Das St. Pauli Girl vom Business Improvement District #sexismus

Wie wirbt man für die Reeperbahn, ohne sexistisch zu werben?, diese Frage ist nicht einfach zu beantworten, und hat schon in ähnlichen Versuchen zu Kontroversen und Protesten geführt, wie seinerzeit bei bei Viva Con Aguas Wet T-Shirt Entwürfen oder Susis Showbar-Einlagen am Millerntor.

Frozen st pauli girl
St. Pauli Girl“ – eine Neon-Schönheit aus Altona, Hier als Symbolbild genutzt.

Den neuesten Fauxpas bilden die Entwürfe der Interessengemeinschaft von Geschäftemachern auf St. Pauli, die einen Schritt weitergekommen zu sein scheinen, einen „Business Improvement District“ auszurufen: Sie stellen breitbeinig dastehende, rote Plastikfrauen auf die Reeperbahn, die zwei Werbebildschirme tragen. Eindeutig sexistisch, so die vielstimmige Kritik. Und schlimm die Reaktion darauf; Andreas Pfadt, Projektleiter des BID Reeperbahn rät ausgerechnet, den Entwurf ‚einfach nicht so ernst zu nehmen‘. Ignoranter geht es nicht.

Dabei könnte es so spannend sein, sich zu überlegen, wie St. Paulis Sexyness transportiert werden könnte, ohne machtvoll sexistisch zu sein. Wie transformiert man St. Pauli vom gewalttätigen Sexbezirk ohne es seiner Identität zu berauben, es puritanisch zu säubern? Durch doofes Derailing ist das aber noch niemandem gelungen. #FuckBDI

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