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Aufkleber

Klar zur Wende, FC St. Pauli

Die Boys in Brown und ihre Anhänger haben ein Deja vu. Wie im Spätsommer 2018 erreicht die Spielfreude, das Selbstbewußtsein, das Gefüge FC St. Pauli einen sportlichen Tiefpunkt. Ausgerechnet und erwartet: gegen Erzgebirge Aue. Mopo: „Hat St. Pauli ne Krise?Markus Kauczinski: „Das könnt ihr euch aussuchen“ FC St. Pauli TV, Trainerrunde nach dem Spiel gegen… Weiterlesen »Klar zur Wende, FC St. Pauli

HSV – FC St. Pauli: Einmal Derby und dann zurück bitte.

Nun ist es soweit. Der HSV ist abgestiegen, wir haben alle laut gelacht und die lange schon bereit gelegten Facebook-Vorlagen und Sticker heraus gekramt, wie den lachend runterrechnenden Graf Zahl, den Aufkleber „Endlich 2. Liga“ oder die vielen Photoshop-Bildchen, die sich mit der Bundesliga-Uhr beschäftigen. Ach ja, den Dino haben wir wahlweise gegrillt oder einen… Weiterlesen »HSV – FC St. Pauli: Einmal Derby und dann zurück bitte.

Wo ist Ewald Lienen?

Aufkleber: Fick Dich 3. Liga

Aufkleber: Fick Dich 3. Liga


In der Krise fallen die großen Drei des Kiezklubs, Oke Göttlich, Andreas Rettig und Ewald Lienen vor allem durch eines auf: durch ihr Schweigen.
Dabei wäre es an der Zeit, dass sich die drei Top-Manager des Klubs zu Wort melden. Allein schon, damit nicht der Eindruck entsteht, dass man die beiden Neulinge, Markus Kauczinski und Uwe Stöver mit der hausgemachten Misere im Regen stehen lässt.Weiterlesen »Wo ist Ewald Lienen?

FC St. Pauli – Under Armour: Camouflage yourself

Das Verhältnis zwischen dem Ausrüster, die US-Klamottenfirma Under Armour, und dem FC St. Pauli ist „kompliziert“ und sicher keine Liebesheirat.Für den damals aufstrebenden Underdog der Branche war St. Pauli eine hübsche Braut, für den UA bereit war viel zu berappen – und noch mehr zu versprechen. Von einer echten Partnerschaft war die Rede, deren Engagement über das… Weiterlesen »FC St. Pauli – Under Armour: Camouflage yourself

Hamburger gegen Gewalt – Die Gewissensfrage mal anders herum gestellt

Es ist ein Nebenaspekt der politischen Deutung der Gewalt am 21.12.13, dass nun überall Verbalpazifisten sich melden und so etwas von sich geben, wie „Gewalt geht ja gar nicht“ oder ähnliches. Das Hamburger Abendblatt hat sogar Aufkleber drucken lassen: „Hamburg Gegen Gewalt“ – was schwer zu kritisieren ist; ich will es trotzdem versuchen und zwar mit einem alten Mittel der „Gegenseite“: dem Gewissenstest.
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Live long and prosper and follow St. Pauli

Ich bin ja bekennender Star Trek Fan, auch wenn mich keine 10 Pferde auf eine Star Trek Convention kriegen. Meine „Conventions“ finden am Wochenende am Millerntor statt. Manchmal auch montags. Das Motto oben, könnte aber auch meines sein: „Live long and prosper and follow St. Pauli“ 😉

Interview (Video) mit Marcel Eger – auf dem stillen Örtchen

Marcel Eger ist zurück auf Sankt Pauli. Allerdings nicht mit geschnürten Fußballschuhen, sondern als Wirt. Ja, echt – gestern fand eine kleine Party an der St. Pauli Hafenstraße statt, bei der Marcel Eger mit seinen Kompagnons Benny Adrion (Viva Con Agua) und zwei weiteren Gesellschaftern die Übernahme des altehrwürdigen Lokals „Amphore“ feierten. Wir kamen ins… Weiterlesen »Interview (Video) mit Marcel Eger – auf dem stillen Örtchen

Das Rostock-St.Pauli Dilemma – Gemeinsam für Fanrechte und Gegen Nazis, geht das?

UPDATE: OVG Hamburg weist Widerspruch gegen Verbotsverfügung zurück: somit darf der FC St. Pauli an Hansa Rostock KEINE Gästekarten abgeben! (via HA mobil) Am kommenden Wochenende spielt der magische FC gegen Hansa Rostock. Und wird sie hoffentlich sportlich versenken. Soweit so gut. Gleichzeitig steckt St. Pauli und seine Fanschaft aber in einem handfesten Dilemma: Zum… Weiterlesen »Das Rostock-St.Pauli Dilemma – Gemeinsam für Fanrechte und Gegen Nazis, geht das?

Zweimal Hansa

Auf einem meiner Stadtteil-Rundgänge ist mir am Pinnasberg (früher Altona, heute St. Pauli) dieses Bild ins Auge gefallen: via @soundsupporter

Aufkleber im Viertel: "Hansa Nix Gut" #StPauli

Wenn ich alltäglich durch unseren magischen Stadtteil oder die angrenzenden Stadtteile, Schanzenviertel oder Altona stromere, dann fallen mir immer mal wieder Aufkleber oder Streetart auf – oder beides, collagiert. Ich will das öfter bloggen, vergesse es dann aber wieder. An den hier habe ich mich erinnert, weil Google einige Referrer zu mir schickte, die „Hansa… Weiterlesen »Aufkleber im Viertel: "Hansa Nix Gut" #StPauli

Chewbacca Sankt Pauli

… mein Aufkleber der Woche … gesehen in der Juliusstr. – Hamburg, Altona 😉 Update: Chewbacca St. Pauli ist ein Fanclub – und der geht so: Jenkins: Ey, was ist Chewbacca? Bruce: Chewbacca ist so ein Sankt Pauli Fanclub.. Jenkins: Sind die lash? Chewbacca ist doch auch der Affe von Star-Wars!? Bruce: Ja digga, aber… Weiterlesen »Chewbacca Sankt Pauli

Deutsche Bananen – unpolitische Raketenwerfer und das verrottete Sinken der Hansa Kogge

Deutsche, kauft Deutsche Bananen!
-Kurt Tucholsky-

St. Pauli Fans gegen Rechts Aufkleber, Hamburg Gängeviertel

St. Pauli Fans gegen Rechts Aufkleber, Hamburg Gängeviertel


Ich habe die Wende in Lüneburg miterlebt. Als damals dort Studierender war das schon eine merkwürdige Situation, mitzuerleben, wie die Bürger Lüneburgs Tüten mit Bananen und Klementinen an die Wartburgs und Trabbis hängten, in guter Absicht, aber auch aus einer Postion des Gebenden heraus, die ja auch in anderen Ländern teilweise schlecht ankommt, wenn wir Deutschen bspw. Afrikaner mit unserer Entwicklungshilfe beglücken.
An diese Erfahrung habe ich lange nicht mehr gedacht – und es wäre den Fans von Hansa Rostock gelungen, mich satirisch zu beeindrucken, wären die Bananen das einzige gewesen, das unseren Auswärts fahrenden St. Paulianern und Boys in Brown sich entgegenwarf. Der Hass aber, der aus dem verrotteten Rumpf dieser Gesellschaft in Mecklenburg-Vorpommern den Unsrigen entgegenflog, war dann aber in seiner demaskierenden Wirkung gräßlich eindeutig: Bereits auf Höhe Schwerin berichteten Twitterer im Zug, dass der Sonderzug, der zuvor friedlich Hamburg-Altona, die Stadt der Freiheit, verlassen hatte, mit Steinen angegriffen wurde, in Rostock wurden dann die Fans des FC St. Pauli mit hundertfachem Deutschen Gruß zum Stadion begleitet. Der Fuckfinger, gerne auch als Andeutung schwulen Geschlechtsverkehres gegeneinander gezeigt, war dann noch die harmloseste Zurschaustellung des dumpfen Frustes auf den vermeintlichen Feind.Weiterlesen »Deutsche Bananen – unpolitische Raketenwerfer und das verrottete Sinken der Hansa Kogge

Neubau Gegengerade am Millerntor: eine Welle macht noch keine Kultur

Gegengerade Entwurf Welle Neubau Millerntor
Gegengerade Entwurf Welle Neubau Millerntor

„Vom Heiligengeistfeld bäumt sich die komplett in Schwarz gehaltene Gegengerade als überdimensionale Welle in Richtung Spielfeld auf. Während im unteren Bereich Steh- und Sitzplätze vorgesehen sind, befinden sich im zweiten, dritten und vierten Rang direkt unterhalb der brechenden Welle weitere „hängende“ Stehplätze. Ein imposantes Bauwerk, dessen Ausmaße die bereits fertiggestellten Ränge im Süden und Westen um bis zu sieben Meter überragt“

Hamburger Abendblatt

Für die Hamburger Medien scheint die Sache ausgemacht. Die Welle, ein imposanter Gedankenentwurf für einen außergewöhnlichen Verein, die passt so vordergründig gut zum FCSP wie die Randale zur Flora. Die Eitelkeit bringt ihre medialen Kontakte in Stellung, sodass alle Zweifler als Spielverderber dastehen müssen.

Ich stehe in dieser Woche das erste Mal in einer der Logen des FCSP und fühle mich fremd, wenn ich auf die Gegengerade schaue. Aus dieser Höhe sieht das Spielfeld aus, wie von Sky eingefangen und hinter der Gegengeraden und noch dem DOM wächst die Elbphilharmonie empor. Auch so ein Leuchtturmprojekt.

Hier oben verdienen wir das Geld, das anderen den Millerntorbesuch erst möglich macht. Im Prinzip ist der Deal konsensfähig. Eines wird hier oben aber überdeutlich. Die Kultur St. Paulis ist hier nur als Accessoire gegenwärtig. Zur Staffage arrangierte USP- und Protestaufkleber, Manga-erotische Poster in Überlebensgrösse (Astra) und die vielkritisierte Stripstange in Susis Loge sind Objekte einer grotesken Arroganz zu dem, was in diesem Stadion an Kultur geprägt und gelebt wird.

Der Beton dieser neugebauten Tribünen ist eines der Kultur verändernden Merkmale, um die wir beim FCSP schon so lange streiten. Es wird Zeit brauchen, bis der Beton der Süd durch Bier, Pisse und Tränen soviel von dem Dreck aufgesogen hat, der Sankt Pauli ausmacht. Beton ist da schwerlebiger als Holz. Ob man nun für die Gegengerade sich eine Welle wünscht, statt Beton, ist fast einerlei, führt Architektur doch in eine falsche Richtung.

Surfin Sankt Pauli

Jedes Heimspiel singen 20.000 Menschen, sie seien Zecken und würden unter Brücken schlafen. Das tun die meisten natürlich nicht, wie Spötter oft anmerken. Was gemeint ist, ist die Solidarität mit denen, die dem Hamburger Wetter meist schutzlos ausgeliefert sind. Eine Selbstvergewisserung, das St. Pauli solidarisch und dreckig bleiben muss, will es sich selbst bewahren.
Wollen wir also die Liedzeile in „Surfin Surfin St. Pauli“ ändern, bauen wir eine Welle. Zur Not Beton. Mir wäre es lieber, man behielte die Asynchronität des Millerntors bei, renovierte die Gegengerade und die Nord um noch ein paar Damenklos mehr und konservierte den Zwiespalt des Stadions solange, bis die Süd und die Haupt dreckig geworden sind.

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Sonntagsfussball

Ich sitze beim Essen und trinke chinesisches Bier, als mich die Youtube-Konserve von Bollers 2:0 einholt, mir warme, wohlige Schauer über den Rücken jagt. „Haben Sie auch die aktuellen Ergebnisse von Braunschweig und Rostock für mich?“ fragt der Mann neben mir höflich. Ja, sage ich, Braunschweig führt, und Hansa Rostock liegt hinten. Erst an dem… Weiterlesen »Sonntagsfussball

Wozu brauchen Sportvereine noch klassische Medien?

„Ich mache das kurz und knackig„, schreibt Mark Cuban, Milliardär und „Besitzer“ der Dallas Mavericks in seinem Artikel „Whats the role of media for sports teams ?“. „Im Jahr 2011, brauchen wir da noch Reporter von ESPN und YAHOO!, die in unseren Umkleidekabinen herumlungern, vor und nach dem Spiel?“ – seine rhetorische Frage beantwortet er… Weiterlesen »Wozu brauchen Sportvereine noch klassische Medien?