St. Pauli fordert: „FUCK U“ als Sieger des Blue Port Gewinnspiel auf den Facebook Titel des Hamburg Stadtportals

FUCK U – Blue Port Fotowettbewerb Sieger-Foto
(cc) indymedia.org

Social Media ist ein zweischneidiges Schwert, so richtig abgehen tut das nämlich nur mit „Partizipation“, also dem Mitmachen von interessierten Nutzern. Das kann schon mal anders laufen, als sich das der Betreiber von Gewinnspielen, Votings und Einsendespielen so gedacht hat. Und bei Hamburg.de, das zu den Cruise Days und dem Blue Port Festival in Hamburg von vergangener Woche ein Foto-Gewinnspiel veranstaltete, ist es anders gelaufen, als vom Betreiber geplant.

„FUCK U“ prangte in blauen Neonfarben über der Fußgängerbrücke an der Hafenstrasse, ein passender Protest gegen die „Marke Hamburg“ und die Eventisierung der Stadt (Harley Days, Hafengeburtstag, you name it …) – und Fotos dieses Protestes haben mit Abstand* den Wettbewerb gewonnen – nur hamburg.de will nun nicht Einlösen, was es versprochen hatte, nämlich, dass das Siegerbild eine Signatur des Blue Port Künstlers bekommt UND eine Woche lang das Titelbild der Hamburg-Repräsentanz auf Facebook wird. Das ist feige und dumm: Denn die erste Regel in Social Media heisst – HALTE DICH AN DEINE EIGENEN REGELN!

Auf St. Pauli wehren sich AnwohnerInnen gegen die zunehmende Vermarktung und den Mietenwahnsinn! Und das kreativ. Was für die Mopo lediglich „Pöbel-Protest“ darstellt, hat in den letzten Tagen für reichlich Wirbel gesorgt. Richtig so! Den schlechten Verlierer miemt nun hamburg.de – ein zweiter „Sieger der Herzen“? Albern! Wir meinen: Versprochen, ist versprochen! „Fuck U!“ ab auf`s FB-Titelbild! – via Recht auf Stadt.

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Indymedia: Von (geschätzten) hunderten eingesendeten Fotos, wurden mit deutlichem Vorsprung Abzüge der „FUCK U!“-Installation gewählt, die nach Ende des Wettbewerbs (Heute um 17:00) die ersten fünf Plätze des Wettbewerbs belegten und insgesamt (geschätzt) an die 10.000 Stimmen bekommen konnten. ( http://mobil.hamburg.de/bildbewertung/topliste). Im Vergleich dazu hatten die übrigen Fotos bis zu 50 Stimmen.

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