Gegengerade – ein Filmriss #profcsp

Gegengerade - Singing Area

„Gegengerade hat seine besten Momente in den dokumentarischen Szenen. Immer dann, wenn die Kamera echte Fans während eines echten Spiels zeigt, kommt wenigsten ein wenig St.-Pauli-Gefühl auf. Doch dann tauchen Jacobs, Moschitto und Busch in der Menge auf und verrenken beim Singen und Jubeln ihren Mund so gekünstelt, dass sie noch vor der Halbzeitpause aus jeder Fankurve verwiesen worden wären. Die Schauspieler passen so gut da rein wie Felix Magath auf die Pauli-Bank.“, schreibt Christian Spiller in seinem Verriss in DIE ZEIT über den Kinofilm „Gegengerade“

und stochert in der Wunde, die auch zu den Sozialromantikern und #PROFCSP führt, wenn er fragt:

„Es ist fraglich, ob der Hamburger Stadtteilverein, der schon fast penetrant auf seinen Ruf als Hort der Widerständler gegen Rassismus, Sexismus und Kommerz und auf seine Andersartigkeit pocht, sich tatsächlich mit diesem ungewöhnlich gewöhnlichen Prügelfilm schmücken will. Es geht vor allem um Schläge, Fäuste, Kunstblut. Nicht um Tiefe oder Haltung.“

Sankt Pauli NU
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