Sexismus: Auto-Thomsen provoziert mit „Pussie-Bande“ am Millerntor

Der FC St. Pauli sorgt mit einer sexistischen Bandenwerbung für Nissan/ Auto-Thomsen (11 Mal in Hamburg) für Unmut. Anders, als bei der unglücklichen Heimniederlage gegen Stuttgart ist der Vermarktung des Klubs mit der Bande („Nix für Pussies“) ein echtes Eigentor gelungen.

"nix für pussies" – soso. Liebe Vermarktungsabteilung des FC Sankt Pauli. Wer zum Teufel gibt so etwas frei? Und warum?…

Posted by Fanclubsprecherrat des FC St. Pauli (FCSR) on Sonntag, 29. Januar 2017

Noch ist unklar, wie diese schmerzhaft augenfällig gegen unsere Stadionordnung verstoßende Werbebande überhaupt genehmigt werden konnte. Eine Anfrage dazu liegt beim Verein.

Der St. Pauli Vermarkter UFA Sports war in der Vergangenheit schon des Öfteren von Vereinsseite zurück gepfiffen worden. Wo diese Werbebande genehmigt wurde ist bisher unklar und mir ein echtes Rätsel. Ich kann mir eigentlich nur vorstellen, dass dies an der Geschäftsstelle vorbei geschah.

Für das Autohaus Thomsen geht dieses Engagement aber sicher nach hinten los. Wer kooft schon gerne bei doofen Mackern sein Auto.

Update: Wie vermutet, hat der Vermarkter U!-sport eigenmächtig gehandelt und entschuldigt sich auf der Vereinshomepage:

„Auf einer Werbebande des Automobilpartners der Braun-Weißen war der Schriftzug „Nix für Pussies“ zu lesen. „Wir wissen, dass dieser Slogan überhaupt nicht zum FC St. Pauli und dessen Werten passt. Ein interner Abstimmungsfehler hat dazu geführt, dass die Bande überhaupt zum Einsatz gekommen ist. Uns ist in diesem Fall ein Fehler unterlaufen, für den ich mich beim Verein, aber auch den Anhängern entschuldige. Wir werden intern kurzfristig Schritte einleiten, damit so etwas in Zukunft nicht mehr passiert“, erklärte Robert Hoene, Teamverantwortlicher für den FC St. Pauli beim Vermarktungspartner U!Sports.

Schon während des Spiels hatte U!Sports nach Auftauchen der Bande reagiert und diese Bande aus der Werberotation genommen.“

Photo credit: Kecko via Visualhunt / CC BY