Keine Toleranz den Respektlosen, Herr Schulte!

Helmut Schulte gehört, so wurde es mir erzählt, zu denen, die in Sponsorenrunden betonen, dass der FCSP ein ganz normaler Fussballverein sei. Fast scheint es so, als schäme er sich für das kantige Singen und das ewige Streiten, das, was Sponsoren in seinen Augen abschrecken mag, für mich Ausdruck von kultureller Sinnstiftung ist.

Ganz abgesehen davon, dass Helmut Schulte Ursache und Reaktion wohl bewusst vermischt, wenn er für das respektlose Abwandern der Businesskasper am letzten Spieltag, Respekt einfordert, und den Stehern in der Süd, namentlich USP Intoleranz vorwirft, zeigt er eine schlimme Attitude, gegen die sich die „ihr seid scheisse, wie der hsv“ ja gerade richtet, nämlich das Erleben am Millerntor als Event, als Servicedienstleistung, der ich genauso die Aufmerksamkeit entziehen darf, wie dem Fernsehprogramm oder dem Bettler am Dammtor.

NEIN, Helmut, wenn hier jemand Respekt zu zollen hat, dann diese Herrschaften, unseren Boys in Brown und der Kultur des Millerntor gegenüber, die glücklicherweise solche Reaktionen noch kennt!

Kommentare 1

  • Hallo!

    Ich bin auch ein sogenannter „Sitzer“ in der Südtribune. Möchte mich allerdings davon distanzieren, auch zu den „Hockern“ und Frühabhauern zu gehören. Ich stehe zu meinem Verein und feuere ihn die gesamten 90 Minuten, inklusive der ehrenrunde an. Wenn es auch sein muss ++ Minuten.
    Das man allerdings dort isst, ist mehr als ligitim, da maqn auch mehr für die Karten bezahlt hat.
    Ich gebe recht, dass es verdammt eisigkalt war bei dem Spiel gegen Mainz, gerade wenn man sitzt und nicht steht und feiert. Leider ist es so, wenn man auf den Sitzplätzen aufsteht, dass dann die hinteren Zuschauer ihren Unmut gegen einen bemerkbar macht. Dies kann ich ebenso nachvollziehen, da diese für den Platz ja Geld bezahlt haben. Für mich ist und bleibt das Millerntor eine große „Stehparty“ in Gedanken. Füge mich jedoch dem Willen der anderen Zuschauer, um auch denen den Genuss des magischen FC St. Pauli zu übermitteln.

    Auch ich habe bemerkt, als man gegen die Haupttribüne anschrie, dass einige Ultras sich umdrehten und gegen die Süd riefen, dass es auch für uns gilt.

    Ich weiss nicht wo da das Problem liegt?
    Ich denke St. Pauli steht für Loyalität und Tolleranz!
    Dann dürfte auch jeder das machen, was er möchte.

    Bis zum nächsten Mal …