Max Kruse der Wackelpudding

Ich erinnere mich noch gut an die ersten Spielzeiten des Ausnahmetalents Max Kruse am Millerntor; ich stand mit Schmiddl in der Nord und hörte seinen fundierten, liebevoll grantigen Fußball-Analysen zu (RIP Quote!): ‚Alibi‘ war der meistgenutzte Begruff dieses alten Kurvenstehers. Und jedes Mal, wenn Max seitdem in den Schlagzeilen auftaucht, höre ich seine Kommentare; ‚alles Show, alles Alibi‘.

Nun spielt Max Kruse ab nächste Saison für den SV Werder Bremen, was Willi Lemke sehr freute, und dessen Freude ich hier gar nicht schmälern will. Ich hoffe für Max, dass er eine Heimkehr hinlegt, die ihn zur Ruhe kommen lässt, dass er einen Trainer findet, der nicht nur seine sportliche Stärke sieht, sondern seine eklatante Schwäche: das Lustprinzip.

Gegen das es ja nix einzuwenden gibt, sondern nur, wenn es dazu führt, dass Menschen, professionelle Figuren, zu Ihren vermeintlichen Schwächen nicht stehen dürfen, sondern das absondern, was andere hören oder – im Falle eines erigierten Pullermanns – vermeintlich sehen wollen.

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Posted by RautenNews-HSV on Dienstag, 2. August 2016

Ich wünsche Max Kruse, dass er seine Stimme findet, verstanden und gestärkt, durch eine klare Position: ‚ich lebe gern, ich fahre gerne dicke Schlitten, ich zocke besser als ihr alle, klei mi am Mors Nationalmannschaft‘ ;)

Wenn es ein Umfeld gibt, das dies ermöglichen kann, dann das beschauliche Werder Bremen, das schon so viele Exzentriker mit Genialirät hervor gebracht hat.

Alibifussball aber, den kann sich Max auch dort nicht leisten; da waren Stani, Quote und meine Wenigkeit mal zufällig einer Meinung. :)

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