Das Rostock-St.Pauli Dilemma – Gemeinsam für Fanrechte und Gegen Nazis, geht das?

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Eat Nazis Aufkleber in Ottensen
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UPDATE: OVG Hamburg weist Widerspruch gegen Verbotsverfügung zurück: somit darf der FC St. Pauli an Hansa Rostock KEINE Gästekarten abgeben!
(via HA mobil)

Am kommenden Wochenende spielt der magische FC gegen Hansa Rostock. Und wird sie hoffentlich sportlich versenken. Soweit so gut. Gleichzeitig steckt St. Pauli und seine Fanschaft aber in einem handfesten Dilemma: Zum einen kämpfen Anhänger des FC Hansa Rostock mit einer Demo gegen Polizeiwillkür und das Aussperren eines gesamten Gästeblocks (Stichwort „Verbotsverfügung“) für ein Anliegen, dass viele Sankt Paulianer_innen teilen. Andererseits muss man davon ausgehen, dass unter den anreisenden Rostockern sich Menschen befinden, die sich angesprochen fühlen sollten, wenn wir „Nazis raus“ fordern.

Ein Dilemma, das ausgerechnet vor unserem antifaschistischen Wohnzimmer „Jolly Roger“ stattfinden soll.

Nach Angaben der Hamburger Polizei erwartet der Veranstalter, dass bis zu 2000 Anhänger des F.C. Hansa Rostock zu dem Protestmarsch nach Hamburg kommen. Nach Informationen der BILD-Zeitung sollen auch HSV-Hooligans vorhaben, sich dem Demonstrationszug anzuschließen. (Quelle: HA)

Eine schlimme Vorstellung. Und nu?

Kommentare 5

  • Kann böse enden,,,,…

  • Was denn sonst? WIe kann man denn der erwartbaren Randale einer Gefolgschaft sonst entgegentreten? 

  • Keine „Verbrüderung“ mit den Anhängern von Hansa Rostock! Klar ist das Verbot der Polizei vollkommen daneben, soviel steht fest. Unseren Protest dagegen können wir wirkungsvoller und medienpräsenter im Stadion kundtun. Und sicher nicht auf der Straße, in trauter Zweckunion mit Hansa Nazi Hools. Eine unmögliche Vorstellung ist das!!

    •  Wie kommst Du zu der Feststellung, dass alle Hansa-Fans „Nazi Hools“ sind?
      Sind denn etwa auch SÄMTLICHE St.Pauli-Fans Links??

  • Ein bemerkenswerter Vorschlag kam via FacebooK:

    „Jedenfalls sollten wir uns aus der Demo komplett raushalten.. Weder mitmachen, noch etwas dagegen unternehmen, bzw. wild skandierend hinter Polizeiabsperrungen Mittelfinger zeigen und die ohnehin schon angespannte Situation damit womöglich zum eskalieren bringen. Sollen die Rostocker und von mir aus auch die Sportler vom hsv ruhig demonstrieren, selbiges können wir ja in unser Stadion verlegen und dort auch gleichsam unsere Abneigung gegen Faschismus etc kundtun.“

    … den ich mindestens diskutabel finde … (Lars W.)