Einfach mal dankbar sein …

Die letzten Tage des Jahres gelten in vielen alten Kulturen als so genannte „tote Tage“, in denen man das vergangene Jahr Revue passieren lässt und sich mental auf das kommende einstimmt.

Eine Gelegenheit sich zu bedanken. Bei Weggefährten, Feundinnen und Feinden. Allen Menschen, die einen weiter gebracht haben, bis zu dem Punkt im Jetzt, der ohne ihre Einwirkung ein anderer wäre. Vordergründig sind das beim FC St. Pauli Ewald Lienen, Oke Göttlich, Meggi und alle Boys in Brown. Das war leicht. Erfolg und Mißerfolg haben aber immer viele Väter; und denen gebührt mein Dank ebenso… „Einfach mal dankbar sein …“ weiterlesen

Michael Frontzeck – teures Feigenblatt eines angezählten Präsidiums?

Description
English: Michael Frontzeck, german football coach and former player.
Deutsch: Michael Frontzeck, deutscher Fußballtrainer und ehemaliger -spieler.
Date 12.02.2008
Source Own work
Author DarkZippy
Der Sportetat von Rachid Azzouzi, Sportchef des FC St. Pauli, soll schon vor der Entlassung von André Schubert komplett ausgeschöpft gewesen sein, erschloss sich mir in einem Gespräch mit „gut informierten Kreisen“ vor dem Spiel gegen Aalen.

Dann kam die Entlassung von André Schubert, die ich grundsätzlich begrüßt habe, die es aber auch nicht zum Nulltarif gibt. Stichwort Abfindung.

Zum nächsten Heimspiel gegen Union Berlin hatte man eine Trainer-Troika, und einen Nachfolger in Rekordzeit: Michael Frontzeck.

Nun frage ich mich: Zu welchem Preis?

Ist Michael Frontzeck zu teuer? Ein Trainergehaltsvergleich aus der Bundesligasaison 2010/2011 zeigt zumindest schon einmal das Gefälle, das Michael Frontzeck zu verkraften hat, wenn er denn bei Stanis Gehalt gelandet wäre:


* Holger Stanislawski (St.Pauli): 480.000
* Jens Keller (Stuttgart): 600.000
* Mirko Slomka (Hannover): 800.000
* Thomas Tuchel (Mainz): 800.000
* Michael Skibbe (Frankfurt): 1 Mio.
* Dieter Hecking (Nürnberg): 1 Mio.
* Michael Frontzeck (Gladbach): 1,2 Mio.

Quelle: 11 FREUNDE via soccerfans.de
Immerhin: auch Bild.de (unverlinkbar) nennt 720.000 EUR Gehalt für Michael Frontzeck bei Borussia Mönchengladbach.

Wäre es eine Option gewesen, mit der Troika in eine intensivere Trainersuche zu gehen? Wer hat das ggf. verhindert und warum? Ohne offizielle Erklärungen bleibt nur das Mutmaßen, aber ich könnte mir vorstellen, dass das Präsidium auf gar keinen Fall riskieren wollte, dass ihre Entscheidungsschwäche aus dem Mai nun wieder Thema in den Medien wird. Was meint ihr?

Eine Liste von St. Paulianern, die den FC St. Pauli 2012 verlassen haben


(unsortiert, ungewichtet, unvollständig)

  • Ralph Gunesch
  • Fabio Morena
  • Jan Moritz Lichte (Unser Co-Trainer bisher)
  • Rouwen Hennings
  • Moritz Volz
  • Petar Sliskovic
  • Carsten Rothenbach
  • Charles Takyi
  • Max Kruse
  • Deniz Naki
  • Helmut Schulte

Bis auf Max Kruse fällt imho keiner in die Rubrik „sportlich verbessert“ – und André Schubert muss sich fragen lassen, ob das auch an seiner Person liegt, dass bspw. Moritz Volz sich das Verbleiben so hoch dotieren lassen wollte. Über die Abgänge von Fabio Morena, Charles Takyi, Ralph Gunesch, Deniz Naki, Carsten Rothenbach und Rouwen Hennings steht die Überschrift „alternativlos, weil perspektivlos“ – und wie schreibt das die Sportpresse so schön sinngemäß, diesem Aderlass stehen „zwei Zugänge gegenüber, beide aus Paderborn“. Und mindestens Fabio Morena und Ralle Gunesch kehren in diesem Jahr noch „mit den falschen Farben zurück“.

Ergänzungen gerne in die Kommentare …

Postlagernd Kingston Town

Azzouzi: Generell wollen wir mit einem 24er-Kader in die neue Saison gehen, aber da hat ja Trainer André Schubert ein Wörtchen mitzureden.
HA: Er urlaubt derzeit in der Karibik. Hatten Sie trotzdem schon Kontakt?
Azzouzi: Bislang hat es noch nicht geklappt, er soll ein Problem mit seinem Handy haben. Aber sobald er zurück ist, werden wir alles besprechen.
Hamburger Abendblatt v. 29. Mai 2012

… Haha, hihi, LOL, ROFL, … das war echt der Kaffee-Pruster dieses Morgens. Da sitze ich nichts Böses ahnend beim Kaffee, lese das Interview unseres neuen Sportchefs Azzouzi im Hamburger Abendblatt und dann dringt obige feine Ironie in mein Lachzentrum, und ich liege auf dem Boden.

Erster Gedanke: Hat Azzouzi das wirklich so gesagt? 2.: Nun, so ein Interview wird ja mindestens gegengelesen, vom König, oder sogar freigegeben. – und wenn man dann an die Episode mit Rouwen Hennings vom Jahreswechsel denkt, wo unser Cheftrainer André Schubert ebenfalls im Urlaub weilte und sich das per SMS mit seinen Kollegen verscherzte – „Du störst“ – … dann ist die Geschichte mit dem kaputten Handy in der Karibik wirklich lustig.

Alternativlos

„Damit habt ihr nicht gerechnet, ne?“,

André Schubert bleibt Trainer des FCSP meldet fcstpauli.com und der NDR. Damit werden folgende Dinge offenkundig:

– Die BILD feuert bei uns keine Trainer, auch wenn die Berichterstattung lanciert war.
– Der FCSP hat keine adäquate Alternative und
– kauft sich mit der 2. Chance für André Schubert auch schlicht Zeit, den Wandel zu managen.

André Schubert hat in den vergangenen Monaten Fehler gemacht. Und ja, es gab atmosphärische Störungen. Aber: Gerade nach dem letzten Gespräch im März hat es eine deutliche Entwicklung bei unserem Trainer gegeben. Dass er ein guter Fußball-Lehrer ist, ist unumstritten. Doch jetzt sind wir auch davon überzeugt, dass er nach und nach den richtigen Ton bei der Mannschaft getroffen hat und treffen wird. Der Blick geht nach vorne. Die Probleme der Vergangenheit sind ausgeräumt. (fcsp.com)

Das Ergebnis Die Alternative wäre nämlich noch verheerender gewesen:
Keinen Trainer, kein Naki, keinen Rothenbach und lauter Paderborner … Die Fragen um die Kompetenzen unserer sportlichen Führung, Sportdirektor und Sport-Vize sind allerdings nun nicht minder aktuell, denn es soll ja mit André Schubert mindestens mittelfristig laufen!

Deniz Naki: Aussortiert, hingehalten, abgeschoben

Würde ich als Journalist arbeiten, hätte ich nu zwei Quellen zusammen, denen ich trauen kann, und würde mich zu einem mehr oder minder ernst gemeinten Einerseits-Andererseits in meine Schreibstube setzen. Ich bin aber Blogger, und ich mache mir eine Meinung. Manchmal ändere ich diese sogar.

Deniz Naki scheint mir das aktuelle und tragische Opfer einer sportlichen Strategie zu sein, die Helmut Schulte und unser Präsidium als „Top 25 Klubs in Deutschland“ propagiert haben und bei der nur das Ziel festzustehen scheint, einen roten Faden kann ich nicht erkennen. Offensichtlich ist dabei inzwischen die Angst vor der eigenen Entscheidung. Der Schubert, den sie riefen, ein ehrgeiziger Trainer, der Spieler als Systemkomponenten begreift und nicht als Boys in Brown, den einzubauen in diesen Club, der mit dem Weggang von Stanislawski und dem Abstieg nach lauter mystischen Aufstiegen latent ausgebrannt war, war eine klare Entscheidung, die man aber vergaß zu managen. Da schaut man bräsig zu, kauft nebenbei halb Paderborn und merkt erst viel zu spät das Offensichtliche: André Schubert ist ein Durchlauferhitzer auf Durchreise, ein Handlungsreisender in Sachen System. Als Integrationsfigur ungeeignet. Erst als die Mannschaft meutert, und meinen Informationen nach, gestandene St. Paulianer wie Boll und Meggle die Gretchenfrage andeuten, wird es unruhig. Mitten im Aufstiegskampf. „Deniz Naki: Aussortiert, hingehalten, abgeschoben“ weiterlesen

Soll André Schubert wirklich schon wieder gehen?

Viele meiner Kommentatoren, ganze Trollschwärme im Forum haben ihren Schuldigen ausgemacht, André Schubert. Aber wofür soll er denn verantwortlich sein? Für einen Platz unter den Top 25, wie von Schulte gefordert!? Für den Umbruch, der spätestens mit dem Weggang von Lelle und Egi sich einläutete?

André Schubert: schwierig.

Nee, das ist er nicht. Das was wir derzeit erleben ist der Wandel. Das natürliche und schmerzhafte Abschied nehmen von Stani, André Trulsen, Lelle, Egi, Ralle, Calle, Helden des langen Winters in der Regionalliga. Dazu noch der Stadionumbau mit senen Unkalkulierbarkeiten, was unsere Kultur angeht. Das belastet, aber ist da wirklich André Schubert infrage zu stellen?

St. Pauli stellt Schubert in Frage

Ich sehe in diesen Versin nicht tiefer hinein, als viele von euch, weiß aber, dass Lutz Wöckener nicht ohne Quelle so ein Ding loslässt, es werde im Verein heiß über eine Ablöse Schuberts gesprochen. Also, wer spricht denn da? Ist es Sportchef Schulte, der ob seines Transferpechs (Schindler, Sliskovic) einen Sündenbock sucht? Oder ist Schubert für das verbliebene Führungsquartett Boll, Bruns, Morena, Ebbers zu dominant?

Einerlei, ich bin nicht überzeugt … Was meint ihr?

Baustelle Millerntor

„Wir brauchen uns nicht mit dem Aufstieg beschäftigen, wir müssen den Erfolg auf dem Spielfeld erzwingen.“
André Schubert, Cheftrainer des FC St. Pauli nach dem Spiel gegen Energie Cottbus

Foto: Baustelle mit FCSP Tag (groß). Aufgenommen unten am Fischmarkt
Foto: Baustelle mit FCSP Tag (groß). Aufgenommen unten am Fischmarkt

Sind wir im System Schubert angekommen? War das in der Hinrunde das Nachwirken von André Trulsen und Holger Stanislawski? Und nu? „Baustelle Millerntor“ weiterlesen