche und kreative Form menschlichen Kommunikationsdrangs.
Stefanie L. zeigt nu auf ihrem Blog „Textilvergehen„, wie man Twitter und Bloggen sinnvoll zu einem unterhaltsamen Spielbericht kombiniert, sodass das Spiel auch für einen Aussen stehenden (weil eben Freund einer anderen Mannschaft 😉 und später reinlesenden spannend inszeniert wird.

13:58 Die Schiris und Jan Glinker in Schwarz, die Mannschaft -also, meine- in gelb (gelb!) mit rotgelben Ringelsocken … ich versuche, das Bild zu verdrängen …

Lebendige Videopremiere des Focus Fussball-"Experten" Othmer

„Klinsmann wechselt sich selber ein“, ist spätestens seit der Auftakt-fast-Pleite vom Freitag ein geflügelter Vorschlag in München. Der Videoblog des Focus nimmt nu Fußball lebendig auf die Schippe. Das verspricht zumindest die Premiere, die sich den Kader des FCB näher anschaut.
Die Erkenntnis, dass eigentlich alle vier Tore am vergangenen Freitag irgendwie bayrische waren (Guerrero und Trochowski ihre) ist schon mal eine schöne

400.000 Dauerkarten für die Bundesliga – Fans

Von einer Depression der Stadiongänger kann in der Bundesliga keine Rede sein. Zumindest die Vereine der ersten Bundesliga setzen mächtig viele Dauerkarten ab.

Die Fußball-Bundesliga hat vor Beginn der neuen Spielzeit eine neue Schallmauer durchbrochen. Mit 406.290 verkauften Dauerkarten brachten die 18 Clubs bereits vor Saisonstart so viele Tickets wie noch nie an den Fan.

Ein Rekord, der interessanterweise auf der Rückkehr von Traditionsvereinen, wie Borussia Möchengladbach und dem 1. FC Köln beruht. Bleibt abzuwarten, ob sich dieser traditionell katholische Anhang auch gegen die neuen Anstoßzeiten der DFL 2009/2010 zu wehren weiß: 12:30 ohne uns – und 400.000 Menschen mit Dauerkarte VOR den Stadien in Köln, München und am Borussia Park Bökelberg, das wäre schon eine mächtige Demonstration.

Sterben und Wiederauferstehen, das ist Fußball

Ich frage mich, ob es an meiner persönlichen Präferenz zu „Mannschafts-Ballspielen“, wie Baseball und Fußball, liegt oder ob es zwischen solchen Dingen wie Fahrradrennen, 100-Meter Sprint und eben Ballspielen wesenhafte Unterschiede gibt. Kommt es nur mir so vor, dass diese klassischen Sportarten in der Postmoderne den Stillstandstod sterben, Spiele hingegen aber aufblühen?
Spätestens seit Mitte der 80er-Jahre tragen 100-Meter-Sprinter noch mit dreißig Jahren eine gepflegte Vollakne. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die 100stel, die den Unterschied an der Weltspitze ausmachen nicht dem menschlichen Körper, sondern der immer besser werdenden Pharmaindustrie geschuldet sind. Nun ist Leichtathletik, auch in Staffeln, letztlich ein Einzelsport. Mensch gegen Zeit. Da fiel es als Erstes auf. Das Wesen Sportler ist an seine Grenzen gestoßen. Und damit stirbt er dann, steht still, denn Sport lebt eben auch von Entwicklung, Spannung und herausschieben eben dieser Grenzmarken.
Nun hat es den Anschein, dass auch taktisch hoch entwickelte Sportarten betroffen sind. Sicher, der Reiz der Tour de France liegt zum einen in den unmenschlichen Strapazen der Topfahrer, zum anderen aber auch an den taktischen Meisterleistungen der Teams, eine irre Abstimmungsleistung. Nun stirbt dieser Sport wohl, weil die Unterschiede in der taktischen und körperlichen Qualität nivelliert sind. Alle sind quasi gleich gut. Den Unterschied macht, wie 20 Jahre zuvor bei den Sprintern nur noch der gelungen vertuschte Einsatz von Pharma. Tod, Stillstand, ein kilometerlanger Leichenzug.
Wir besprachen heute Nachmittag das Prinzip des Scheiterns als Garant für andauernde, Zeitalter überdauernde Spannung im Fußball. Nur durch den Unterschied von 100 gescheiterten Torschüssen vielleicht acht mehr in den kleinen Kasten zu bugsieren unterscheidet sich der russische Sturm von dem der Spanier, diesmal. Aber das ist nicht alles. Eigenart, Leidenschaft und tausende Faktoren ergeben zusammen ein komplexes Gebilde von möglichen Abläufen. Unplanbar, eben ein Spiel.
Das aber ist in unserem Zeitalter der Unterschied zwischen Tod und Leben. Es lebe das Spiel.
Vive la Russie 😉
(dieses Posting ist ein repost von einem älteren Artikel bei ringfahndung.de zur WM 2006)

Lebendige Vorfreude

photo.jpgGeschäftig bereitet sich die große portugiesische Gemeinde in HH auf das heutige Abendspiel gegen die Türkei vor. Bereits Stunden vor dem Spiel nehmen die türkischen Fahnen in Altona überhand, liegt eine entspannte Spannung in der Luft.
Leidenschaft und laute Rufe werden dann bald durch Ottensen hallen. Ich schlendere dann vom portugiesischen Ribatejo runter zum Spritzenplatz und freue mich daran. So unbeteiligt werde ich den Rest des Juni nicht mehr sein 😉

SpOn über die Fan-Proteste gegen die DFL Anstosszeiten

Bemerkenswert fanfern, die Zitate der Verbandsleute. Bemerkenswert spalterisch, die Unterteilung von Fans vor dem TV und im Stadion.
Das Ende ist lesenswert, zeigt es doch, dass es eben um Kultur geht, wenn wir über lebendigen Fussball sprechen:

Philipp Markhardt von „Pro Fans“ formuliert eine ganz andere Prioritätensetzung: „Der Fußball lebt von den Emotionen. Die englische Premier League ist gespickt mit Stars und trotzdem fahren jedes Wochenende zahlreiche Engländer nach Deutschland. Weil sie hier günstigere Eintrittspreise vorfinden, im Stadion ein Bier trinken können und eben Fan sein dürfen. Und das machen sie auch ohne einen Giggs oder Rooney.“

Spon.

Fussball-Alpin

11Freunde über Fussball-Österreichisch und Fußball-Schwiizerisch:

(ein technisch guter Spieler heißt in Österreich »Dribblanski«, jemandem
das Bein stellen in der Schweiz»S’ Höppärli machä lassä«)

quelle: 11Freunde

Die Welt: Paulianer führen Deutschland weiten Protest an

Welt.de über die Fanini der Sozialromantiker, das Sommerloch und den Protest gegen die Anstosszeiten der DFL ab 2009:

Ab der Saison 2009/10 blieben den Fans in dem Fall gerade einmal noch 22 Minuten, um in Freiburg an das andere Ende der Stadt zu gelangen und die Sicherheitskontrollen am Stadioneingang zu passieren. Immerhin: Wer am Sonnabend um 22.46 Uhr in den Zug einsteigt und eine Fahrtzeit von schlappen 10:13 Stunden in Kauf nimmt, ist laut Fahrplan um 8.59 Uhr in Freiburg.
Nicht zuletzt angesichts dieser unerfreulichen Aussichten hat sich eine vereinsübergreifende Fan-Initiative gebildet, die mit einer Petition die DFL zum Umdenken bewegen will. „Sonntags 12.30 Uhr – ohne uns“, lautet das Motto der „Sozialromantiker-Ini“, einer Aktionsgruppe aus der Fan-Szene des FC St. Pauli, die beim Protest federführend war.

via twitter: @fussball_lebt (follow us)

9:40 aus dem Haus,

und das an einem Sonntag im Jahre 2009:

Hallo? Um 12:30 habe ich als Vorort-Bewohner von Hamburg und nur-ab-und-zu-mal Heimspielbesucher ja schon ein Terminproblem noch zeitig ins Stadion zu kommen. Üblich ist sagen wir mal eine Stunde vorher da zu sein. Das hieße um 11:30 sollte ich ungefähr am Millerntor sein. Dazu muss ich bei optimaler Anbindung um 10:30 zu Hause los. Nun ist die Anbindung aber alles, nur nicht optimal. Ohne auf die Fahrpläne geschaut zu haben behaupte ich einfach, dass ich mit Bus und Bahn gegen 09.40 loskommen muss. Für ein Heimspiel. In der Stadt, die ca. 1.500 Meter von meiner Wohnung entfernt ist.
Neun Uhr Vierzig.

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