Gedenken des FC St. Pauli am Holocaustgedenktag

Wie jedes Jahr am 27. Januar gedenkt der FC St. Pauli und seine Supporter der Opfer des Nationalsozialismus. So auch heute, wenn sich der Tag der Befreiung von Auschwitz zum 72. Mal jährt:

Holocaust-Gedenktag

„Ich möchte, dass sich jemand erinnern wird, dass einst ein Mensch gelebt hat, der David Berger hieß.“

Aus Davids letztem Brief, Vilna 1941

An diesem Datum, jährt sich zum 72. Mal die Befreiung des KZ Auschwitz durch die Rote Armee 1945. Für diesen Tag ruft der Fanladen St. Pauli schon seit Jahren zu einer Holocaust-Gedenkverantsaltung auf. So auch heute.

  • 18:30 Uhr findet heute eine Kranzniederlegung am Mahnmal vor der Südtribüne statt.
Holocaust Gedenktag Flyer des Fanladen St. Pauli 2017
Holocaust Gedenktag Flyer des Fanladen St. Pauli 2017

 

Wie jedes Jahr erinnern wir uns daran, dass die Befreiung von Nazis nicht mit Appeasement geschah. Wünschen hilft gegen Faschisten auch nicht viel. Auch im Europa des 21. Jahrhunderts bleibt es Aufgabe aller Antifaschist_innen, die Mahnung „Nie wieder!“ durch aktives Erinnern zu erneuern: Kein Vergessen.

Nie war antifaschistische Arbeit so wichtig, wie heute.

Antifa
Antifa – Photo credit: gregorfischer.photography via VisualHunt.com / CC BY-ND

Kommentare 4

  • […] Januar, 17:30 Uhr, Simon von Utrecht-Straße: Treffen am Ortsamt St. Pauli (Israelitisches […]

  • … denkt daran … Guantanamo ist auch ein „Rechtsleerer Raum“ in dem Menschen misshandelt werden! ;-)

    • Es hat schon seinen Grund, dass man die Shoah singulär betrachtet und nicht mit anderen Greueltaten vergleicht. Ich lasse Deinen Kommentar stehen, aber auch nur, um das hier nochmal zu betonen.

      Ich habe mich lange gefragt, wieso das so wichtig ist – neben der offensichtlichen Gefahr, dass dieser Völkermord durch zuviel Vergleichen irgendwann sich in seiner Abscheulichkeit abnutzt.

      Ich erkenne vielmehr, dass es auch anderen Verbrechen zugute kommt, wenn man den Holocaust als Singularität betrachtet. So nutzt sich der Schrecken nicht ab, wird nicht durch den (auch gut gemeinten) Vergleich relativiert. Das hilft, jeden Greueltat einzeln zu bewerten und dem Gedenken fokussierten Raum zu geben.