„Nazishirt“ im Presseraum: die unerträgliche Provokation des Turbo D.

Was macht man mit einem Sportjournalisten, der wiederholt „Nazi-Shirts“ in Pressekonferenzen des FC ST. PAULI trägt? – das fragt sich aktuell die Fanschaft unseres bekennenden Antifa-Klubs. Auslöser war ein Twitter Posting von der Vorstellung eines neuen Sponsors (Levi’s), bei dem der kantige Vertreter einer großen Boulevardzeitung ein Shirt der Marke Yakuza trug, einschlägig als Rechtsextremenklamotte vermerkt. Dieser Pressevertreter soll schon einmal durch Zurschautragen eines Thor-Steinar-Shirts aufgefallen sein.

Ob da noch jemand an Zufall glaubt, oder ein Versehen?

Yakuza Shirt auf FCSP PK #BILDnotwelcome

Ins Rollen gebracht hatte die Sache der Blog St. Pauli Streets, bei dem die Historie des Nachforschens gut nachzulesen ist. Unter dem Tweet des FCSP ist außerdem eine schneller Hinweis auf die T-Shirt-Marke ‚Yakuza‘ zu lesen.

Und nu? Stadionverbot?

Nur ein paar Tage nach der Meldung, dass der FC St. Pauli den verdienten Exprofi Mazingu-Dinzey aus der Altliga wirft, wegen eines Auftrittes bei einer Rechtsdemo, setzt diese Aktion den Verein unter Zugzwang. Wie geht man in einem vergleichbaren Fall mit mächtigeren Vertretern um, wie die BILD-Zeitung sicherlich darstellt? Kurioserweise kann man davon ausgehen, dass der FC St. Pauli in diesem Fall den Co-Herausgeber der BILD, Kai Diekmann, auf seiner Seite hat. Schwer vorzustellen, dass ein Ziehsohn Axel Springers einem Redakteur zur Seite springt, der wiederholt rechtsradikal provoziert.

Ich kann mir persönlich eine Sperrung der Akkreditierung für D. vorstellen. Alles andere, als eine saftige Ermahnung wäre mir unverständlich.

Titelfoto: „Keinen Bock Auf Nazis“
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