St. Pauli wird „Business Improvement District“ (BID) – omg WTF?

Die Idee hinter dem Business Improvement District kommt aus den USA, weiss wikipedia, und ist ursprünglich eine Reaktion auf das zenrale Produktmarketing von Einkaufzentren, denen innerstädtische Bereiche nicht viel entgegenzusetzen hatten*. Nun soll unser St. Pauli auch einer werden, ein Distrikt in denen man die Geschäfte verbessert.

Die Idee ist, laut BILD.de, für St. Pauli nicht neu und soll im Februar dem Senat vorgelegt werden. Aber wer sind denn die „Geschäftsleute“, die sich da zusammenschliessen und drei Millionen Euro investieren wollen. Und wohin?

Dem Projektblatt bei Hamburg.de „bid st. pauli projektblatt“ ist nicht viel zu entnehmen.

Wo frage ich mich, liegt die Konkurrenz zu St. Pauli? Was wollen die Quartiersmeister in Sachen „Sauberkeit“ oder „Beschilderung“ anders machen? Ist das ein weiterer Schritt weg vom Wohnbezirk St. Pauli?

Was meint ihr?

*wikipedia:

BIDs wurden in nordamerikanischen Innenstädten als Reaktion auf die wachsende Konkurrenz durch Einkaufszentren entwickelt. Einer der Vorteile von Einkaufszentren gegenüber den gewachsenen Innenstädten ist, dass sie ein zentrales Management haben, das für eine gesunde Einzelhandelsstruktur sorgt, ein sauberes und einheitliches Erscheinungsbild wahrt und Werbemaßnahmen der Mieter koordiniert. Diese Eigenschaften von Einkaufszentren sollten durch BIDs auch Innenstädte erreichen. Das erste BID wurde 1970 in Toronto (Kanada) eingerichtet: Bloor West Village gilt heute als eine der BID-Erfolgsgeschichten.
Aufgrund ihres Erfolgs in Nordamerika gelten sie auch in Deutschland als zukunftsträchtiges Stadtentwicklungskonzept. Das erste BID in Deutschland wurde im Februar 2005 in Hamburg-Bergedorf beantragt, bewilligt und inzwischen erfolgreich umgesetzt. Ein weiteres prominentes deutsches Beispiel ebenfalls aus Hamburg ist der Neue Wall.

… weiter findet sich bei bid.de:

Die Idee hinter den BID-Modellen ist unter anderem die Abbildung von center-adäquaten Bedingung im innerstädtischen Bereich. Vor dem Hintergrund der wachsenden Konkurrenz durch Einkaufscenter sollen die Vorteile der Center (z.B. Sicherheit-Sauberkeit-Service, PKW-Erreichbarkeit, komplettes Angebotssortiment) mit denen der innenstädtischen Lage (wie etwa vielfältige (auch nicht-kommerzielle) Nutzungen der öffentliche Räum, ÖPNV Anbindung, gewachsene Strukturen und Flair) ein Verbindung gebracht werden. Letztendliches Ziel ist die Rückgewinnung und Bindung von Kunden, Besuchern und Mietern und damit die Erhaltung innerstädtischer Funktionsvielfalt einschließlich Dienstleistungs- und Wohnnutzungen.

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