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St. Pauli Dialoge

“Neutralität ist eh nur ein Ideal, das es nicht gibt. Siehst du da
vorne die Spiegel? Die sollen versinnbildlichen, dass der Wis-
senschaftler sich immer selbst reflektieren sollte. Klar ist er
immer auch Akteur, wie wir es ja immer nennen. Und wenn
man davon ausgeht, dass es keine Neutralität gibt, kann hier
auch nichts verfälscht werden, wenn alles offenliegt. Ob ich
jetzt mit jemandem, den ich kenne, ein Interview führe oder
mit jemandem, den ich nicht kenne, dem aber vielleicht mei-
ne Kleidung gerade nicht passt, oder was auch immer, ist ei-
gentlich egal, solange die Methoden einzusehen sind. Und
natürlich führe ich durch meine Auswahl der Leihgeber das
Exponat in eine gewisse Richtung, aber das ist nicht zu ver-
hindern. Und solange so coole Gespräche wie mit dir daraus
hervor gehen, kann ich mich nicht beklagen.“”.

https://books.ub.uni-heidelberg.de/heibooks/reader/download/69/69-4-438-1-10-20160224.pdf

Veröffentlicht in St.PauliPOP

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