St. Paulis Susis Showbar Loge am Millerntor – und der Unterschied zwischen Sexismus und Sexyness

Ritsch zeigt sich kompromissbereit: „Wir haben zur Kenntnis genommen, dass einige Fans Frauen gegenüber nicht so freundlich eingestellt sind. Deshalb haben wir beschlossen, gegen Kaiserslautern genauso fußballbegeisterte Boys wie Mädchen einzuladen. Sie sollen unsere Freude über ein erzieltes Tor durch ihre Tanzdarbietungen an der Stange zum Ausdruck bringen.“

Tita von Teese vs Susis Showbar
Tita von Teese vs Susis Showbar

… schreibt die Mopo – und lässt das Zitat unwidersprochen, dass sich „nur“ wenige Fans des FC St. Pauli an der „Trockenfickerei“ an den Stangen in der Loge stören.

Der Konflikt liegt hier ganz woanders: Das was für mich und sicher auch andere St. Paulianerinnen unerträglich ist, sind die Macht und Machismen, die in Logen hinter getönten Scheiben nicht nur die Mädels zu Lustobjekten machen, sondern das ganze Millerntor zur Sexfolklore gleich mit. Gerade gestern habe ich ein kurzes aber wichtiges Gespräch darüber geführt, was denn der Unterschied zwischen Tita von Teese (Foto) und einem Tabledance auf der Reeperbahn ist.

Subjekt=sexy

Es ist schlicht die Kunst, Frauen als Subjekte zu erhalten, die in einer Rolle ihre Würde wahren können. Ob das gelingt, hängt elementar mit dem Umfeld (Loge) und den Betrachtenden (Männer, die Logen besuchen/sich leisten) zusammen.

Ich sehe in dem Mopo-Artikel keinen Hinweis darauf, dass sich die Räkeleien in Susis Show-Loge von den Wichsvorlagen unterscheiden, die ich 24h, rund um die Uhr mir auf dem Kiez anschauen kann – und Teil hiervon will ich nicht sein!

Foto: wikicommons

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7 Antworten

  • Insider am diskutieren….
    Als Outsider finde ich das Foto toll: Eine schöne Frau! Eindeutig Sexyness.
    Und weniger Sexismus, und weniger Machogehabe wären schon schön!

  • Hehehe! Diesen Unterschied ausgerechnet mit Dita von Teese zu erklaeren spricht natuerlich Baende. Dann lieber Schantalle!

      • Klar ist da ein Unterschied! Aber es ist mitnichten selbsterklaerend was denn nun
        Sexismus und was Sexyness sein soll. Die Kritik an dem Susi-Event am Millertor ist ja nachvollziehbar. Aber als Gegenteil dessen die sich selbst suchende „Madame Burlesque“ aufzufuehren??? Nee danke! Aber egal! Ist letztlich halt Geschmackssache!

      • Ehrlich gesagt suche ich danach ja auch … als Mann ist das ja nicht einfach.
        Aber der Knackpunkt scheint mir zu sein, dass die Frau (oder Mann meinetwegen) in ihrer Rolle als Subjekt wahrgenommen werden kann. Das können Titten die an Stangen sich räkeln nur sein, wenn der Körper drumrum eine Rolle spielt. Und das kann Susis Showbar nicht. Auch nicht am Millerntor.

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