IDAHOT oder Der lange Weg zur Vielfalt

Heute, am 17. Mai, feiert die Welt die Vielfalt und ermahnt am International Day Against HOmophobia and Transphobia (IDAHOT), dass echte Gleichstellung noch ein zäher Kampf ist. Das gilt auch für Gemeinschaften, die sich auf dem richtigen Weg befinden, wie der FC St. Pauli.

Für diese sogar umso mehr, weil sie – wir – als Safe Place wahrgenommen werden, in dem dann Verletzungen eben noch schwerer zu ertragen sind. 2016 hat der Verein trotz des Ringens um die richtige Form einen Weg gefunden, seine Solidarität zu bekunden:

Statt Jolly Roger wehte an unseren Eckfahnen das Regenbogenbanner.

https://mobile.twitter.com/fcstpauli/status/732452720972468224

Vielfalt im Vereinsalltag etablieren

Das ist ein richtiges, wichtiges Zeichen, wobei die Diskussion um die „bunten Schnürsenkel“ fortgeführt werden sollte, sie zeigt nämlich zwei Dinge:

  • Zum einen, dass die Kritik und Ideen des Aktionsbündnisses bei der Mannschaft (oder mindestens in Teilen davon) ankommen, das Thema war meinen Informationen nach letzte Woche Thema im Mannschaftsrat.
  • Zweitens dieser Verein noch einen weiten Weg zu gehen hat, bevor Vielfalt und die Promotion derselben alltäglich werden.

Das betrifft spielalltägliche Aktionen, wie die Kapitänsbinde und das Weitergeben derselben an den gegnerischen Kapitän, Schulungen von Funktionsträger_innen im Verein genauso, wie die Frage danach, wie sich der Verein auf ein mögliches Coming Out vorbereitet. Vor allem aber betrifft es auch lieb gewonnene Traditionen der weißen, cis-männlichen Mehrheit.

Ein weiter Weg, der sich lohnt.
Forza St. Pauli. Geh voran.