EWALDbienenhonig :)

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Einen Wald gibt es am Millerntor schon lange nicht mehr. Eigentlich weiss auch keiner so genau, ob es am Heiligengeistfeld überhaupt je einen Wald und damit Waldbienen gegeben hat und trotzdem gibt es bald Waldbienenhonig vom FC St. Pauli zu genießen: EWALDbienenhonig – ein Ergebis ausdauernder Bestäubungsarbeit, die zwei Bienenvölker letzte Woche auf einem Balkon an der Südtribüne aufgenommen haben.

Eindrücke vom Umzug ans Millerntor!

Posted by Imkerei Marleena on Montag, 4. April 2016

Ich habe am Samstag Christian P. vom Verein getroffen, der bei strahlendem Sonnenschein einen Galao in meiner Nachbarschaft genoss. Über die Bienen vom Millerntor berichte nun die ganze Medienschar, außer meinem Blog, erzählte er mir – und was das so mit den Bienen auf sich habe. Wir kamen ins Schnacken und ich erinnerte mich an eine Begebenheit aus meiner Studienzeit, als ich als Wachmann in der Bundesbankfiliale in HH arbeitete. Ich hatte Dienst mit einem älteren Herrn, – damals wohl nur ein paar Jahre älter, als ich heute ;) – der mir die langen Nachtstunden mit Erzählungen aus seinem Leben verkürzte: er sei Imker gewesen, hatte einige Bienenvölker in Brasilien, die dann eines Tages an der Bienenpest eingingen. Kurz darauf habe er, inzwischen mittellos, schwere Malaria bekommen und sei nur knapp nicht seinen Bienen in den Tod gefolgt. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland hatte er wenigstens als Wachmann noch einen Job bekommen.

Bienen sind nicht nur in Brasilien bedroht, sondern auch in Europa, erzählte mir C., der sich im Rahmen des Projektes des FC St. Pauli viel mit Bienen beschäftigt hat. Es gäbe gar keine Wildbienen mehr in Deutschland, weswegen die Zucht und das Hegen von Stadtbienen ein wichtiges Anliegen sei.

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Webcam: Bienenkörbe am St Pauli Millerntor

Am Ende einer Saison rechnet der FC St. Pauli mit gut 40 Kilo Honig, was ca 100 Gäsern entspricht. Die gehen dann je zur Hälfte an Sponsoren oder werden versteigert.

Mehr Infos zum Bienen-Projekt des FC St. Pauli:

Bis zur Ernte vergeht noch einige Zeit. Genug, sich mit dem Thema „Bienesterben“ zu beschäftigen:


Foto: „Bee“ by Daniela; CC-by Lizenz. Via Flickr